Lembitu

Estland steht im Mittelpunkt eines erbitterten Kreuzkriegs. Aus dem Westen rücken die Streitkräfte des Dänenkönigs Waldemar an, im Osten lauert der Fürst von Nowgorod Wsewolod und aus dem Süden marschiert Bischof Albert mit seinen Kreuzrittern heran. Die einzige Hoffnung Estlands ist Lembitu - der beste Heerführer der Nation.

Lembitu ist ein kooperatives Strategiespiel. Jeder Mitspieler befehligt einen Heerführer. Alle Spieler verkörpern gemeinsam Lembitu und versuchen die Angreifer aufzuhalten und zu verhindern, dass einer der drei angreifenden Heerführer Weißenstein einnimmt. Die Spieler und die Feinde sind abwechselnd an der Reihe.

Zug der Spieler:

Abhängig von der Spieleranzahl haben die Spieler pro Zug unterschiedlich viele Aktionen zur Verfügung. Bei vier Personen hat jeder drei Aktionen. Die da sein können:

Fortbewegen: Entsprechend der Bewegungsregeln kann ein Spieler einen Heerführer fortbewegen.

Kämpfen: Hierzu wird einfach ein Feindmarker vom aktuellem Standort entfernt.

Aufstand Anzetteln: Beim aktuellem Standort wird ein Aufstandsmarker platziert. Dieser Marker bewirkt, dass Angreifer an diesem Standort erst einmal den Aufstand niederschlagen müssen und somit eine Runde aufgehalten werden.

Jeder Heerführer kann seine drei Aktionen beliebig aufteilen - also theoretisch auch dreimal angreifen. Es müssen jedenfalls drei Aktionen ausgeführt werden.

Zug der Angreifer:

Um festzustellen welcher der drei Invasoren wieweit vorrückt, wird mit drei Würfeln gewürfelt. Einer in jeder Angreiferfarbe. Jeder Angreifer könnte zwischen Null und Zwei Felder vorrücken. Da sich natürlich nicht nur einzelne Einheiten bewegen sondern die ganze Armee näher rückt, werden die einzelnen Feindmarker aber nicht einfach weiter gezogen. Neue Marker werden an den Straßen immer entlang des kürzest möglichen Wegs auf das nächste freie Feld gelegt. Trifft ein Feind auf einen Heerführer eines Spielers, werden beide vom Feld entfernt. Der Heerführer gilt als verloren und scheidet aus dem Spiel aus.

Rund um das Spiel ist der sogenannte Zugpfad. Dieser zeigt an, wer an der Reihe ist. Ist der Zugmarker wieder an der Startposition auf dem Pfad angekommen, ohne dass eine Einheit der Feinde nach Weißenstein vorgedrungen ist, haben die Spieler gewonnen. Die Angreifer gewinnen falls mindestens ein Feindmarker in Weißenstein angekommen ist.

Spieletester

20.12.2016

Fazit

Lembitu ist ein sehr strategisches Spiel, jeder Zug muss genau überlegt sein, denn die Streitkräfte der Gegner sind in der Überzahl und sie rücken Zug um Zug näher heran. Das Spiel ist leider etwas unausgeglichen, die Spieler haben wenig Chancen gegen den gemeinsamen Feind. Es dauert nicht lange, bis der erste Spieler aus dem Spiel ausgeschieden ist und mit einem Heerführer weniger ist das Spiel natürlich gleich sehr viel schwieriger.

Da die gegnerischen Streitmächte von allen Seiten kommen und schnell voranrücken, ist es schwierig irgendwelche Angriffe zu starten, da man stets versuchen muss seinen Platz zu verteidigen um ein weiteres Voranrücken zu vermeiden. Die Spieler sind sehr stark in der Defensive. Die Erfolge bleiben aus und der Spaß hält sich stark in Grenzen.

Lembitu würde ich nur Spielern empfehlen, die ehrgeizig genug sind auch nach ständigen Rückschlägen weiter zu kämpfen und sich nicht davor scheuen bis zum Schluss gegen die sprichwörtliche gegnerische Wand zu rennen.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • fördert strategisches Denken
  • Kooperationsspiel

Minus

  • der Gegner ist fast zu stark
  • wenig Erfolge
  • Rückschläge drücken den Spielspaß
  • wenig Aktionsmöglichkeiten

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 50 bis 60 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: 2D6.EE
Autor: Aigar Alaveer
Zubehör:

  • 1 Spielbrett
  • 4 Spielfiguren
  • 1 Zugmarker
  • 3 Würfel
  • 60 Feindmarker in 3 verschiedenen Farben
  • 20 Aufstandsmarker

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