Feiges Huhn

Bogaaahk oder Kikeriki; Feiges Huhn oder tapferer Gockel? Das wird sich noch zeigen, denn diesem Hühnerstall reißt so mancher seinen Schnabel sehr weit auf, aber einige spucken hier nur große Töne. Zu welcher Fraktion zählt ihr euch denn zugehörig? Wisst ihr es bereits? Oder seid ihr zu feige es herauszufinden?

Willkommen im Hühnerstall:

Spitzt eure Lauscher und die Federn, denn nun erfahrt ihr wie hier der Hase… ähm, natürlich das Huhn läuft! Das Ziel ist simpel, die wenigsten Minuspunkte zu ergattern. Für eine Runde mischt ihr einfach alle Karten gut durch, legt drei als Hühnerstall verdeckt zur Seite und teilt den Rest, als geheime Stapel, gleichmäßig unter den Spielenden aus. Zahlen von eins bis acht, in den Farben blau, gelb und pink, befinden sich in den Stapeln. Jede Runde muss entweder die oberste gespielte Karte der Mitte unter den eigenen Stapel gelegt oder die eigene, oberste Karte ausgespielt werden. Beim Ausspielen müsst ihr jedoch dieselbe Farbe oder eine identische, beziehungsweise niedrigere Zahl ablegen, ansonsten muss der gesamte Ablagestapel aufgenommen werden. Ei, ei, ei, …!

Ihr habt die Wahl diese Karten nun unter euren Kartenstapel zu verfrachten oder separat als fixe Minuspunkte zu schreiben. In eurem Zug kann euch jedoch ein anderer Spieler jederzeit „Feiges Huhn“ zurufen; nehmt ihr in diesem Fall eine Karte anstelle eine zu spielen, so erhaltet ihr zusätzlich die oberste des Stapels jenes Mitspielers. Seid ihr jedoch mutig und legt eine passende Karte ab, so gebt ihr eine eurer Karten an diesen vorlauten Hahn weiter.

Am Ende, sobald ein Spieler seinen Kartenstapel auf null reduziert hat, werden die drei Karten des Hühnerstalls aufgedeckt, deren Zahlenwerte nun jeweils als einen Minuspunkt gewertet werden, sowohl in eurem übrigen Deck als auch in den zur Seite gelegten Minuspunktestapel. Karten mit Einsen darauf erbringen zusätzlich immer einen Minuspunkt. Diese werden nun allesamt ausgezählt, notiert und das Spiel so lange fortgesetzt, bis ihr keine Lust mehr habt. Simpel und schnell!

Spieletester

20.04.2024

Fazit

Faules Ei oder goldene Gans:

Was gackert denn da im Stall? Na klar, die Hühner machen den Krawall! Doch nicht nur im Hühnerstall sind die Geräusche des Federviehs zu vernehmen, auch bei euch am Spieletisch! Wenn Oma plötzlich ihren Enkel angackert und ihn als feiges Huhn bezeichnet, dann seid ihr wohl bereits in eurer ersten Partie gelandet, denn wirklich alle Altersgruppen können sich hier gemeinsam messen und jede Menge Spaß haben. Vereinfacht wird dieses Faktum zusätzlich durch die relativ kurze und gleichsam simple Anleitung, sodass ein Spiel bereits nach wenigen Minuten, nach dem Auspacken, in vollem Gange sein kann.

Was uns jedoch weniger gefallen hat ist, dass es in seiner Einfachheit zwar Laune macht und generationsverbindend wirkt, dabei aber nichts wirklich Neues auf den Tisch bringt und somit quasi null innovativ ist. Glück ist zusätzlich ein großer Faktor im Spielgeschehen, irgendwelche größeren Planungen sind also kaum möglich, muss es aber ja auch gar nicht! Ein lautes Kikeriki aber auch für den Fakt, dass sämtlicher Inhalt ohne irgendein Plastik auskommt, quasi nachhaltige Hühnerhaltung! Auf jeden Fall eine Erwähnung wert.

Gesamt also findet ihr in diesem Hühnerstall ein Spiel, das für jeden geeignet ist und die ganze Familie zusammenkommen lässt! Auch die Kurzweiligkeit der meisten Partien macht es zusätzlich zu einem guten, ungezwungenen Zeitvertreib für zwischendurch.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • für alle Altersgruppen geeignet
  • wenige, simple Regeln – rasch verstanden und angespielt
  • eher kurzweilig
  • kein Plastik beinhaltet

Minus

  • wenig innovativ – keine wirkliche Besonderheit
  • extrem glückslastig

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 6,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2024
Verlag: Amigo
Grafiker: Marco Armbruster
Zubehör:

1 Regelheft (2-seitig)

48 Karten

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