Magnete, Süßigkeiten oder Gewürze - diese Urlaubssouvenirs kennt wohl jeder. Nicht jedoch die abenteuerlustige Oma Hilde. In ihrem Gepäck finden sich allerlei abstruse Gegenstände, die spannende Geschichten dahinter vermuten lassen. Und sie braucht unsere Hilfe, um das Chaos wieder zu ordnen.
Auf die Koffer, fertig, los!
Der Spielaufbau ist schnell erledigt. Die 40 Zahlenkarten werden gemischt und sieben davon in einer Reihe ausgelegt. Diese Karten stellen das Gepäckband dar. Immer, wenn ein Gegenstand vom Band genommen wird, rutschen die restlichen Karten nach und ein neues Gepäckstück wird hinten angereiht.
Außerdem erhält jeder sieben Chips, die genutzt werden können, um einen begehrten Gegenstand vom Band zu nehmen, der sich weiter hinten befindet. Denn wer ist nicht neugierig auf einen Koffer voll Geld, eine mysteriös leuchtende Truhe oder… Moment mal, ist das etwa ein Skorpion der gerade vorbeifährt?!
Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Gepäckstücke nach Farbe und Größe sortiert zu sammeln, um so die meisten Punkte zu ergattern. Gespielt wird reihum. Wer am Zug ist, nimmt eine Karte aus der Reihe und platziert sie in seiner Auslage. Diese besteht aus bis zu vier aufsteigenden Farbreihen. Befindet sich bereits eine Karte derselben Farbe in der Auslage, wird geprüft, ob die neu genommene Karte höher oder niedriger ist als die bereits ausliegende. Hat die neue Karte einen höheren Wert, wird sie offen in die Farbreihe gelegt. Ist sie niedriger, muss die Karte umgedreht und verdeckt gespielt werden. Jede verdeckte Karte zählt am Spielende einen Minuspunkt.
Das Spiel endet, sobald die Kartenreihe nicht mehr aufgefüllt werden kann.
Zum Schluss werden alle Punkte zusammengezählt. Eine Karte gibt Punkte entsprechend ihres Zahlenwerts. Die verdeckten Karten werden abgezogen und jeder übrig gebliebene Chip ist am Ende einen Punkt wert. Damit endet das Spiel und der Kampf um Oma Hildes Dankbarkeit.
Spieletester
Fazit
Koffer, Katze und Sombrero ist ein kurzweiliges und schnelles Familienspiel, mit leicht zu erlernenden Regeln. Die Set-Collection-Spielidee ist zwar nicht neu, aber die teils skurrilen Gegenstände auf dem Gepäckband, zaubern einem immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen.
Das Spiel in seiner Grundform bietet allerdings wenig Abwechslung oder benötigt besonders viel taktisches Geschick, weshalb der Wiederspielwert eher gering ist. Zumal das Punktesystem unausgeglichen wirkt, da es sich kaum lohnt, kleinere Zahlen zu sammeln, sondern es lukrativer ist, hohe Zahlen zu nehmen und dafür die geringen Minuspunkte durch verdeckte Karten einzustecken.
Durch die 15 enthaltenen Sonderkarten, die für jede Partie neue Spezialregeln einführen, wird das Spiel jedoch abwechslungsreicher und kann dadurch aufgepeppt werden.
Wer also ein unkompliziertes und schnelles Familienkartenspiel für zwischendurch sucht, das durch seine amüsanten Illustrationen besticht und in Urlaubsstimmung bringt, wird mit Koffer, Katze und Sombrero durchaus Freude haben.
Plus
- amüsante Illustrationen
- schnell und kurzweilig
- Abwechslung durch Sonderkarten
Minus
- Punktesystem wirkt etwas unausgeglichen
- wenig Interaktion und Spannung
- das ständige Nachschieben der Karten ist störend
Kommentar verfassen
Details
40 Zahlenkarten
15 Sonderkarten
32 Chips
1 Spielanleitung
Statistik
Derzeit findest Du auf spieletest.at
7837 Gesellschaftsspiele-,
1675 Videospielrezensionen
2311 Berichte.