Splendor Kids

Die Königin von Splendor beauftragt uns mit einer wichtigen Mission. Wir müssen die Dörfer und Städte in Splendor mit Obst und Gemüse versorgen. Gelingt uns das gut, dürfen wir in den Palast der Königin und werden mit einem Orden gewürdigt. Ob die Kids-Variante dem Original das Wasser reichen kann, findet ihr im Testbericht raus.

Nach über 10 Jahren bekommt der Klassiker Splendor endlich eine Kids-Variante. Viele schwelgen dabei in Nostalgie und sehen die Neuheit mit der rosa-roten Brille ganz entzückt an. Wir dagegen haben uns die knallharte Rückmeldung von Kindern zwischen 5 und 8 Jahren geholt. 

Schau mal, eine Feder im Hut

Beim aller ersten Spiel wird das Material bewundert. Die Spielfiguren und die Ressourcen sind schön haptisch und mit Details gespickt. Der Spielplan und die Aufkleber für die Figuren schauen nicht nur knuffig aus, sondern es wirkt alles sehr übersichtlich. Nur die Beklebung des Ressourcenspenders ist nichts für Kinder. Einmal verklebt, kann es nur unschön korrigiert werden, da der Spender aus einem fusselig gepressten Material besteht. Das restliche Material ist einwandfrei und gut umgesetzt.

Der Aufbau dauert länger als das Regeln lesen und verstehen. Es ist wirklich simpel: Entweder Ressourcen nehmen oder diese ausgeben und mit der Figur ziehen. Selbst die Kleinsten haben keine Probleme den Regeln zu folgen. Alle starten im Hafen und müssen den Wegen entlang durch Dörfer und Städte ins Ziel - in den Palast. Beim Nehmen gibt es drei Möglichkeiten, die auf jedem Spielertableau abgebildet sind. Beim Erreichen von Dörfern hat man einen weiteren Zug und bei Städten gibt es eine permanente Ressource als Belohnung. Schnell beginnt das Wettrennen in den Palast.

Ich schnapp mir jetzt zwei Nüsse, damit kein anderer sie bekommt

Jedes Dorf und jede Stadt möchte bestimmte Ressourcen. Die Kinder müssen mit Salat, Apfel und Co. planen, um voranzukommen. Durch die Knappheit der Ressourcen ist es aber gar nicht so einfach. Vor allem hier entsteht bei mehreren Personen eine schöne Dynamik. "Wenn ich jetzt 3 Äpfel ausgeben, dann kann sich du die dir wieder nehmen" oder "Ich schnapp mir jetzt 2 Nüsse, damit es kein andere bekommt" hört man am Tisch. Zum Glück gibt es noch Gold als Ressource, die man als Joker einsetzen kann. Damit kann ein Kind nicht auf benötigten Ressourcen wie eine Bruthenne auf ihren Küken sitzen und horten. 

Im Palast liegen vier Orden aus. Theoretisch können alle am Tisch gewinnen. In unseren Partien gewinnt meisten eine oder zwei Personen. Sobald die erste Spielfigur die Königin von Splendor erreicht, kommen alle ein letztes Mal nochmal dran und können mit etwas Glück auch in den Palast ziehen. Dabei sind die Kinder auch nett und sprechen sich sogar ab damit der eine oder andere auch noch ins Ziel kommt. Die erste Person darf auch als erstes einen Orden auswählen: Das Einhorn ist besonders beliebt.

Aus der Sicht der Erwachsenen

Als Fan des Originals vermisst man vielleicht die funkelnden Edelsteine und etwas Spannung aber wenn man den Kindern zuhört, merkt man schnell: Es ist ein gelungenes Spiel. Im Vergleich zu Splendor ist die Kids-Variante sogar weniger glückslastig, weil man genau weiß wie viel an Ressourcen da sind und es ist immer ersichtlich welche Ressourcen für den nächsten Ort brauche. Die Spannung wird durch die Dynamik unter den Kindern erzeugt. Darum ist es vor allem zu dritt und viert besonders spielenswert.

 

Spieletester

28.04.2026

Fazit

Ein sehr gelungenes Kinderspiel, das vor allem beim öfteren Spielen taktischer ist als gedacht. Im Vergleich zur "erwachsenen" Version Splendor ist die Kids Variante sogar weniger glückslastig und übersichtlicher. 

Durch den modularen Spielplan gibt es auch die Möglichkeit eines kurzen Spiels, die es nicht wirklich braucht. Den meisten Spielspaß hat man zu dritt und zu viert mit dem ganzen Spielplan. Durch die einfachen Regeln kommen auch die Kleinsten sehr gut mit.

Das schöne Spielmaterial und der Fakt, dass theoretisch jeder gewinnen kann, machen Splendor Kids zu einer runden Sache.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfache Regeln 
  • übersichtlich und kindgerecht
  • sehr schönes Spielmaterial
  • schönes Artwork
  • modularer Spielplan

Minus

  • wenig Spielspaß bei zwei Personen
  • braucht viel Platz

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: 20 bis 30 Minuten
Preis: 29,90 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Asmodee
Grafiker: Olivier Danchin
Zubehör:

1 modulare Spielplan

4 Spieler-Tableaus

4 niedliche Spielfiguren

1 Ressourcen-Vorrat

42 Ressourcen-Marker (je 7 pro Farbe)

20 quadratische Stadt-Plättchen (je 4 pro Farbe)

Das Palasttor

4 Orden der Königin

8 runde Dorf-Plättchen

1 Regelbuch

 

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