Targets

Wie man bei Durchsicht des Spielmaterials leicht erkennen kann wird der für das Spiel eigentlich nötige runde Tisch nicht mitgeliefert. Auch ein quadratischer nicht. Der ginge zur Not wenn man in Vollbesetzung spielt. Alle anderen Tischformen (rechteckig, nierenförmig, unregelmäßig wie der beste Spieltisch der Welt der Fairplay-Redaktion) stören die Symmetrie der Spielanordnung und benachteiligen manche Spieler.

Drei Zielscheiben werden mit etwas mehr als einer Würfelbreite Abstand voneinander in einem Dreieck in der Tischmitte bereitgelegt. Jeder Spieler platziert seine Holzscheibe, den Puck, ungefähr 20 cm von den drei Scheiben entfernt vor sich auf dem Tisch und baut mit seinen drei Würfeln einen kleinen Würfelturm auf dem Puck. Startspieler wird jener der zuerst „Target" ruft. Dabei hat der Regelleser natürlich einen klaren Vorteil. Leider ist es aber kein Vorteil Startspieler zu sein.

Spielablauf

In einem Spielzug schnippt der Spieler seinen obersten Würfel in Richtung der Targets (also der drei Zielscheiben) mit dem Ziel, dass der Würfel auf einer Scheibe liegen bleibt. So verschießt jeder reihum seine drei Würfel.

Das Schnippen hat mit Vorsicht und kontrolliert zu erfolgen. Fällt nämlich ein zweiter Würfel unbeabsichtigt vom Turm, ist dieser für die aktuelle Runde verloren. Es sei denn zwei eigene Würfel haben den selben Wert. Dann darf einer wieder zurück auf den Puck gesetzt und neuerlich geschnippt werden. Es existieren auch Regeln für das Foulspiel von Würfeln. Etwa wenn einer vom Tisch fällt oder nur schlittert und nicht wirklich rollt. Foulwürfel kommen unter den Puck.

Besonders toll ist ein Treffer genau in das Zentrum einer Scheibe. Mit dem Ausruf „Target" darf der Spieler die Scheibe sofort nehmen und als Siegpunkt sichern.

Haben alle ihre Würfel verbraucht werden die Treffer ausgewertet. Wer mit mehr Würfelaugen auf einer Scheibe vertreten ist bekommt die Scheibe und legt sie unter seinen Puck. Die Auslage wird danach wieder auf drei Scheiben aufgefüllt.

Die Regeln erlauben auch das Attackieren eines gegnerischen Würfelturms sowie den Angriff auf bereits von einem Mitspieler unter seinen Puck geschobene Scheiben. Diese Scheiben sind erst am Ende der nächsten Runde sichere Siegpunkte.

Das Spiel endet wenn der erste Spieler vier Scheiben sicher hat oder alle Scheiben ausgespielt sind. Gibt es einen Gleichstand ermitteln die daran beteiligten Spieler mit einem „golden Target", also einer alles entscheidenden letzten Zielscheibe.

Spieletester

22.02.2016

Fazit

Targets ist ein Spiel für den runden Stammtisch. Mit den vier bestellten Krügeln Bier werden vom Wirt auch vier Spezial-Targets mit Bierwerbung mitgeliefert. Zipfer bringt einen Bonus-Punkt, Gösser zwei und so weiter... Dann geht das Spiel in eine kleine Verlängerung. Für noch mehr Spielspaß bestellt man noch eine Runde.

Targets bietet nicht viel, aber genug um nach ein paar Partien über die Anschaffung eines Carrom-Bretts nachzudenken. Positiv zu erwähnen ist die Verpackung, die alles auf engstem Raum fassen kann.

Nachsatz: Interessanterweise spielten wir am selben Tag auch Space Planets, ein Kinderspiel von HABA. Es wird ein Würfel auf Weltall-Kärtchen gerollt und auch hier findet sich zwischen den Kärtchen genug Platz für den Würfel. Es ist also hier wie dort gewährleistet, dass der Würfel nicht auf zwei Kärtchen gleichzeitig liegen kann.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Platzsparende Verpackung
  • Kurze Spieldauer

Minus

  • Reine Glückssache

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 15 bis 20 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Blackrock Games
Autor: Wilfried Fort
Grafiker: Tony Rochon
Genre: Action
Zubehör:

9 Zielscheiben
12 Würfel (in 4 verschiedenen Farben)
4 Holzscheiben (in 4 verschiedenen Farben)
Spielanleitung (englisch, französisch, holländisch)
Achtung: Ein runder Tisch ist nicht im Lieferumfang inbegriffen

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