Love Letter

Die hier getestete Version ist die englische aus 2012. Mittlerweile ist bei Pegasus Spiele eine deutsche Version erschienen.

Die Verhaftung ihrer Mutter wegen Hochverrats hat Prinzessin Annette tief getroffen. Und was gibt es hehreres, als eine Prinzessin aufzumuntern? So denkt zumindest der männliche Teil der Stadt Tempest und daher möchten gleich einige Verehrer Annette den Hof machen. Die hat sich aber in ihre Gemächer zurückgezogen und wünscht, nicht gestört zu werden. Was also tun, um das royale Leiden zu lindern? Ein Liebesbrief wär's, voll mit Komplimenten... Aber wie kriegt man den zu ihr? Dafür bedient man sich der Angestellten und Vertrauten der Prinzessin. Am Ende des Tages kann es allerdings nur ein Brief bis zu ihr schaffen, überbracht von der Person, die Annette am nächsten steht – doch auf dem Weg dahin lauern noch andere Freier, die genau das selbe Ziel haben... Willkommen in Love Letter!

Die Königin ist tot, lang lebe die Königin!

Die sechzehn Karten werden gemischt und als verdeckter Stapel zur Seite gelegt, die oberste davon wird aus dem Spiel entfernt (ohne sie anzusehen) und jeder Spieler erhält eine Karte als Starthand. Der Spieler, der als letzter ein Date hatte, beginnt.

Ist man am Zug, zieht man eine Karte, wirft eine ab und führt den dazugehörigen Befehl aus. Das ist schon alles. Jede Karte hat dabei andere Effekte, wovon einige darin resultieren können, dass ein Spieler aus der Runde ausscheidet.
Bleibt nur noch ein Spieler übrig, ist die Runde sofort beendet und der zuletzt verbleibende Spieler gewinnt. Ansonsten wird so lange weitergespielt, bis die letzte Karte vom Stapel abgehoben ist. Nun wird verglichen, welche Karte den höchsten aufgedruckten Wert hat. Der Spieler, dem diese gehört, gewinnt in diesem Fall die Runde.

Der Sieger der Runde kriegt einen Zuneigungs-Marker. Wer eine bestimmte, von der Spielerzahl abhängige Anzahl an Zuneigungs-Markern für sich verbuchen kann, erhält die Erlaubnis, der Prinzessin den Hof zu machen und gewinnt somit das Spiel.

Spieletester

15.06.2013

Fazit

Love Letter ist super schnell erlernt und genauso schnell gespielt, vermittelt mit seinen nur sechzehn Karten plus Anleitung das Prickeln einer geheim heranwachsenden Liebschaft und eine coole Story und lässt dabei noch ein wenig (wirklich wenig, aber doch) Raum zum Taktieren. Erstaunlich, mit was ein Spiel auskommen kann, um all das zu erreichen. Die Karten sind schön designed, allerdings ein wenig weich geraten. Die Anleitung ist besonders toll, weil sie nicht nur alle Regeln bestens erklärt, sondern eben auch eine Geschichte erzählt. Da eine Runde in einer guten Viertelstunde gespielt werden kann, stört das hohe Glücksmoment auch gar nicht – eher im Gegenteil. Ein wirklich gelungenes Spiel, dieses Love Letter. Schnell, simpel, elegant, man kann es überallhin mitnehmen – sicher einer der besten Filler, den ich je gespielt hab.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

Teilen mit facebook twitter

Besucherkommentare

Frank W. | 09.12.2013

Das Spiel brauchte bei uns 3 Runden um richtig in Fahrt zu kommen. Wenn man allerdings anfängt dahinterzusteigen auf welch unterschiedliche Arten man seine Gegner an der Nase herumführen kann bezüglich der eigenen Kartenhand, wird es wirklich interessant. Auch die Tatsache, dass man sich jede Information genau einprägen muss (dank der nur 16 Karten flutscht das auch irgendwann halbwegs gut) um zu gewinnen gibt dem Spiel eine gewisse Tiefe. Auch wenn der Glücksfaktor manchmal sehr groß ist, ärgert man sich nicht weiter über sein Ausscheiden, die nächste Runde startet in spätestens 5 Minuten...

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 9,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2012
Autor: Seiji Kanai
Grafiker: Andrew Hepworth
Genre: Glück
Zubehör:

1 Anleitung 4 Referenzkarten 16 Spielkarten 13 Zuneigungs-Marker

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7106 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2304 Berichte.