Wir lassen den hektischen Alltag hinter uns und schlüpfen in die Rolle eines ambintionierten Gutsbesitzers. Unsere Vision: Den erfolgreichsten und effizientesten Bauernhof der Region schaffen.
Unser Bauernhof besteht zu Beginn lediglich aus drei Gebietskarten, die wir mit Bäumen, Gemüse und Tieren beleben wollen. Es geht aber nicht darum, ein bisschen Getreide anzubauen, sondern ein funktionierendes Ökosystem aus Feldern, Viehzucht und Wirtschaftsgebäuden zu schaffen.
Anbauen, Ernten, Expandieren
Basierend mit einer Mischung aus klugem Ressourcenmanagement und dem taktischem Platzieren von Plättchen und Markern haben wir es hier mit einem klassischen und wettbewerbsorientierten Aufbauspiel zu tun. Wir konzentrieren uns dabei auf unseren eigenen Hof, konkurrieren dabei aber auch mit den Mitstreitern um die besten Karten und lukrativsten öffentlichen Aufträge.
Mit einem Arbeitsplan, auf dem unsere Marker zunächst noch viele der Aktionsfelder verdecken, drei brachliegenden Gebieten, vier Arbeitskräften und ein wenig Geld starten wir in den Kreislauf der Jahreszeiten. Jede unserer Arbeitskräfte kann den Effekt eines unserer freien Arbeitsfelder ausführen. Wir haben immer die Wahl, entweder zu arbeiten oder den Tag zu beenden und alle Kräfte wieder zurückzunehmen. Je nach Anzahl der zurückkehrenden Arbeiter dürfen dann Marktaktionen ausgeführt oder eine Karte aus der Auslage genommen werden.
Die Gebiete gibt es in den fünf Arten Wiese, Haus, Stall, Acker und Garten. Jedes Gebiet hat exklusiv einen Auftrag für den Landwirt und die Maßgabe, wie viele Projektkarten in das Gebiet gespielt werden dürfen, um den Auftrag entsprechend zu erfüllen und Siegpunkte zu kassieren.
Die Sonne als treibende Kraft
Projektkarten können nur durch Verwendung von Sonnenstunden auf passende Gebietskarten gespielt werden. Bei geschickter Platzierung werden sofortige Effekte oder Warenproduktionen ausgelöst. Sobald ein öffentlicher Auftrag erfüllt werden kann, wandert ein Marker vom eigenen Tableau auf den Auftrag und die Belohnung wird ausgeschüttet. Gleichzeitig kann damit natürlich auch wieder ein zusätzliches Aktionsfeld auf dem eigenen Board freigeschaltet werden, was sich in Summe sehr belohnend anfühlt und weitere Entwicklungsmöglichkeiten offenbart.
Sobald ein Landwirt mit seinem Siegpunktmarker auf der entsprechenden Leiste das Ende erreicht hat, darf jeder noch zwei Züge machen, bevor der Sieger feststeht.
Spieletester
Fazit
Landgut hinterlässt ein belohnendes Aufbau-Gefühl ohne destruktive Interaktion. Anfangs ist die Symbolsprache zwar nicht sofort verinnerlicht, doch die Lernkurve verläuft streng linear bergauf. Belohnt wird man mit schnellen Spielzügen und einem hohen Wiederspielreiz.
Vor allem Optimierer sind hier in ihrem Element und auch erfahrenen Taktikern bietet sich eine überraschende Tiefe. Trotz einfachem Einstieg ins Spiel ist es extrem befriedigend, wenn man sieht, wie sich das eigene Gut mit Leben füllt und die Vorräte anwachsen. Durch die unterschiedlichen Gebäude-Kombinationen ist jede Partie anders und auch die grafische Gestaltung mit meist warmen Farben unterstreicht den Wohlfühlcharakter.
Interaktion mit anderen Landwirten spielt eine eher untergeordnete Rolle und beschränkt sich lediglich auf das Wegschnappen von Aufträgen oder Karten aus der Auslage. Wenn gegen Ende einer Partie die Analyse-Paralyse einsetzt, kann die Downtime schon mal in die Höhe schnellen, doch mit Entscheidungsfreudigen wird das eher nicht passieren.
Plus
- mit Solitär-Variante
- reichhaltiges und wertiges Material
- richtig viele verschiedene Karten
- hoher Wiederspielwert
- Worker-Management mit Kniff
Minus
- Analyse-Paralyse möglich
- geringe Interaktion
Kommentar verfassen
Details
181 Karten,
4 Arbeitspläne
16 Arbeitskräfte
52 Marker
60 Körbe/ Münzen
6 Auftragsplättchen
1 Siegpunkteleiste
1 Anleitung
Statistik
Derzeit findest Du auf spieletest.at
7998 Gesellschaftsspiele-,
1678 Videospielrezensionen
2335 Berichte.