Pentago

Ständig strengen sich Spieleautoren an, innovative Konzepte und Spielmechanismen zu entwickeln, um das Medium Spiel noch einfacher zugänglich und dabei faszinierender zu machen. Meistens muss auch noch eine sehr gute Grafik her, um dem Spiel dann auch wirklich zum Durchbruch zu verhelfen und dem Massenpublikum zugänglich zu machen . Viele dieser Konzepte oder Spielideen scheitern aber leider.
Dabei gibt es zumindest in der Sparte der Denkspiele immer wieder ganz einfache Konzepte, welche sich mit wenig Aufwand, aber mit dem entsprechenden Gespür des Autors und einem feinen Händchen für das Design zu einem Dauerbrenner entwickeln. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an solche Perlen wie Abalone oder Blokus.

Fast jeder kennt den Klassiker „Vier gewinnt“. Diese Vorlage wurde übernommen, erweitert und mittels einiger einfacher aber genialer Zusätze perfektioniert.
Grundlage von „Pentago“ ist ein Spielbrett mit 6x6 Mulden. Es scheint, dass der Designer des Spielbretts vorher den ipod mit entwickelt hat, so angenehm schaut es aus und fasst es sich auch an. Allerdings wartet der Clou des Ganzen noch auf den geneigten Betrachter.
Die Spielfläche gliedert sich in 4 Quadrate mit je 3x3 Mulden, welche sich in 90 Grad Schritten um eine jeweilige Mittelachse drehen lassen.

Jeder der beiden Spieler hat achtzehn Kugeln in seiner entsprechenden Farbe (schwarz, respektive weiß) und versucht mit abwechselndem setzen, fünf davon möglichst schnell in einer Reihe horizontal, vertikal oder diagonal an zu ordnen.
Allerdings muss jeder der beiden nach jedem Setzen einer Kugel auch ein beliebiges Quadrat um neunzig Grad drehen. Dadurch wird ständig das Spielfeld verändert und beide Spieler sind gezwungen ein wenig „um die Ecke“ und im vorraus zu denken.

Spieletester

02.04.2008

Fazit

„Pentago“ spielt sich in den meisten Fällen absolut schnell, eine Partie sollte nicht länger als maximal 10 bis 15 Minuten dauern, dann steht ein Sieger fest. Kaum jemals sind alle 36 Kugeln verbraucht oder ein Unentschieden erreicht. Auf Grund der recht kurzen Spieldauer wird immer wieder schnell der Ruf nach einer Revanche laut und entsprechend hoch ist die Langzeitmotivation.

Einziger Wermutstropfen ist die Kritik an der Verpackung. Hier kommt Pentago relativ groß und recht mächtig daher, wäre aber in der Kosmos typischen Verpackung der „Spiele für zwei“ genauso gut, wenn nicht noch besser aufgehoben gewesen. 
Weniger Verpackung, weniger Stauraum, das ideale Mitbring- oder Mitnehmspiel. So wirkt es mit Sicherheit, wie beabsichtigt?, edler, bleibt aber meistens außen vor, wenn es um das packen der Reisespieltasche geht. Schade!

Trotz allem und unabhängig davon, ist Pentago eines der wenigen innovativeren Denkspiele, welche mir in letzter Zeit über den Weg "gespielt" sind. Es reiht sich ohne Problem würdig in eine Reihe mit den schon erwähnten Abalone und Blokus ein. Unterstützend wirkt in diesem Falle auch das sehr gute Design und das haptisch perfekte Material. Die Regeln sind kurz, pregnant und absolut schnell verinnerlicht. Auch deshalb macht es einfach Spaß, immer mal wieder eine Partie zu spielen, da man Neulingen das Spiel nicht lange erklären muss.

Ich kann „Pentago“ sowohl als geniales Zwei-Personen Spiel, als auch als einfaches, aber schnell verständliches Denkspiel nur jedem ans Herz legen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Besucherkommentare

Christian | 16.12.2008

Pentago ist ein echt klasse Spiel... aber die Version aus Holz finde ich viel besser als die Kunststoffversion....

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 19,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Kosmos
Genre: Taktik
Zubehör:

Spielregel, 1 Spielbrett mit 36 Mulden und 4 drehbaren Bereichen, 36 Kugeln (18 schwarz und 18 weiß)

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