Midnight Tabu

Tabu ist seit vielen Jahren ein Klassiker unter den Partyspielen. Aber auch ein weltweit beliebtes Spiel braucht einmal ein Refresh, in diesem Fall eine Erwachsenen-Version mit teilweise brisanten Begriffen für die späte und feuchtfröhliche Stunde.

Das Spielprinzip bleibt Midnight Tabu unangetastet. Die Spieler teilen sich in zwei Teams und setzten sich so um den Spieltisch, dass seine beiden Sitznachbarn des anderen Teams flankiert ist. Ein Spieler beginnt und hat nun eine Stoppuhrlänge (etwa 1 Minute) Zeit, um seinem Team möglichst viele Begriffe zu erklären. Das knifflige dabei ist, dass man dabei die Tabuwörter nicht in den Mund nehmen darf. Der gesuchte Begriff und Teile davon sind selbstverständlich auch Tabu.

Rutscht einem doch einmal ein verbotenes Wort heraus, bekommt man von den beiden flankierenden Kontrolleuren des anderen Teams einen Buzzer-Ton zu hören. Bei Midnight-Tabu liegt anders als beim Original ein elektronischer Buzzer (ohne Batterien) der Schachtel bei.

Egal ob gebuzzert wird oder man eine Karte freiwillig überspringt. Das gegnerische Team erhält dafür einen Punkt. Für das eigene Team hat man am Ende der Minute so viele Punkte sammeln können, wie viele Begriffe man erfolgreich erklären konnte.

Wenn jeder Spieler einmal Begriffe erklärt hat, endet das Spiel. Gewonnen hat das Team mit den meisten Punkten (= erklärten Begriffen).

Spieletester

30.07.2017

Fazit

Tabu macht immer noch eine Menge Spaß und ist nach wie vor eines der am besten geeigneten Spiele für größere Spielrunden. Das Spielprinzip von Midnight-Tabu unterscheidet sich nicht vom Original, die Karten enthalten aber ausschließlich mehr oder weniger brisante Begriffe. Nippelblitzer, Cougar, Dreier oder Dessous wollen beispielsweise erklärt werden. Erotisch oder explizit geht es aber auf wenigen Karten zu. Viele Begriffe, wie Barkeeper oder Therapie stammen aus der Erwachsenenwelt, ein Großteil würde aber auch in eine Familienausgabe von Tabu passen (Snapchat, Hoodie, Arschbombe, Limo). Alles in allem eine gute und kurzweilige Auswahl der Begriffe – neue aktuelle Karten, bei denen immer wieder ein Begriff auftaucht, der zum Schmunzeln anregt oder die Bäckchen rot verfärbt macht die Mischung aus.

Weniger gut gefällt mir, dass die klassische „Tabu-Hupe“ durch einen elektronischen Buzzer ersetzt wurde. Ich habe nichts gegen Elektronik in Spielen, aber nur nur dann, wenn sie auch Sinn macht. Eine Sanduhr oder in diesem Fall einen einfachen Hup-Blasebalg durch ein elektronisches Gimmick zu ersetzen empfinde ich als unnötig. Es nervt nämlich einen Schraubenzieher und zwei Batterien zu suchen, nur um ein Geräusch abspielen zu können.

Aber Spaß macht Tabu immer noch. Mit den neuen Karten der getesteten Midnight-Variante kommt das Spiel sicher bei einigen der im Sommer anstehenden Bier- und Grillfeste auf den Tisch.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Schnelles Spiel
  • Einfache Regeln
  • Für große Gruppen geeignet
  • Neue Begriffe

Minus

  • Für den Buzzerton sind Batterien notwendig. Die klassische und einfache Tabu-Hupe wäre unserer Spielrunde lieber gewesen

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 4 bis 20
Alter: ab 18 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Hasbro
Zubehör:

264 Tabu-Karten, Tabu-Buzzer, Sanduhr, Werungsblock, Spielregeln

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