Die Sieben Siegel

Das Leben ist ein Buch mit sieben Siegeln, keiner weiß, wie es kommt. Man kann es nur abschätzen – und das ist genau das, worauf es bei diesem Spiel ankommt.

Reihum sagt jeder an, wie viele und vor allem welche (!) Stiche er machen wird. Für jeden angesagten Stich nimmt man sich ein Siegel entsprechender Farbe aus der Tischmitte. Ist ein Siegel nicht mehr vorhanden, so nimmt man es sich von einem Mitspieler. Dieser bekommt dafür ein Jokersiegel. Anstatt Stiche anzusagen, kann ein Spieler den Saboteur wählen. Der Saboteur bietet einen relativ großen Vorteil, da man in der Runde nicht mehr als vier Minuspunkte erhalten kann – und die hat man schnell mal beisammen.

Die angespielte Kartenfarbe muss bedient werden. Hat man die Farbe nicht, so kann man abwerfen oder trumpfen. Für jeden gemachten Stich gibt man ein entsprechend farbiges Siegel der angespielten Farbe ab. Hat man getrumpft, so darf es auch ein rotes Siegel sein. Jokersiegel sind für jede Farbe einsetzbar. Schade nur, wenn man einen Stich macht, aber kein entsprechendes Siegel hat! Man muss ein schwarzes Siegel nehmen. Sind bereits alle schwarzen Siegel aufgebraucht, hat man Glück und muss keines nehmen.

Sind alle Karten gespielt, folgt die Abrechnung. Für jedes übrig gebliebene, farbige Siegel erhält man zwei Strafpunkte. Die schwarzen Siegel bringen drei Strafpunkte. Ist einem ein Jokersiegel übrig geblieben, schlägt dies gleich mit vier Strafpunkten zu Buche. Der Saboteur hat einen Grundwert von 4 Strafpunkten. Für jedes schwarze Siegel bei den Gegnern erhält er jedoch einen Pluspunkt (er kann aber max. auf null Punkte kommen). Man spielt so viele Runden, wie Spieler teilnehmen. Wer dann insgesamt die wenigsten Minuspunkte auf seinem Konto hat, wird zum Sieger gekürt.

Spieletester

09.06.2004

Fazit

Wenn man ehrlich ist, dann ist dieses Spiel eine (durchaus gelungene) Mischung von Rage und Sticheln. Was leider auch aus Sticheln übernommen wurde, ist das Auszählen von Karten je nach Spielerzahl. Manche bemängeln, dass vier Strafpunkte für den Saboteur etwas wenig sind. Dies mag stimmen, wenn man in einer Anfängerrunde spielt. In einer Runde erfahrener Spieler sind Strafsiegel jedoch eher selten, daher führen die vier Strafpunkte eher zu einem schlechten Ergebnis.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Besucherkommentare

Nagna | 09.06.2004

Super Spiel. Macht süchtig, Ist easy und kann so manchen abend in die Länge ziehen.
Bei uns hat die 7 Siegel-Welle um sich geschlagen und ist der Verschenk-Hit, weil es sehr billig ist.

lg Nagna

Tomo | 22.02.2009

Für mich ist das Spiel trotz Wertungssystem und Siegel nichts anderes als ein Stichspiel in dem man immer nur versucht genaue Anzahl von Stichen zu machen. Da würde ich lieber zu einem Stichspiel mit normalen Karten oder zum Sticheln oder Tichu zugreifen.

Was die (Standard-)schachtel angeht, die fand ich schon bei einigen Amigo-Spielen dieses Formats daneben.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 10,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2003
Verlag: Amigo
Autor: Stefan Dorra
Genre: Karten
Zubehör:

75 Spielkarten, 27 Siegel, 1 Saboteur, 1 Spielregel

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