In Jewels werden Spieler zu Schmuckdesignern und Würfel zu Edelsteinen. In einem Wettstreit um Ohrringe, Ketten und Armreife gewinnt, wer die stimmigste Schmucksammlung zusammenstellen kann.
Die minimalistisch gestaltete Verpackung von Jewels gibt bereits einen guten Hinweis auf das zentrale Spielkonzept. Transparente Würfel in unterschiedlichen Farben dienen als Edelsteine, mit denen Schmuckstücke vervollständigt werden. Wer diese clever einsetzt, sammelt Siegpunkte und kommt dem Spielsieg ein Stück näher.
Rohmaterial besorgen
Zu Beginn jeder Runde wird das Juwelenangebot für diesen Durchgang festgelegt, indem eine bestimmte Anzahl an Würfeln in die Schmuckschale geworfen wird. Anschließend startet die Einkaufsphase, in der die gewürfelten Augenzahlen entscheidend sind. Beginnend mit dem Startspieler wählt jeder eine Augenzahl und nimmt alle Würfel mit genau diesem Wert zu sich. Wer später an der Reihe ist, muss je nach Würfelergebnis oft mit einer weniger attraktiven Auswahl leben. Da der Startspieler jedoch regelmäßig wechselt, bleibt das Ganze fair und ausgewogen.
Schmuck herstellen
Jetzt zählt nicht mehr die Augenzahl, sondern ausschließlich die Farbe der Würfel. Wer am Zug ist, wählt ein Schmuckstück aus der gemeinsamen Auslage und platziert passende Würfel auf die noch freien Felder des jeweiligen Klunkers. Wird ein Schmuckstück dadurch vollendet, darf man es sofort an sich nehmen und es wird Teil der eigenen Schmucksammlung.
Nicht immer lässt sich ein Schmuckstück jedoch direkt fertigstellen. Oft legt man damit ungewollt die Basis für die Mitspieler, was eine sorgfältige Planung umso wichtiger macht, um am Ende nicht leer auszugehen. Der jeweils letzte übrig gebliebene Würfel darf auf der eigenen Werkbank platziert werden. In der Folgerunde kann er dann für Sonderaktionen genutzt werden.
Edle Kollektion oder Kategorie Kaugummiautomat?
So viel sei vorweggenommen: Einfach drauflos zu bauen und jedes erreichbare Schmuckstück zu fertigen, führt noch lange nicht zu einer ästhetischen Sammlung. Das große Ziel bei Jewels ist es vielmehr, möglichst vollständige Sets aus zusammenpassenden Schmuckstücken zu sammeln. Ein Set muss immer dasselbe Rohmaterial teilen, also Silber, Gold oder Rosé, und mindestens eine gemeinsame Würfelfarbe aufweisen.
Da die Punkte für vollständigere Sets exponentiell ansteigen, ist es essenziell, sich früh zu überlegen, auf welche Schmuckstücke man hinarbeitet. Ebenso wichtig ist es, gelegentlich gezielt Teile wegzuschnappen, bevor sie einem Mitspieler vor der Nase landen. Genau dieses Abwägen macht einen großen Teil des Reizes aus.
Spieletester
Fazit
Jewels spielt sich im besten Sinne überraschend kurzweilig. Obwohl das Spiel nicht übermäßig komplex ist und dadurch leicht verständlich bleibt, eröffnet es einige Möglichkeiten, die eigene Taktik gezielt zu beeinflussen.
Natürlich gibt es wie bei den meisten Set-Collection-Spielen einen gewissen Glücksfaktor. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ist oft von Vorteil. Das ist aber vollkommen in Ordnung so und Teil des Konzepts.
In Summe ist Jewels also durchaus gelungen und lädt zu mehreren Runden hintereinander ein.
Plus
- schönes Spielmaterial
- kurzweilig
- leicht verständlich
Minus
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Details
40 Würfel
48 Schmuckkarten
8 Bonuskarten
4 Rundenzähler
4 Spielertableaus
1 Schmuckkasten
1 Diamant
Statistik
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