7 Steps

Die Sieben ist Programm bei 7 Steps, denn bei diesem abstrakten Spiel der Autoren Michael Kiesling und Reinhard Staupe dreht sich alles um die magische Primzahl. Sieben Spielplanfelder mit sieben Ablagefeldern für sieben verschiedene Farbscheiben, die bis auf eine Höhe von Sieben gestapelt werden dürfen. Wer in seinem Zug weniger als sieben Punkte schafft, bekommt ein Bauhilfe- oder Siegpunkt-Plättchen und kann dieses zu einem beliebigen Zeitpunkt einsetzen. Und damit wäre das Grundprinzip der Kosmos-Neuheit eigentlich schon erklärt.

Zu Beginn erhält jeder Spieler sieben hölzerne Farbscheiben, die er aus dem Stoffbeutel zieht und erst mal hinter seinem etwas zu klein geratenen Sichtschirm vor den Blicken der Gegenspieler versteckt. Das Spielfeld wird aus sieben Tafeln zusammengelegt. Wer es zu Beginn etwas einfacher mag, der wählt jeweils die Vorderseiten, bei denen immer nur eine Farbe die sieben Baufelder ziert. Bei der etwas taktischeren Variante der Rückseiten sind dann immer drei verschiedene Farben abgebildet. Wer am Zug ist führt nacheinander drei Aktionen aus. Er darf zwischen ein bis sieben eigene Scheiben verbauen, kassiert dafür Punkte und ergänzt danach seinen Scheibenvorrat wieder auf sieben.

Die erste Holzscheibe muss ein Spieler immer auf ein leeres farbidentisches Feld legen. Weitere Scheiben dürfen angrenzend in der gleichen Ebene oder maximal eine Ebene höher gelegt werden, wobei auch hier immer nur die gleiche Farbe des Feldes verwendet werden darf. Für jede verbaute Scheibe erhält der Spieler Punkte analog der jeweiligen Ebene und bewegt entsprechend seinen Marker auf der Wertungsleiste. Das Spiel endet, sobald ein Spieler seinen Vorrat nicht mehr auf sieben Scheiben auffüllen kann. Dann wird die Runde noch zu Ende gespielt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.


Spieletester

10.05.2015

Fazit

Mit 7 Steps schließt der Kosmos-Verlag nahtlos an andere abstrakte Brettspiele aus seinem Programm wie Pentago oder dimension an. Der Einstieg gelingt aufgrund der übersichtlichen Regel schnell und einfach und auch wenn das Spiel eigentlich kein Thema hat, macht es Spaß und überzeugt. Allzu große Grübler sollten allerdings nicht am Tisch sein, denn dann kann es schon mal etwas länger dauern, bis alle Möglichkeiten abgewogen und durchgerechnet sind. Wer dagegen ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat und gerne aus dem Bauch heraus spielt, der sollte hier seine Freude haben. Weil sich das Spielfeld mit den farbigen Türmen nach jedem Spielzug der anderen Spieler derart verändert, dass eine vorausschauende Planung oftmals gar nicht möglich ist, bleiben kleinere Denkpausen trotzdem nicht aus. Gegen Ende einer Partie können die gewonnenen Bauhilfe-Plättchen gerne mal das Zünglein an der Waage sein, wenn Scheiben oder ganze Türme versetzt oder vertauscht werden dürfen und sich plötzlich ganz andere Zugmöglichkeiten ergeben. Mit den Siegpunkt-Plättchen können zusätzliche Punkte generiert werden, sobald bestimmte Konstellationen erfüllt sind. Wer zusätzliche Abwechslung sucht, der kann die Spielplantafeln auch nach anderen Mustern anordnen. Fünf Vorschläge finden sich in der Anleitung und sind es wert, ausprobiert zu werden.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Kosmos
Grafiker: Andreas Resch
Genre: Glück
Zubehör:

140 Scheiben (je 20 in 7 Farben) 1 Beutel 7 Spielplantafeln (jede Tafel zeigt 7 Felder und ist beidseitig bedruckt) 4 Sichtschirme (in den Spielerfarben) 4 Wertungssteine (in den Spielerfarben) 1 Wertungsleiste (von 0 bis 40) 12 „40+“-Plättchen 1 Startspieler-Plättchen 20 Sonderplättchen - 10x „Bauhilfe“ - 10x „Siegpunkte“

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