Detective Charlie

Willkommen in Rätselstadt, Detektivin Charlie! Es geschehen kuriose Dinge, wir ersuchen um Aufklärung. Danke!
Spielidee

Sechs Rätsel gilt es in Rätselstadt zu knacken. Detektivin Charlie ist die einzige Protagonistin, sie wird gemeinsam von allen Spielern gesteuert. Alle versuchen gemeinsam auf die Lösung der Fälle zu kommen. In jedem der Fälle gibt es anfangs acht Tatverdächtige. Durch die Befragung veschiedener Stadtbewohner bekommen immer mehr Personen ein Alibi, bis nur noch die gesuchte Person übrig bleibt.

Kindgerechtes Rätseln

Das Spiel richtet sich eindeutig an Kinder, wie man an der Aufmachung unschwer erkennen kann. Alle Personen sind Tiere mit putzigen Namen, wie etwa Fifi Flamingo, Erwin Eule oder Gisela Giraffe. In jedem Fall gibt es andere Tatverdächtige und andere Aufdrucke auf den Karten (Körpergröße, Konfektionsgröße...). Letztere werden aber nur selten zum Lösen verwendet, was ich persönlich schade finde.

Wie aber erhält Charlie ihre Informationen? Jedes Rätsel kennt acht Stadtbewohner, die zudem zwei bis drei Beweismittel mitbringen. Manchmal geben sie unbrauchbares Blabla von sich, manchmal muss man Aussagen kombinieren und manchmel sind Informationen sofort nach der Befragung verfügbar. Informationen schränken den Kreis der Verdächtigen immer weiter ein, bis nur noch eine Person, der "Täter", übrig bleibt. Wobei "Täter" schlimmer klingt als es ist, handelt es sich bei der Tat doch meist um Nebensächlichkeiten: Wer hat diese Liebesbotschaft in den Sand geschrieben? Wer hat sich etwas aus dem Museum "ausgeborgt"?

Apropos Kreis: Im Kreis liegen die Karten mit den Stadtbewohnern. Charlie wird mit einem Spezialwürfel meist ein oder zwei Felder weit gezogen. Es gibt aber auch die Würfelergebnisse "zu einer beliebigen Person ziehen" und "nicht ziehen". Die letzten beiden sind damit verknüpft, dass auf der Uhr eine Stunde verstreicht. Je weniger Zeit bis zur Lösung vergeht, desto mehr Punkte erhält man.

Alle Fälle gelöst?

Nun wird die Gesamtpunktzahl mit der Tabelle vergleichen, um zu sehen, wie gut das Team abgeschnitten hat.

Spieletester

03.07.2021

Fazit

Acht Personen kann man pro Fall befragen. Man wird selten mit weniger als sieben Befragungen ans Ziel kommen. In dem Fall heißt das: sieben unterschiedliche Personen befragen. Die Stadteinwohner geben nämlich äußerst bereitwillig schon beim ersten Besuch alles preis, was sie wissen. Versteckte Informationen gibt es da nicht, man muss einfach nur ablesen und vergleichen. Selten benötigt man für die Einsicht in ein Beweismittel zuerst jenes von einer anderen Person, aber auch das wird einem genau gesagt. Übrigens soll man die Karten besuchter Stadtbewohner verdeckt zurück auf ihren Platz legen, um ein wenig Gedächtnistraining zu betreiben.

Wie gut man abschneidet hängt also vor allem davon ab, wie glücklich man würfelt. Würfelt man oft einen Fortschritt auf der Uhr, kann man sich noch so anstrengen: Es wird kein gutes Ergebnis werden. Das mag Kinder nicht so sehr stören, aber Erwachsene merken sofort, dass sie vom Spiel betrogen werden.

Da die Fälle statisch sind, kann man das Spiel nur einmal durchspielen (d. h. sechs Fälle lösen), ehe man alles kennt. Ein weiteres Mal denselben Fall zu spielen, hat keinen Reiz mehr. Aber immerhin macht man nichts (bzw. nur den Verschluss vom Lösungskuvert) kaputt und kann das Spiel gut weiterschenken.

Hier noch ein kleiner Erfahrungsbericht aus unserem Spiel: Im letzten Rätsel hatten wir die Inschrift schon durch Urlaubskenntnisse entziffert, bevor der Fall losging. Den Schlüssel für die Transkriptionstabelle zu finden, war schwierig. Die Frage "hast du den Schlüssel dafür?" ist nämlich mehr als verwirrend.

Sehen wir das Fazit aus Sicht der Zielgruppe junger Kinder: Wenn man schon lesen kann, kann man auch ohne die Hilfe Erwachsener auf Rätseljagd gehen. Das Spiel ist schön gestaltet und bietet Training für Gedächtnis und Logik.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • für Kinder geeignet
  • Box wird als Kartenhalter verwendet

Minus

  • Erwachsene langweilen sich schnell
  • sehr viel Würfelglück

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 5
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Minuten
Preis: 23,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2021
Verlag: Loki
Zubehör:

6 Kartendecks
6 Lösungsumschläge
1 Wertungsblatt
1 Taschenuhrplättchen
1 Figur mit Standfuß
1 Spezialwürfel
1 Spielanleitung

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