Dawn of Peacemakers

Seit Jahren befinden sich die Völker der Ozelots und Aras im Krieg gegeneinander. In Dawn of Peacemakers sind die Spieler als Abenteurer unterwegs und mischen sich in die Agenden der verfeindeten Parteien ein. Sie wollen dabei nur eines: Frieden stiften.

Dieses Spiel ist nur in englischer Sprache erhältlich. Sowohl für die Anleitung als auch für die verschiedenen Karten benötigt man gute Englischkenntnisse.

Überblick

Dawn of Peacemakers ist ein Spiel, das eine durchgehende Kampagne repräsentiert. Es ist also nicht mit einmal Spielen erledigt, sondern jede Partie ist eine Etappe.

Für die nächste Partie erhält man, je nachdem wodurch das vorherige Szenario geendet hat, Bonus- oder Malus-Spielregeln. Außerdem gibt es neues Spielmaterial, neue Spielregeln und/oder Fähigkeiten. Insgesamt gibt es zwölf Etappen. Die meisten dauern rund eine Stunde, andere eineinhalb bis zwei Stunden, die abschließende sogar zwei bis zweieinhalb. Um das Spiel einmal durchzuspielen muss man mindestens fünfzehn Stunden rechnen. Natürlich kann man einzelne Etappen auch später nochmal spielen, wenn man das möchte.

Spielaufbau

Jede Etappe hat ihren eigenen Aufbau, der auf dem an sich leeren Spielplan mit Hilfe der Geländetafeln, Marker und Figuren gemäß Anleitung platziert wird. So entstehen Ebenen, Wälder (die Schutz vor Fernangriffen bieten), Gräben, Flussläufe (die Verteidigung erschweren) und vieles mehr. Außerdem ist vorgegeben, welche Einheiten in welcher Anzahl zu verwenden sind, wo sie starten und zu welchem Teil der Armee sie gehören. Später werden, neben den beiden Streitparteien, noch andere Tiere ins Geschehen eingreifen. Lasst euch überraschen!

Spielablauf

Die Armeen stehen sich gegenüber, die Spieler können mit ihren Abenteurerfiguren über den Spielplan wandern und Einfluss auf die Armeen nehmen. Das heißt: Man adaptiert die Reihenfolge der kommenden Befehle, setzt Festungsmarker oder führt Aktionen aus. Am Ende des Zuges zieht man Karten nach.

Hatten alle Abenteurer einen Spielzug, treten die Armeen in Aktion. Was die Kämpfer tun, ist rein durch Karten und Würfel gesteuert, die Spieler haben jetzt keinen Einfluss mehr darauf. Erst wenn die Befehle ausgeführt sind, sind wieder die Abenteurer an der Reihe.

Die Einheiten bewegen sich, gehen in Deckung oder greifen den Gegner an. Jede hat eine vorgegebene Stärke im Angriff und in der Verteidigung, das Gelände und/oder Festungsmarker können diese modifizieren. Ist der Angriff stärker als die Verteidigung, nimmt die angegriffene Einheit Schaden. Ist der Schaden so groß wie die Lebenspunkte, scheidet sie aus. So ein Verlust senkt natürlich die Moral der restlichen Truppen. Besonders schmerzlich wirkt sich ein Verlust der Anführerfigur aus. Ist eine Seite mit ihrer Moral auf null gesunken, hat sie den Kampf verloren. Und damit die Spieler die Partie, schließlich wollte man ja Frieden stiften. Damit dieser eintreten kann, müssen beide Seiten gleichzeitig nahe der Niederlage sein, wodurch sie die Sinnlosigkeit ihres Kampfes einsehen und damit aufhören. Aber auch die Zeit lässt die Moral der Truppen sinken, allerdings zu unterschiedlichen (überraschenden) Zeitpunkten auf den beiden Seiten.

Spieletester

07.07.2019

Fazit

Man verzeihe mir, dass ich das Spielgeschehen nur grob umrissen habe. Aber alles, was ich mehr schreiben würde, brächte automatisch Spoiler mit sich. Aus diesem Grund gibt es hier auch nur Fotos vom ersten Szenario. Ich habe euch lediglich zwei Plättchen auf die andere Seite gedreht, da die Geländeformation im Prinzip dieselbe ist, aber Wüste statt Wiese im Hintergrund zu sehen ist. 

Wie der aufmerksame Leser gemerkt hat: Bei Dawn of Peacemakers handelt es sich um ein kooperatives Spiel. Bis zu vier Abenteurer können die Geschicke der Kampfparteien leiten, dabei ist auch ein Solomodus. Dass es mit jeder Spielerzahl ähnlich gut funktioniert, ist dem Umstand zu verdanken, dass am Ende des Spielzugs in Summe immer vier Karten nachgezogen werden. Spielt man zu viert, bekommt jeder eine, spielt man zu zweit, bekommt jeder zwei, spielt man solo, bekommt man vier Stück. Natürlich ist es speziell für Solospieler etwas schwieriger, da sie zwar gleich viele Aktionen durchführen, aber nicht überall gleichzeitig sein können. 

Man wächst mit dem Spiel! Am Beginn kann es einem schon mal passieren, dass eine Seite der Kämpfer plötzlich motivationslos dasteht. Die Karten können dies verursachen! Leider hat man zu wenig Karten, um alle Eventualitäten vorherzusehen. Man muss also manchmal ein wenig zocken. Anfänger ins Spiel zu integrieren, ist deshalb ein wenig schwierig. 

Wer vom kooperativen Spiel abweichen möchte, hat zudem einen 1-gegen-1-Modus im Spiel. Sieben Szenarien stehen zur Auswahl, in denen man die gegnerische Armee vom Schlachtfeld fegen möchte. Allerdings gibt es auch hier zusätzliches Spielmaterial, das erst durch Fortschritt im kooperativen Spiel freigeschaltet wird.

Wir sehen: Dawn of Peacemakers ist ein sehr vielfältiges Spiel mit ausgefallenem Thema. Ich kann nur empfehlen, einen Blick hineinzuwerfen.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • überraschende Neuerungen
  • tolles Design
  • ausgefallenes Prinzip
  • auch alleine und gegeneinander spielbar

Minus

  • Neulinge integrieren ist schwierig
  • Man hat ständig das Gefühl, zu wenig Karten zu haben
  • hoher Preis

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 60 bis 150 Minuten
Preis: 70,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Snowdale design
Autor: Sami Laakso
Grafiker: Sami Laakso
Zubehör:

Achtung, diese Auflistung beinhaltet Spoiler!
36 Ressourcenkarten
4 Einheitenkarten
18 Einheitenfiguren
24 Basisscheiben
18 Basismarker
4 Abenteurerfiguren
64 Befehlskarten
4 Übersichtskarten
1 Spielbrett (doppelseitig)
2 Ablagetafeln
24 Geländeplättchen (doppelseitig)
30 Schadensmarker
30 Festungsmarker
4 Frontmarker
2 Eventmarker
1 Startspielermarker
3 Glassteine
1 Spezialwürfel
1 Wertungsblatt
5 Kartendecks
5 versiegelte Umschläge
1 versiegelte Box
1 Spieleinführung
1 Spielanleitung mit Szenarien
1 Spielanleitung für kompetitives Spiel
1 Begriffsverzeichnis

ohne Funktion: 1 Souvenirmarker

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