Seikatsu

Als japanische Landschaftspfleger schaffen wir Leben - Seikatsu - in unsere Gärten. Wir legen farbenprächtige Blumenbeete an und setzen Kois in Teiche aus. Damit locken wir natürlich auch scharenweise Singvögel an, die das Verweilen in unserem Park mit ihrem Gesang bereichern.

Drei Pagoden bilden die Abgrenzung eines großen Areals, in dem bis zu drei Gärten angelegt werden können. In der Mitte liegt ein großer Koi-Teich, der den Startpunkt für alle Gärtner bildet. Im Spiel zu dritt werden drei Gartenplättchen auf die Blumenfelder gelegt. Danach bekommt jeder Spieler zwei Plättchen verdeckt aus dem Nachziehbeutel. Die Plättchen zeigen immer einen Vogel mit Blumenkranz. Von beiden Sorten gibt es jeweils vier verschiedene, die in unterschiedlicher Zusammenstellung vorkommen. Zusätzlich sind noch vier Plättchen mit Koi-Teichen vorhanden.

Wir bringen Seikatsu in die Bude

Im Uhrzeigersinn werden immer drei Aktionen hintereinander ausgeführt. Als erstes wird ein Gartenplättchen immer angrenzend an ein bereits platziertes Plättchen auf einem freien Feld des Spielplanes gelegt. Als zweites wird ein möglicher Vogelschwarm, der sich angrenzend an das gerade gelegte Plättchen befindet, gewertet. Neben einem Punkt für das neue Plättchen gibt es jetzt noch für jedes angrenzende Plättchen mit der selben Vogelgattung zusätzlich einen Punkt. Danach zieht der Spieler als dritte Aktion ein Plättchen aus dem Beutel nach, so dass er zu Beginn seiner Aktion immer zwei Plättchen zur Auswahl hat. Gegen Ende natürlich nicht mehr, weil irgendwann keine Nachziehplättchen mehr vorhanden sind.

Koi-Teiche gelten als Joker in dem Moment, in dem sie platziert werden. Dann gelten sie quasi wie ein angrenzend liegendes Vogelplättchen. Erst in der abschließenden Blumenwertung verwandelt sich der Teich in eine beliebige Blumenart - und das für jeden Gärtner in der Form, wie er sie benötigt.

Wer hat den schönsten Blick?

Haben alle Spieler ihr letztes Plättchen gelegt, sollte der Spielplan komplett voll sein und es folgt die Blumenwertung. Hier schaut jeder Gärtner von der Seite seiner Pagode aus in gerader Linie über sein Werk und wertet jede einzelne Reihe nach der Häufigkeit einer Blumensorte. Je mehr Blumen einer Sorte er hat, umso mehr Punkte gibt es, wobei Koi-Teiche für ihn die Blumenart annehmen, die er bestimmt. So macht das jeder Gärtner und trägt die erzielten Punkte sofort auf der Wertungsleiste ab. Wer am Ende ganz vorne steht, hat gewonnen.

Spieletester

30.07.2018

Fazit

So schön und verträumt Seikatsu auch aussieht, ist es nicht ganz so leicht zu gewinnen. Dadurch, dass die Gartenplättchen zu zwei verschiedenen Zeiten unterschiedlich gewertet werden, kommt das gewisse Etwas ins Spiel. Werte ich zu Beginn erst mal mit möglichst vielen gleichen Vögeln um mein Plättchen, muss ich aber trotzdem noch das Gesamte im wahrsten Sinne im Blick haben. Denn der Blick in gerader Linie von der eigenen Pagode aus ist dann nicht immer von Vorteil, wenn die Blumenkränze immer unterschiedlich sein können und damit bei der Blumenwertung weniger Punkte bringen. So versucht man möglichst viel Kapital aus den Vögeln zu schlagen, ohne dabei die eigenen Reihen und vor allem auch die Wertungsreihen der anderen Gärtner aus den Augen zu verlieren.

Weil jeder Spieler aber immer nur zwei Plättchen für seinen Zug zur Auswahl hat, ist großes Taktieren eigentlich nicht möglich. Das reduziert natürlich auch die Bedenkzeit jedes Einzelnen und macht Seikatsu zu einem sehr schönen und harmonischen Familienspiel. Auch die Regeln sind sehr eingängig und in der Spielanleitung hervorragend illustriert und verständlich niedergeschrieben.

Gemäß den Regeln kann Seikatsu auch zu zweit oder im Team zu viert gespielt werden. Ich sehe aber die Grundkonzeption für drei Spieler auch vom Spielplan her als die gelungenste Variante an und würde diese auch immer jeglicher anderer Spielerzahl vorziehen. Kleiner Wermutstropfen sind die teilweise nicht gut zu unterscheidenden Farben und der große Luftraum in der Spieleschachtel. Dafür macht sich das Spiel durch seinen glänzenden Kartonaufdruck aber hervorragend als Blickfang im Spielerregal.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • wertiges Material
  • eingängige Regeln

Minus

  • Farben nicht immer gut zu unterscheiden
  • mächtig viel Luft im Karton

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Erscheinungsjahr: 2018
Zubehör:

1 Spielplan
32 Gartenplättchen
3 Wertungsmarker
4 Koi-Teiche
1 Stoffbeutel
1 Spielanleitung (DE, FR, NL)

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7160 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2305 Berichte.