Ice Cult

Bei Ice Cult treiben wir die Spielfiguren an die Spitze! Aber nicht nur die eigenen, sondern auch fremde und neutrale. Wer wird seine Figuren zuerst im Ziel wiederfinden? Räumliches Vorstellungsvermögen ist gefragt.

Das Spielfeld

Die Laufstrecken liegen als großes "X" vor uns. An der Kreuzung thronen die vier transparenten Symbolwürfel. Die Spielfiguren stehen anfangs neben den Laufstrecken. Unser Ziel ist es, sie vom Zentrum ans Ende der Laufstrecken zu bekommen. Es spielen immer alle Farben mit, egal wie viele Spieler teilnehmen.

Der Spielablauf

Wer an die Reihe kommt, muss zwei nebeneinander liegende Würfel aufnehmen, sie 90 Grad um die gemeinsame Achse drehen und wieder an ihre Position setzen. Dies wiederholt man einmal, wobei man die erste Drehung natürlich nicht gleich wieder rückgängig machen darf.
Die vier oben auf den Würfeln liegenden Symbole müssen nun für Bewegungen verwendet werden. Die Reihenfolge darf man sich aussuchen. Farbige Pfeile bedeuten, dass sich eine Figur der entsprechenden Farbe um ein Feld in die angegebene Richtung bewegen muss. Ob ich ein Figur bewege, die schon unterwegs ist oder eine neue ansetze, kann ich mir aussuchen. Figuren dürfen aber immer nur vom Zentrum weg laufen!
Gewürfelte Kreisbögen erlauben das Verdrehen einzelner Würfel, ganze Kreise erlauben das Kopieren eines farbigen Pfeils.

Hochstapler!

Landet eine Figur auf einem Feld, auf dem schon eine andere Figur steht, so setzt sie sich oben darauf. Auf diese Art und Weise können Türme entstehen, wachsen und, wenn sich eine Figur wieder wegbewegt, auch wieder schrumpfen. Bewege ich eine Figur, die nicht die oberste eines Stapels ist, so nimmt sie alle über ihr liegenden Figuren mit auf ihre Reise.

Und aus.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler all seine Figuren ans Ende der Laufstrecken gebracht hat. Er ist der Sieger! Da ja jeder mit allen Farben ziehen muss, kann dies auch außerhalb seines eigenen Spielzugs passieren.

Spieletester

14.12.2016

Fazit

Wer glaubt, dass man einfach durch die transparenten Würfel durchsieht, der irrt! Dank der Lichtbrechung werden die Strahlen an der Wand reflektiert und man sieht wirklich nur die Symbole des untersuchten Würfels, wenn man von schräg oben hineinsieht. Das garantiert einen wunderbaren Überblick über die aktuelle Situation ohne Verwirrungen. Allerdings ist fraglich, wie lange die Würfel ihren schönen Zustand erhalten: Bis das Spiel zu uns transportiert war, hatten die Symbole auf den Würfeln bereits Scherspuren...

Das Drehen der Würfel bedarf vorher natürlich einer gewissen Gehirnakrobatik. Das ist einerseits eine spannende Herausforderung, kann andererseits jedoch das Spiel in die Länge ziehen. Ein Vorausdenken ist erst möglich, wenn der vorhergehende Spieler die Würfel gedreht hat.

Positiv ist hervorzuheben, dass man in jeder Situation einen brauchbaren Spielzug formen kann. Zugegebenermaßen ist es gegen Spielende, wenn einige Farben in Zielnähe sind, eher ein Steherwettbewerb: "Wie kann ich die Würfel so arrangieren, dass ich möglichst keine fremden Spielfiguren bewegen muss?". Da dann schon alle Figuren auf einem Weg unterwegs sind, kann ich "nicht nutzbare Symbole" bilden, etwa einen blauen Pfeil Richtung Osten, wenn keine blaue Figur Richtung Osten unterwegs und auch keine mehr im Vorrat ist.

Ice Cult ist ein sehr taktisches Spiel, das es leider nicht schafft die Spannung aufrecht zu erhalten. Zu zweit wirkt es verkrampft, besser geht man zu dritt oder zu viert ans Werk.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • die transparenten Würfel sind ein interessantes Bewegungskonzept
  • trainiert das räumliche Vorstellungsvermögen

Minus

  • neigt am Ende zur Destruktivität
  • Haltbarkeit der Würfelbedruckung fraglich

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Zoch
Autor: Joe Wetherell
Grafiker: Victor Boden
Genre: Denken
Zubehör:

4 transparente Symbolwürfel
1 Fundament für Würfel
4 Eispfade
20 Figuren
1 Spielanleitung

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