One-Hit Heroes

Wo One-Hit Heroes draufsteht ist One-Hit Heroes drin. Denn in diesem kooperativen Boss-Battler verlieren die Comic-Helden, sobald sie den ersten Treffer kassieren.

Ich finde es ja super, dass wir heute einem weit verbreiteten Problem in Actionfilmen auf den Grund gehen: Während die Helden jede Menge an Verletzungen überstehen und aus den halsbrecherischsten Manövern lebend herauskommen, sind die Bösen nicht nur oft unglaublich unfähig, sondern auch schon durch den leichtesten Tritt in den Bauch außer Gefecht gesetzt. Nicht so, bei One-Hit Heroes, denn hier reicht ein Treffer, um als gesamtes Team zu verlieren.

Episode I - Die Dunkle Bedrohung

Nachdem sich alle Mitspieler für einen Helden entschieden und das passende Starterdeck mit Gegenständen, Waffen und Rüstungen geschnappt haben, kann das Abenteuer beginnen. Der erste Boss betritt die Bühne. Er verfügt über eine feste Anzahl an Lebenspunkten sowie Fähigkeiten, die ganz auf Zerstörung und Verderben ausgelegt sind. Indem Karten aus dem Heldendeck ausgespielt werden, kann dem Boss Schaden zugefügt werden. Das bleibt jedoch nicht ohne Folgen, denn mit jedem zugefügten Schadenspunkt steigt der Aggro-Wert des jeweiligen Helden. Je höher dieser Wert klettert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, vom Boss tödlich getroffen zu werden. Zum Glück verfügen die Helden auch über Fähigkeiten, mit denen sich der Aggro-Wert wieder senken lässt und die Situation zumindest kurzzeitig entschärft wird.

Episode IV - Eine neue Hoffnung

Gelingt es der Gruppe, den Boss zu besiegen, folgt eine kurze Verschnaufpause und neue Hoffnung keimt auf, denn es gibt ein Booster-Pack als Belohnung. Jeder Spieler erhält so zwei Karten, um das eigene Heldendeck aufzuwerten. Damit ist man deutlich besser auf die kommenden Kämpfe vorbereitet. 

Wie viele davon warten noch? In One-Hit Heroes gibt es insgesamt zwei Episoden mit jeweils vier Bossen. Die Dauer eines Kampfes variiert dabei je nach Spieleranzahl, bleibt aber jedenfalls unter einer halben Stunde. Wer das Spiel einmal durchgespielt hat, kann den Schwierigkeitsgrad anschließend nach Belieben anpassen. So einfach ist es aber ohnehin nicht, dorthin zu kommen, denn die Bosse sind tatsächlich ernstzunehmende Gegner.

Spieletester

21.02.2026

Fazit

Mit den individuellen Fähigkeiten eines Helden zum Erfolg der Gruppe beizutragen, ist ein Konzept, das man schon aus vielen anderen Spielen kennt. Ich bin immer ein großer Fan davon, wenn sich die Helden und ihre Fähigkeiten stark voneinander unterscheiden und jeder eine klar erkennbare, einzigartige Rolle einnimmt. Das ist bei One-Hit Heroes teilweise der Fall, wobei aus meiner Sicht noch mehr möglich gewesen wäre.

Grundsätzlich kommt One-Hit Heroes mit relativ wenigen Regeln aus, was das Spielerlebnis kurzweilig macht. Andererseits besteht dadurch aber auch die Gefahr, dass sich das Spiel auf Dauer etwas eintönig anfühlt. Zwar unterscheiden sich die Bosse deutlich voneinander und bringen immer wieder neue Aspekte ins Spiel, die einzelnen Heldenzüge ähneln sich jedoch oft stärker, als ich es mir gewünscht hätte. Dass es separat verpackte Booster-Packs gibt, die nach und nach freigeschaltet werden, weckte bei mir als ehemaligem Yu-Gi-Oh-Spieler aber sofort nostalgische Kindheitsgefühle.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • gut verständliche Regeln
  • flexibel in der Spiellänge
  • Booster-Packs

Minus

  • Gefahr der Eintönigkeit
  • kann "durchgespielt" werden

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 15 bis 60 Minuten
Preis: 35,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Frosted Games
Zubehör:

4 Helden-Decks aus je 12 Karten

70 Marker

4 Energie-Anzeiger

1 Heldenwürfel

1 Angriffswürfel

2 Episoden (Die Fabrik, Der neue Westen)

 

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