Futschikato

Schwupps, schon ist die Feile weg. Wer hat die wohl weggesteckt? Wenn Sachen einfach futsch sind, oder salopp ausgedrückt futschikato, ist das meist ärgerlich. Interessant wird es aber, wenn man Dinge loswerden will und sich trotzdem ärgert wenn sie futsch sind; so wie in Futschikato.

Temporär futsch

Futschikato besteht aus einem Deck von Karten, die mit Werten von 2 bis 20 bedruckt sind. Je höher der Wert, desto seltener (16x ... 1x). Jeder Spieler bekommt sechs (bei vielen Spielern nur fünf) zufällige Karten auf die Hand. Wer an die Reihe kommt, spielt eine Karte vor sich aus. Nachziehen muss man in diesem Moment nicht. Drei Möglichkeiten gibt es nun:
- Die neue Karte ist niedriger als alle anderen ausliegenden: Es passiert nichts.
- Die neue Karte ist höher als wenigstens eine andere: Diese anderen Karten werden abgeworfen (sie sind „futschikato"). Deren Besitzer müssen eine Ersatzkarte auf die Hand ziehen.
- Die Karte ist gleich hoch wie wenigstens eine andere: Alle gleichwertigen Karten werden addiert! Ab sofort wird der Gesamtwert wie oben mit den restlichen Karten am Tisch verglichen.

Dauerhaft futsch?

Komme ich an die Reihe und liegt die in meinem vorigen Zug gespielte Karte immer noch vor mir, darf ich sie abwerfen (und andere Spieler mit demselben ausliegenden Kartenwert ebenfalls jetzt sofort). Und als Belohnung muss ich keinerlei Ersatzkarte nehmen! Ich habe meine Kartenhand dauerhaft um eins verringert. Das bringt mich um einen Schritt näher ans Ziel: Die ganze Kartenhand loswerden! Das gilt natürlich erst als erfüllt, wenn auch die letzte Karte eine Runde lang „überlebt" hat.

Spieletester

11.04.2017

Fazit

Der Verlag 2F-Spiele ist bekannt für seine Spieletitel, die Alliterationen von Fs sind. Futschikato fällt hier wenigstens in der deutschen Sprache aus der Reihe, denn andere Sprachen nennen es z.B. Fuji Flush.

Die Ausstattung ist simpel: Lediglich ein Kartendeck, nicht mehr. Aber daraus entwickelt sich ein trickreiches Spiel. Soll ich versuchen eine kleine Karte zu spielen? Vielleicht ziehen die anderen ja mit... (Aus Erfahrung muss ich sagen: Mit einer Zwei oder Drei gewinnt man keinen Blumentopf, vor allem wenn viele Spieler teilnehmen). Aber eine hohe Karte opfern, damit andere Spieler nicht dauerhaft eine Karte loswerden? Das widerstrebt einem manchmal doch. Und vor allem: Ich muss jede Karte aus meiner Hand irgendwann ausspielen. Wird eine niedrige Karte geschlagen habe ich noch immer die Chance, dass etwas Höheres nachkommt.

Futschikato klingt im ersten Moment vielleicht kompliziert oder besser gesagt abstrakt, aber innerhalb kürzester Zeit hat jeder das Prinzip verinnerlicht. Die Spieldauer ist angenehm kurz, die geistige Anstrengung nicht allzu hoch. Perfekt für ein kleines Spiel zwischendurch oder Einstieg/Ende eines Spieleabends.

Übrigens ist der Verlag bei der Veröffentlichung einen kuriosen Weg gegangen, den ihr im Bericht Ein Prototyp auf Reisen... nachlesen könnt.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Einfache Spielregeln

Minus

  • Karten nur in einer Orientierung lesbar

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 8
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 10 bis 20 Minuten
Preis: 9,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: 2F-Spiele
Grafiker: Harald Lieske
Genre: Bluff, Karten
Zubehör:

90 Spielkarten
1 Spielanleitung

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7243 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2320 Berichte.