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Ins Innere Afrikas

Brettspiel Ins Innere Afrikas


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Besucherkommentare

N. | 11.10.2017

Der eine Spielkegel ist nur notgedrungen rot gefärbt. Er sagt nichts aus. Ich bin entsetzt und erschüttert, dass nach der Jahrtausendwende noch ein derartiges Spiel produziert wird. Es klingt nämlich nach der Zeit noch vor dem ersten Weltkrieg, in welchem die Rassentheorie Hochkonjunktur hatte! Dieses Spiel reproduziert eine imperiale, kolonialistische Mentalität. Es reflektiert nicht, überhaupt nicht über das Grauen, welche durch diese Invasion der Europäer im heutigen Globalen Süden seinen Beginn hatte. "Das Innere Afrikas kennt niemand" - bedeutet also, dass dort seit Jahrtausenden lebenden Menschen Niemande sind? Ja, da stecken wir ja schön mitten in der Rassenlehre! Gut gemacht! Wisst ihr überhaupt, dass einst Europa von Afrika aus bevölkert wurde? Und wisst ihr, wer denn der "nette Mann" auf dem Cover ist? Nein? Der Bremer Schnaps- und Waffenhändler Adolf Lüderitz, Begründer der Kolonien "Deutsch-Südwestafrika". Dann schaut euch dessen Lebenslauf mal genauer an, bevor ihr noch das nächste Cover mit dem belgischen König Leopold II. mit der Höchstnote absegnet... Absolut widerlich. Nehmt mal ein Geschichtsbuch in die Hand anstatt eure Zeit mit diesen stupiden Spielbewertungen zu vergeuden.

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Antwort des Rezensenten:
Liebe(r) N.,
danke, dass du deine Zeit damit verbringst stupide Spielebewertungen zu lesen und zu kommentieren.
Ich denke nicht, dass dieses Spiel mit edukativen Charakter geplant war. Hierzu sei angemerkt, dass dein Statement unvollständig ist da ALLE Erdteile (nicht nur Europa) über diverse Umwege von Nachfahren der ursprünglichen Afrikanern (nach Europa kamen sie aus dem Nahen Osten) besiedelt wurden. Natürlich sind die dort Gebliebenen keine Niemande, aber die Aussage bezieht sich auf die Meinung der damals geltenden Lehrbücher. Dass durch die Kolonisation schreckliche Dinge passiert sind, die in einigen Ländern bis heute nachwirken (und das nicht nur in Afrika), ist mir durchaus bewusst. Und dass das Spiel die geschichtlichen Ereignisse nachleben lässt - ja, unumstritten. Dem einen oder anderen wird es vielleicht sogar einen Denkanstoß geben, wenn er höchstpersönlich einen neutralen (einheimischen) Händler vertreiben muss um seiner Gier nach Geld Nachdruck zu verleihen.
Wenn man übrigens alle geschichtlichen Ereignisse die mit katastrophalen Einschnitten für die hiesige Bevölkerung oder bestimmte Volksgruppen verknüpft sind aus Spielen tilgen wollte, dann verbieten wir bitte nicht nur Ins Innere Afrikas sondern auch alle Spiele die sich mit Seefahreren (siehe Magellan...), der Besiedelung Amerikas (siehe Zug um Zug...), den Ostindischen Kompanien (siehe Goa...), Napoleon (siehe Waterloo...), den Weltkriegen (siehe Black Orchestra...), den Aboriginies, den Hunnen, den Zwangsarbeitern die die Pyramiden erbaut haben (siehe Cheops...)... befassen. Ich sehen schon. Nur noch Einhörner überall...

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Details

Redaktionelle Wertung:

So werten wir

Spieleranzahl: 2 bis 4

Alter: ab 12 Jahren

Spieldauer: 90 Minuten

Preis: 35 Euro

Erscheinungsjahr: 2004

Verlag: Phalanx Games

Autor: Andreas Steding

Grafiker: Franz Vohwinkel

Genre: Strategie

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Zubehör:

1 Spielplan, 24 Rohstoffspielsteine (4 Sorten x je 6 Steine), 1 Afrika-Marker, 15 Palaver-Spielsteine, 83 Aktionsmarker, 9 Sondersiegpunktmarker, 5 Rückzugs-Spielsteine, 6 Handelshäuser, 80 Händler und 5 Großhändler in 5 Farben, 25 neutrale Händler, 60 Ei

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