6 nimmt! 30 Jahre

Seit drei Dekaden gibt es nun schon das kleine Kartenspiel von Autor Wolfgang Kramer und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Weltweit beweisen Fans, dass sie keine Hornochsen sind.

30 Jahre sind eine lange Zeit für eine Spielidee, die so simpel, wie auch genial ist - hier ist der Name Programm. Über die Regeln möchte ich mich nicht groß auslassen, die kann man in der ersten Rezension des Kollegen Ledinger nachlesen. Nur kurz gesagt: Wer die sechste Karte in eine Reihe legen muss, nimmt sich die ersten fünf Karten und kassiert damit die darauf abgebildeten Hornochsen als Minuspunkte.

In der Jubiläumsausgabe, wunderschön verpackt in einer wertigen Buchoptik-Box mit Klappdeckel und Gummiband, finden sich neben den 104 Karten des Grundspiels auch Sonderkarten aus dem Jubiläums-Fan-Aufruf aus 2019. Neben der damaligen Gewinnerkarte "Gerade/ Ungerade" von Guillaume Lefebvre sind noch weitere Fan-Sonderkarten enthalten.

6 nimmt! wird kooperativ!

Zusätzlich wurde die Box noch mit der kooperativen Variante "Schlagt den Büffel" erweitert. Diese ist für bis zu sechs Personen geeignet. Neben dem üblichen Spielaufbau kommt entsprechend der Spielerzahl eine bestimmte Anzahl der bis zu 16 Sonderkarten, von denen es acht verschiedene jeweils doppelt gibt, dazu. Sie werden gemischt und zwei davon aufgedeckt. Sie stehen fortan jedem zur Verfügung. Der Büffel-Endgegner bekommt wie alle anderen 10 Karten, die verdeckt auf der Büffelablage platziert werden. 

Gespielt wird wie gehabt: alle legen eine ihrer Handkarten verdeckt vor sich ab, vom Büffel-Stapel wird die oberste ebenfalls ausgelegt. Dann drehen alle ihre Karte um und das Anlegen mit der niedrigsten Zahlenkarte beginnt. Sollte der Büffel eine sechste Karte in eine Reihe legen müssen, werden die fünf Strafkarten auf die Büffelablage gelegt.

Um möglichst wenige bis keine Strafkarten nehmen zu müssen oder dem Büffel welche zuzuschustern, dürfen die Spieler vor dem Anlegen beraten, ob und welche der beiden offenen Sonderkarten sie nutzen wollen. Es gibt insgesamt acht verschiedene Effekte, die ausgelöst werden könne. So kann eine Reihe gesperrt oder auf sieben Karten verlängert werden. Eine bereits gelegte Karte darf durch eine andere von der Hand ersetzt werden, es darf dazwischengelegt, verschoben oder die Reihenfolge beliebig verändert oder als erste oder letzte Karte angelegt werden.

Die verschiedenen Aktionen müssen natürlich wohlüberlegt sein, denn es steht nur eine gewisse Anzahl an Sonderkarten zur Verfügung, die immer nur einmal genutzt werden können. Bevor es also ans Anlegen geht, dürfen die Spieler miteinander kommunizieren und gemeinsam entscheiden, ob der Einsatz der kostbaren Sonderlinge lohnt. Der Austausch von Informationen der eigenen Kartenhand ist selbstredend nicht erlaubt, auch nicht vor dem Ausspielen der verdeckten Karte.

Nach der zehnten Runde, wenn alle ihre Handkarten ausgespielt und an die Reihen angelegt haben, zählen die Spieler gemeinsam ihre Hornochsen und vergleichen sie mit denen des Büffels. Sind es weniger, gewinnen sie gemeinschaftlich, ansonsten war der Büffel siegreich und eine sofortige Revanche ist angeraten.

 

 

Spieletester

29.07.2024

Fazit

Über das Grundspiel gibt es nicht viel zu sagen. Es ist zeitlos und kann mit seinem eingängigen Ablauf auch nach 30 Jahren noch gefallen. Die Fan-Sonderkarten sind nette Gimmicks, nicht mehr und nicht weniger. 

Die neue Spielvariante als Koop ist dagegen eine echte Bereicherung und verdient es, auch von Hardcore-Fans mal genauer unter die Lupe genommen zu werden. Es ist gar nicht so einfach, unter den Minuspunkten des Büffels zu kommen, denn die Sonderkarten sind oftmals schneller aufgebraucht, als es einem lieb ist. Und weil auch nur eine bestimmte Anzahl ins Spiel kommt und immer nur zwei nutzbar sind, fehlt oftmals genau die Sonderkarte, die gerade hilfreich wäre. Da aber alle anzulegenden Karten immer offen ausliegen, kann eine Absprache untereinander durchaus Erfolge erzielen.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • tolle Koop-Variante
  • hochwertige Karten und Buchbox

Minus

  • bekannte Spielidee

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 10
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Minuten
Preis: 14,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2024
Verlag: Amigo
Grafiker: Franz Vohwinkel
Zubehör:

104 Karten

13 Fan-Sonderkarten

16 "Schlag den Büffel"-Sonderkarten

1 Büffelablage

1 Block

1 Stift

1 Gummiband

1 Anleitung

 

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