Das verdrehte Labyrinth

Wer kennt es nicht, das "verrückte Labyrinth". Ein beliebtes Brett-Lege-Schiebespiel, das so mancher noch aus der eigenen Kindheit kennt. Dieses Familienspiel kommt nun in neuer Aufmachung und mit neuem Namen daher. Beim verdrehten Labyrinth werden Hecken gedreht, um die magischen Wesen und versteckten Schätze im Zaubergarten zu finden. Eine vereinfachte Version, die besonders für jüngere Spieler ab 6 Jahren gut geeignet ist.
Spielvorbereitung

Alle Teile aus den Stanztafeln lösen und die Hecken vor dem ersten Spiel wie auf der Abbildung befestigen. Dies ist eine mögliche Startposition. Bei weiteren Spielen können die Hecken auch anders ausgerichtet werden. Jeder Spieler sucht sich eine Figur aus, und stellt diese auf eines der Zaubergarten-Tore. Die Aufgabenkarten werden gemischt und jeder Mitspieler erhält sechs Karten, die man als verdeckten Stapel vor sich abglegt. Die restlichen Karten kommen aus dem Spiel. Noch schnell die Magiekarten mischen und als Stapel breit legen, sowie die farbgleiche Spielerkarte vor einem ablegen und schon kann es losgehen.

Spielablauf

Es wird reihum gespielt. Die oberste Aufgabenkarte wird aufgedeckt und man versucht nun mit der eigenen Figur zu diesem Ziel zu gelangen. Der aktive Spieler führt folgende Aktionen in beliebiger Reihenfolge aus, Aktion A: Die Hecke drehen, um den Weg zum Ziel freizumachen. Dabei darf diese um ein, zwei oder drei Felder gedreht werden. Spielfiguren, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden werden mitgedreht. Wenn es für das eigene Vorankommen von Vorteil ist, darf auf das Drehen verzichtet werden. Aktion B: Die Spielfigur durch das Labyrinth bewegen, soweit man kommt bzw. soweit man möchte. Hecken sind dabei Hindernisse und Steinlinien dürfen passiert werden. Die Aufgabe ist erfüllt, wenn man das gewünschte Ziel erreicht. Das Kärtchen wird abgelegt und ein Neues aufgedeckt. 

Kann man die Aufgabe nicht in einem Zug erfüllen, darf man sich eine Magiekarte vom Stapel nehmen und diese in späteren Zügen einsetzen. Nun ist der nächste Spieler an der Reihe. Die gesammelten Magiekarten helfen dem Spieler schneller ans Ziel zu gelangen. Diese dürfen zusätzlich zur Aktion eingesetzt werden. Bei diesen hilfreichen Karten gibt es das Hecken-Schlupfloch: Man darf durch eine Hecke hindurch gehen, ohne die Hecke drehen zu müssen. Oder die Karte des Waldfeen-Fluges: Diese ermöglicht dem Spieler von einem Waldfeen-Feld zu einem beliebig anderen zu fliegen. Doch um diese Aktion ausführen zu können, braucht man zwei Karten der Fee.

Wurde von einem Spieler die letzte Aufgabenkarte erfüllt, darf der linke Nachbar dessen Spielerkarte nehmen und sie neben ein beliebiges Zaubergarten-Tor platzieren. Dies ist nun das letzte Ziel, das erreicht werden muss.

Spielende

Wer als Erster alle Aufgaben erfüllt hat und bei dem für ihn bestimmten Ausgang ankommt, hat gewonnen und das Spiel ist zu Ende.

Spieletester

25.10.2016

Fazit

Ein Spieleklassiker kommt hier in einer vereinfachten Version daher. Die Spielanleitung ist kurz und bündig auf einem "Beipackzettel" in schwarz/weiß gehalten. Da das Überlegen wie man Plättchen schiebt und legt um einen geeigneten Weg zu bekommen wegfällt, spielt sich Das verdrehte Labyrinth um einiges flotter und ist nicht so anspruchsvoll wie Das verrückte Labyrinth. Weiters kommen Magiekarten ins Spiel, die dem Spieler helfen. Es ist eine nett gedachte Version für jüngere Kinder. Die Qualität der Spielkärtchen überzeugt nicht zu 100%, da diese sehr dünn sind. Spieler, die bereits das Original kennen und spielen, bleiben lieber bei dieser Ausgabe. Das verdrehte Labyrinth richtet sich speziell an jene, für die der wechselnde Spielplan, sowie das Schieben und Legen der Plättchen beim Original noch zu schwierig ist. Ob man beide Spiele in der Spielesammlung braucht, ist die Frage. Das verdrehte Labyrinth lohnt sich, wenn man viel mit jüngeren Kindern spielt, ansonsten reicht die alte Version völlig aus.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Ein beliebter Spieleklassiker in einer vereinfachten Version.
  • Einfache Spielregeln.
  • Besonders für jüngere Spieler geeignet.

Minus

  • Qualität der Kärtchen.
  • Spielfiguren könnten aufregender gestaltet sein (z.B. magische Wesen).
  • Für ältere Spieler keine Herausforderung im Verleich zum Original.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 6 Jahren
Preis: 20,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Ravensburger
Grafiker: Joachim Krause
Zubehör:

25 Hecken
25 Druckknöpfe
4 Spielfiguren
4 Spielerkarten
24 Aufgabenkarten
28 Magiekarten
1 Spielanleitung

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