Die Besiedelung des neuen Planeten schreitet schnell voran. Es gibt einen riesigen Bedarf an Strom, den ihr mit euren Firmen nur zu gerne befriedigen wollt. Geld erobert nun mal unsere Welt, auch wenn sie in neuer Umgebung spielt.
Schafft ihr es, euer Netzwerk schneller als die Konkurrenz von Stadt zu Stadt auszubreiten und somit das meiste Geld zu scheffeln?
Tribut an Outpost
Die über 20-Jährige Erfolgsgeschichte von Funkenschlag ist für Autor Friedemann Friese eng mit dem Spiel Outpost verbunden. Das Spiel war seiner Zeit weit voraus und diente bei der Entwicklung von Funkenschlag als eine der wichtigen Inspirationsquellen.
Diesmal besiedeln wir einen Planeten und nutzen dessen Oberfläche, um Städte mit Häusern, Kraftwerken und Unterkünften in einem eigenen Netzwerk miteinander zu verbinden. Ansonsten finden wir vieles wieder, was uns auch in Funkenschlag begeistert hat. Doch statt Ressourcen zu kaufen, versuchen wir Menschen einzustellen, die in unseren Kraftwerken arbeiten und so für die benötigte Energie sorgen. Jedes Kraftwerk kann dann eine bestimmte Anzahl an Städten mit Strom versorgen. Und weil die Arbeitskräfte natürlich auch Wohnraum benötigen, sind entsprechende Unterkünfte vonnöten.
Kraftwerke und Unterkünfte können aber nur genutzt werden, wenn entsprechende Karten auf dem eigenen Firmentableau platziert sind. Hier gibt es jeweils vier Felder für jeden Bauwerkstyp, blockiert durch entsprechende Marker. Durch den Bau eines Typs wird das Feld frei und kann mit entsprechenden Karten aus der Versteigerung belegt werden. Zusätzlich werden auf dem Tableau auch die 20 Häuser vorgehalten.
Vier Phasen zum Reichtum
Wie bei Funkenschlag gewohnt wird vor Spielbeginn der Kartenmarkt für zwei Reihen mit je vier Karten vorbereitet. Gespielt wird dann rundenweise in vier Phasen. Zunächst wird die Reihenfolge anhand der meisten angeschlossenen Städte mit Häusern bzw. der höchsten Karte festgelegt. Dann kommt die Versteigerung der ausliegenden Karten des Marktes.
Die Phase 3 dient dem Ausbau des eigenen Netzwerks mit Bauwerken in den Städten. In einer Stadt dürfen je nach Stufe maximal drei Spieler jeweils ein Haus bauen. Zusätzlich ist auch noch Platz für ein Kraftwerk oder eine Unterkunft. Auf freigeschaltete Kartenfelder des eigenen Tableaus dürfen entsprechende Kraftwerks- oder Unterkunftskarten platziert werden. Arbeitskräfte werden entsprechend der freien Unterkünftsplätze kostenfrei eingestellt, sie stehen nun dauerhaft zur Verfügung. Fehlen Arbeiter für den Betrieb der eigenen Kraftwerke, müssen Saisonarbeiter gegen den Einwurf von Münzen eingestellt werden. Diese werden nach getaner Arbeit aber auch wieder entlassen, was die Sache zur kostspieligen Angelegenheit macht.
In der abschließenden Phase 4 beginnt die Stromproduktion und Versorgung der Städte, um damit Kasse zu machen und neue Karten ersteigern zu können. Danach werden die Saisonkräfte entlassen und der Kartenmarkt wird stufenabhängig aktualisiert.
Hat eine Person im Anschluss einer Phase 3 eine Mindestanzahl an Städten mit Häusern an das eigene Stromnetz angeschlossen, endet das Spiel. Die Anzahl ist natürlich abhängig von der Spielerzahl. Es gewinnt, wer dann in einer imaginären Phase 4 die meisten Städte im eigenen Stromnetz auch tatsächlich mit Strom versorgen könnte. Erst bei einem etwaigen Gleichstand gewinnt derjenige mit mehr Geld.
Spieletester
Fazit
Funkenschlag: Outpost ist keine Erweiterung, sondern ein eigenständiges Spiel in einer anderen Umgebung. Der Klassiker ist also ausgewandert und netzwerkt nun auf einem weit entfernten fremden Planeten. Durch den Wegfall von Ressourcen verlassen wir das gewohnte Funkenschlagumfeld, denn statt die Ressourcen in den Kraftwerken zur Stromproduktion zu verbrauchen, werden einfach Arbeitskräfte eingesetzt. Und durch diverse Technologien können auch Roboter zum Einsatz kommen.
Der strategische Tiefgang wird durch neue Gebäudekarten erweitert. Mit diesen sind diverse Möglichkeiten rund um den Ausbau des Netzwerks verbunden. Sind sie einmal ersteigert, werden sie neben dem Firmentableau platziert und können fortan genutzt werden.
Wer Funkenschlag liebt und eventuell auch das ältere Outpost mag, der wird an seiner Verschmelzung sicherlich seine wahre Freude haben, auch wenn der Schwerpunkt eher auf den Mechaniken des Klassikers von Friedemann Friese liegt.
Plus
- mit herausfordernder Variante für Zwei
- gewohnter Ablauf
- gut formuliertes Regelheft
- übersichtlicher Planeten-Spielplan
- wertiges Material
Minus
- Mechanismus ist halt nicht wirklich neu
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Details
1 Spielplan
6 Firmentableaus
120 Häuser
24 Kraftwerke
24 Unterkünfte
50 Arbeitskräfte
9 Roboter
1 »Stufe 2«-Grenze
1 »Spielende«-Grenze
1 Auktionshammer
120 Elektro-Geldplättchen
20 Rabattplättchen
46 Verbindungskosten-Plättchen
46 Spielkarten
- 22 Kraftwerke
- 15 Unterkünfte
- 8 Technologien
- 1 »Stufe 3«-Karte
6 Übersichtskarten
2 Spielanleitungen (Deutsch & Englisch)
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