Im Shackleton-Krater am Südpol des Mondes soll eine dauerhafte internationale Basis errichtet werden. Ihr leitet jeweils eine der Raumfahrtagenturen, die versuchen ihre Präsenz auf der Mondbasis zu stärken.
Insgesamt sieben Konzerne bieten den Raumfahrtagenturen ihre Dienste zur Ausbeutung des Mondes an. Weil immer nur drei Konzerne pro Partie mitwirken und alle miteinander gemischt werden können, ergibt sich eine große Vielzahl an Kombinationen, die jede Partie einzigartig machen kann.
Der Kampf um die Ressourcen des Mondes
Die Oberfläche des Shackleton-Kraters ist in neunzehn Hexagone unterteilt, die Platz für jeweils drei verschiedene Gebäudetypen oder ein großes Hauptquartier bieten. Um aber einen Sektor nutzen zu können, muss dort erst einmal eine Solaranlage errichtet werden, um die Energiezufuhr zu gewährleisten. Über drei Runden mit den jeweiligen Shuttle-, Aktions- und Wartungsphasen versuchen wir, die Ausbeutung des Mondes so effizient und gewinnbringend wie möglich voranzutreiben, um am Ende die meisten Siegpunkte zu haben. Dabei spielen natürlich auch die unterschiedlichen Konzernaktionen eine große Rolle.
Die drei Konzerne werden zu Beginn willkürlich oder nach Empfehlung der Anleitung ausgewählt und deren Material bereit gelegt. Jede Agentur wiederum hat sein eigenes Board, auf dem diverse Gebäude und Marker platziert werden. Jeder startet mit einer Führungskraft und einer Kuppel auf einem Feld des Shackleton-Kraters. In der Shuttlephase erhält jeder Ressourcen und Arbeitskräfte von einem der bereitgestellten Mondfähren. Die Arbeitskräfte des übrigen Shuttles werden auf das Lunar Gateway gestellt, das quasi als Tauschbasis dient.
Drei mal sechs Aktionen zum Sieg
Die Aktionsphase ist quasi das Herzstück der Mondausbeutung, denn hier entsenden alle nacheinander ihre sechs Arbeitskräfte, die sie von den Shuttles erhalten haben. Insgesamt machen also alle bis zum Ende des Spiels 18 Aktionen, bevor in einer Schlusswertung der Sieger bestimmt wird. Die drei unterschiedlichen Arbeitertypen können auf dreierlei Art eingesetzt werden.
- Werden sie zum Krater entsendet, aktivieren sie alle Gebäude einer Reihe und bauen Titan und Seltene Erden ab, generieren Credits und ggf. Konzernressourcen.
- Führen sie eine der drei Kommandoaktionen durch, bauen sie Gebäude, finanzieren ein Projekt oder führen bis zu drei Konzernaktionen aus.
- Der Besuch des Lunar Gateway ermöglicht den Tausch einer Arbeitskraft, die danach auf freie Plätze in der eigenen Basis gestellt wird. Zusätzlich gibt es drei Credits und die Möglichkeit, eine Konzernaktion auszuführen.
Zum Ende eines Zuges darf eines von drei Zielen eines Konzerns erfüllt und mit einem Zielstein belegt werden. Danach folgt die Wartungsphase, bei der die Arbeitskräfte vom Kraterrand an die Agenturen verteilt werden. Wer die Gebäude mit der höchsten Gesamtgröße in einer Reihe hat, darf die entsprechende Arbeitskraft in seine eigene Basis stellen. Danach wird Einkommen anhand der in der Basis eingesetzten Arbeitskräfte und ggf. von den Konzernen in Form von Titan, Credits, Siegpunkte und Ansehen ausgeschüttet. Anschließend müssen Wartungskosten für gebaute Gebäude und der Position auf der Ansehensleiste gezahlt werden.
Nach drei Runden endet eine Partie und die Schlusswertung bringt noch einmal Siegpunkte für finanzierte Projekte, Arbeitskräfte in den Laboren, Ansehen und Konzerne. Wer die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.
Spieletester
Fazit
Mondbasis Shackleton spielt sich ähnlich komplex wie Algae, Inc., kommt allerdings weniger als Regelmonster daher. Die Handhabung der drei Konzerne, die pro Partie mitspielen, gelten für alle, weshalb es sich auch nicht so asymetrisch anfühlt wie das Algenspiel vom selben Verlag. Durch die vorherige Auswahl von drei der sieben Konzerne, die jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen erfordern, ist das Einsetzspiel sehr variabel und verfügt über einen hohen Wiederspielreiz.
Das spannende Zusammenwirken bekannter Mechanismen erzeugt vielschichtige Entscheidungen und damit auch ordentlich viel Interaktion und Dynamik. Zudem ist alles gut miteinander verwoben und greift ineinander, ohne zu kompliziert zu sein. Das reichhaltige und mehr als wertige Material ist ebenfalls ein Pluspunkt, der erwähnt sein muss, ebenso das gut gemachte 16-seitige Regelwerk und die Konzernübersichten.
Mondbasis Shackleton macht vieles richtig und kam in meinen Spielrunden mehr als gut an. Als kleiner Kritikpunkt könnte lediglich der Startspielervorteil in einer großen Runde angeführt werden.
Plus
- reichhaltiges und wertiges Material
- sehr thematisch und komplex
- gut verzahnte Mechaniken
- gut ausbalanciert
- hohe Interaktion
- Solomodus inkludiert
Minus
- großer Startspielervorteil
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Details
1 Spielplan
1 Auflage für die Kommandoaktion
15 Shuttle-Plättchen
75 Arbeitskräfte
18 Solaranlagen-Plättchen
4 Führungskräfte
8 Siegpunkte-Plättchen
1 Energiezähler
1 Anleitung
3 Aufbewahrungsschachteln
26 Titan
16 seltene Erden
52 Credits
Persönliches Spielmaterial (je Spielerfarbe)
1 Basistableau
12 Gebäude
-5 Kuppeln
-3 Werkstätten
-3 Labore
-1 Hauptquartier
3 Zielsteine
1 Siegpunktezähler
1 Ansehenszähler
1 Reihenfolgestein
Material für die 7 Konzerne
1 Aufbewahrungsschachtel je Konzern (2 für Selenium Research)
1 Konzernübersicht je Konzern
1 Tableau je Konzern
9 Projekt-Karten je Konzern
5 Konzern-Plättchen je Konzern (6 für Selenium Research)
1 Solo-Karte je Konzern
Artemis Tours:
12 Touristen
Moon Mining:
10 Frachtmarker
18 Helium-3
Selenium Research:
45 Proben
36 Experimente
Space Robotics:
18 Fabriken
18 Rover
To Mars:
12 Mars-Tickets
4 rote Solaranlagen
Sky Watch:
14 Meilensteine,
4 Zähler
6 Prognoseplättchen
Evergreen Farms:
12 Gewächshäuser
18 Pflanzen
Solo-Material
7 Solo-Aktionskarten
7 Konzernkarten
1 Astro-Bot-Tableau
1 Entwicklungszähler
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