Are you chicken?

Die Hühner treten zur Mutprobe an! Sie rennen Richtung Klippe, um kurz davor zu bremsen. Wer wird es am längsten wagen nicht zu bremsen, ohne über die Klippe hinweg zu rasen? Probier es aus!

Auf los geht's los!

Ein Spieler ist der König und somit Kartengeber. Er teilt an jeden Spieler eine offene und eine verdeckte Karte aus. Jede Karte zeigt einen Geschwindigkeitswert zwischen Null und Drei, einzelne Karten zudem Sonderaktionen. Wer an die Reihe kommt, muss entscheiden, ob er noch eine Karte nehmen will oder nicht. Die neue Karten wird verdeckt hingelegt, die bislang verdeckte aufgedeckt.

Stooooooop!

Wichtige Grundregel bei Are you Chicken?: Der Gesamtgeschwindigkeitswert eines Spielers darf Fünf nicht übersteigen. Steigt der Wert mit der aufgedeckten Karte darüber, scheidet man sofort aus der Runde aus. Haben alle verbliebenen Spieler gepasst, kommt es zur Auswertung. Bei der Auswertung werden alle verdeckten Karten aufgedeckt. Ist man inklusive dieser Karte über Fünf, heißt es wieder: Pech gehabt! Von den nicht ausgeschiedenen Spielern gewinnt jener, der die meisten Karten(!) gezogen hat, bei Gleichstand der höhere Geschwindigkeitswert. Einen kleinen Vorteil hat der König: Er entscheidet Gleichstände für sich. Der Rundengewinner wird neuer König.

Abrechnung

Für seine Leistung bekommt man Punkte. Ist man über die Klippe gefallen, gibt es natürlich Minuspunkte (Ausnahme: Wenn man schon aufgrund der beiden Startkarten gescheitert ist). Der oder die Rundensieger kassieren Pluspunkte. Die Anzahl der erreichten Punkte verdoppelt sich pro zusätzlicher Karte (2 Karten = 1 Pluspunkt, 3 Karten = 2 Pluspunkt... bzw. 3 Karten = 1 Minuspunkt, 4 Karten = 2 Minuspunkte...). Die Gesamtpunktezahl wird auf den Punkteleisten festgehalten. Das Spiel endet, wenn ein Spieler 20 oder mehr Pluspunkte gesammelt hat (er gewinnt) oder ein Spieler mit mehr als 20 Punkten in der Kreide steht (es gewinnt der mit den meisten Plus-/wenigsten Minuspunkten am Konto).

Spieletester

23.11.2016

Fazit

Are you chicken? ist rasch erlernt und gespielt. Die Meinungen der Spieler sind verschieden: Während die einen ganz vernarrt in das kleine Zockerspiel sind, können die anderen damit nichts anfangen. Ich muss gestehen, eher zur zweiten Sorte zu gehören. Vor allem, weil Chancengleichheit eine Illusion ist. Natürlich ist einiges Glück dabei, wenn man Are you Chicken? spielt. Wer viele Nuller zieht, ist klar im Vorteil.

Passen oder weitermachen? Dadurch, dass man mehr Karten als der Geber bzw. mehr Karten als alle anderen haben muss, widersteht man dem Nervenkitzel nur schwer und nimmt das eine oder andere Mal eine Karte zu viel. Da man mit zusätzlichen Karten seine Mitspieler unter Zugzwang bringt, kommt manchmal der lachende Dritte, der schon früh in einer Runde ausgestiegen ist, in den Genuss des Rundengewinns. Nämlich dann, wenn sich alle anderen verpokert haben und einen letalen Geschwindigkeitsüberschuss aufbauen.

Woher hat das Spiel eigentlich seinen Namen? Im Englischen hat sich das Wort "Chicken" (Hühnchen) als Synonym für "ängstlich" etabliert. Es wird also die Frage gestellt, ob man ängstlich ist. Ich? Neeeeein. Ich nehm noch eine Karte!

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Nervenkitzel ist garantiert
  • schnell erlernt

Minus

  • die Sonderkarten sind nicht leicht verständlich, man würde sich deutliche Symbolik wünschen
  • Wertungskarten nur in japanischer Sprache verfügbar
  • die beiligende Anleitung ist sehr schlecht übersetzt, man sollte sich den Letztstand aus dem Internet herunterladen

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 10 bis 30 Minuten
Preis: 16,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2016
Grafiker: Sayuri Goto
Genre: Glück, Taktik
Zubehör:

103 Laufkarten
7 Aktionskarten
5 Punktetabellen
5 Punkteleisten
5 Punktechips
1 Königskarte

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