Burgle Bros Blackjack

Wir sind Einbrecher in einem Hochsicherheitsbau, jede Person auf ihrem eigenen Stockwerk. Mit einem speziellen Poker-Kartenspiel knacken wir Tresore, tauschen Infos und vermeiden Alarm – bis jeder sein Safe-Ziel erreicht hat.

Wie läuft das Spiel?
Wie schon in den Vorgängern versuchen wir kooperativ einen Einbruch zu vollziehen. Gespielt wird fast vollständig mit einem Pokerdeck in Blackjack-Manier.

Mit verschiedenen Charakteren, die unterschiedliche Fähigkeiten haben, machen wir uns an den Einbruch. Wir ziehen eine Karte, tauschen sie ggf. mit der offen ausliegenden Karte in der Mitte (wichtig für unsere Mitspieler) und versuchen, fünf Karten derselben Farbe offen auszulegen. Dabei dürfen wir uns nicht verzocken: Über 21 müssen wir den Zug sofort beenden – sehr schlecht, wenn gerade eine Wache ausliegt, denn dann lösen wir Alarm aus, verlieren einen Tarnmarker (entspricht einem Leben) und müssen zwei Karten abwerfen. Meist ist ein freiwilliges, frühzeitiges Aussteigen sinnvoller. Liegen wir jedoch unter 16, droht ebenfalls Alarm. Kern der Partie ist das vorsichtige „Pushen“ mit Teamabsprachen und gezieltem Kartentausch.

Erreichen wir 5/10/15/20 Punkte, dürfen wir jeweils eine verdeckte Karte anschauen – das erleichtert die Planung spürbar. Bei 21 wählen wir einen von mehreren Effekten und können z. B. Wachen aus den Auslagen unserer Kumpane abwerfen, um deren Tarnmarker zu schützen. Knacken wir den Tresor, ziehen wir einen Gegenstand; dafür wird es in künftigen Runden schwerer, uns zu tarnen.

Spielende und Anpassungen
Wir gewinnen, sobald alle Tresore geknackt wurden. Wir verlieren, sobald eine Person ihren letzten Tarnmarker abgeben musste.

Nehmen maximal zwei Spieler am Raubzug teil, kommt zusätzlich die Karte „Mann im Van“ ins Spiel, die das Weitergeben von Karten erleichtert.

 

Spieletester

26.02.2026

Fazit

Ein kooperatives Blackjack mit Einbrechersetting – und es funktioniert erstaunlich gut. Die Regeln sind schnell erklärt, am Tisch entsteht Casino-Fieber: Ziehen wir noch eine Karte? Passen wir lieber? Schanzen wir einem Mitspieler eine Top-Karte, obwohl sie uns selbst nicht hilft?

Die Charakterfähigkeiten geben dem Kartengerüst Profil – beachtlich für ein Spiel mit rund 70 Karten. Dennoch nutzt sich das Blackjack-Gefühl nach einigen Partien ab. Es fehlt an Varianz bei Gegenständen, Fähigkeiten und im Ablauf. Das ist dem Umfang geschuldet und für den Preis okay.

Unterm Strich: coole Spielerfahrung, aber kein Dauerbrenner.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • cooles Setting
  • gute Integration von Poker-Karten
  • Gegenstände und Fähigkeiten

Minus

  • sehr geringer Umfang
  • motiviert nicht langfristig

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 20 bis 30 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Fowers Games
Autor: Tim Fowers
Grafiker: Ryan Goldsberry
Zubehör:

1 Pokerdeck mit Joker

9 Fähigkeitskarten

9 Ausrüstungskarten

4 Übersichtskarten

1 "Fahrer im Van"-Karte

1 Anleitung

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