Karakorum

Der Karakorum ist ein Gebirgszug in Asien, in dem man unter anderem den zweithöchsten Berg der Welt, den K2, findet. Wenig überraschend, geht es im Spiel Karakorum ums Bergsteigen. Wer ein angesehener Bergsteiger sein will, muss alle Mitspieler überflügeln.

Spielidee

In Karakorum hat Reiner Knizia sein Lost Cities-Spielprinzip und andere Elemente, wie "deine stärkste Kategorie zählt nicht", wiederverwendet: Es gibt Karten in drei Farben, mit Werten von 1 bis 8, die aufsteigend ausgelegt werden wollen. Wer wenigstens drei Karten korrekt anordnet, kann sie gegen die Bewegung einer Expedition eintauschen. Sind alle Karten aufgebraucht, muss zuerst ermittelt werden, wer überhaupt mit in die Wertung darf.

Man muss nämlich in einer Farbe der Beste sein, sonst schließt man das Spiel mit null Punkten ab! Was bedeutet, dass im Spiel zu viert schon mal fix ein Spieler als Verlierer da steht. Man sollte es mit dem Bester-sein aber nicht übertreiben, denn jene Farbe, in der ich am weitesten gekommen bin, wird in meiner Punktezählung nicht berücksichtigt, nur die anderen beiden Farben kommen in die Wertung.

Aufbau

Jeder Spieler bekommt eine Gipfeltafel, sie zeigt die Laufstrecke der Expeditionen. Von jeder der drei Expeditionsfarben erhält man eine Figur. Die Zwischenzielkarten werden bereit gelegt und die Gipfelkarten als verdeckter Stapel bereit gelegt. Los geht's!

Spielzug

Ein Spielzug beginnt damit, dass der aktive Spieler Gipfelkarten aufdeckt. Wenigstens eine muss er aufdecken, höchstens eine mehr als die Spielerzahl ist darf er. Dann muss er beliebig viele Karten einer Farbe nehmen. Die anderen Spieler dürfen je eine der verbleibenden Karten nehmen. Ausnahme: Ist trotz aufgedeckter Maximalkartenzahl nichts darunter, was der aktive Spieler verwenden kann, muss er nichts nehmen.

Nun muss man die genommenen Karten in seine Kartenreihen einbauen. Von den Reihen hat man von einer Farbe maximal zwei Stück, von den anderen Farben je eine. Einbauen heißt immer, dass die neue Karte höher sein muss, als die zuletzt gelegte Karte dieser Reihe.

Top oder Flop?

Bei der oder den Reihe(n), an die ich etwas angelegt habe, darf ich einen Abschluss finden, wenn sie wenigstens drei Karten umfassen. Entweder erfülle ich eine Zwischenzielkarte (die fordert z.B. eine Reihe von mindestens 4 Karten) und darf die auf ihr aufgedruckten Schritte gehen. Oder ich zähle die Eispickel auf den Karten der Expedition, von denen es null bis drei pro Karte gibt, und gehe die Anzahl vorwärts.

Ich darf unvollständige Expeditionen (also solche mit ein bis zwei Karten) aber auch abreißen, um Platz zum Ablegen zu schaffen. Das bringt mir in weiterer Folge vielleicht bessere Wertungschancen, im Moment des Abrisses bringt es aber Minuspunkte.

 

Spieletester

15.02.2026

Fazit

Es ist schon einiges an Glück dabei, ob man bald für sich passende Karten aufdeckt, oder ob nur Mist dabei ist. Blöderweise profitieren die Mitspieler davon, wenn ich Mist gezogen habe. Man ist aber verleitet dazu, dass man möglichst rasch eine lange Kletterroute zusammenstoppelt, also viele Karten aufdeckt. Wenn man es selbst nicht macht, machen es vielleicht die Mitspieler und kassieren die entsprechenden Bonuskarten.

Der Kniff des Spiels liegt darin, dass man in allen Farben gut sein muss. Aber wenn man nicht in einer Kategorie besonders gut ist, wird es mit dem Gewinnen definitiv nichts. Wenn man sich jedoch auf eine Farbe konzentriert, bleiben die anderen vernachlässigt... Es ist zum Mäuse melken. Gleichzeitig muss man positiv hervorheben: Es bleibt bis zum Schluss spannend, wie die Partie ausgehen wird.

Die Ausstattung ist tadellos, auch die Anleitung. Wer sich an der leicht verkopften Wertung nicht stört, kann sich mit Karakorum ein einfaches, aber trotzdem taktisches Spiel ins Haus holen.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfach zu erlernen

Minus

  • glückslastig, ob man die benötigten Karten zieht oder nicht
  • die Punktewertung ist etwas verkopft

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 25 bis 40 Minuten
Preis: 22,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Trefl
Autor: Reiner Knizia
Zubehör:

4 Gipfeltafeln
120 Gipfelkarten
12 Zwischenzielkarten
12 Expeditionsfiguren
1 Startspielerfigur
1 Spielanleitung

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7962 Gesellschaftsspiele-,
1678 Videospielrezensionen
2324 Berichte.