Neues Jahr - Neues Glück! Und da nun ein gewisser Zauberschüler bereits seinen Abschluss gemacht hat und nun auch das Rektorat weniger parteiisch scheint, könnte der Hauspokal auch mal an jemand anderes gehen. Werdet ihr es sein, der ihn mit nach Hause nimmt?
Mit Vielsafttrank wär’s deutlich leichter
Ein neues Jahr beginnt in Hogwarts und die Erstklässler treffen im mythenumrankten Schloss der Zauberei ein, doch bei so viel noch zu erlangendem Wissen und den gewinkelten, sich teils stetig verändernden Gängen braucht so mancher eine gewisse Starthilfe. Zum Glück gibt‘s da die Vertrauensschüler die diese stets unterstützen, sich jedoch oft recht wortkarg präsentieren.
Gespielt wird exakt wie in der klassischen Variante von Codenames, wobei auf der Vorderseite der Karten sich Begriffe und auf der Rückseite das jeweils dazu passende Bild befindet; eine Partie ist also in beiden Varianten möglich. Wer das Grundkonzept noch nicht kennt, der kann gerne hier unsere Zusammenfassung zur ursprünglichen Variante von Codenames einsehen. Anders als sonst drehen sich jedoch diesmal die meisten Begriffe um etwas aus der magischen Fantasiewelt von J. K. Rowling. Auch repräsentiert sind die vier Häuser Hogwarts, wobei stets zwei davon gegeneinander antreten! Diese stellen dabei den größten abgeänderten Aspekt der Variante dar, da jedes Haus eigene Fähigkeiten mit sich bringt: Während Gryffindor falsche Rateversuche in korrekte umwandeln kann, versuchen die hinterhältigen Slytherins die Gegenspieler zu zwingen weiterzuraten, während sie selbst sichere Tipps abgeben können. Die schlauen Ravenclaw-Schüler behalten immer den Überblick und kennen die Menge angrenzender korrekter Begriffe an einen bereits erratenen während dann noch etwas Chaos durch die Hufflepuffs mitmischt, da diese durch korrektes Raten Kräuter entdecken, deren Effekte unzählige sämtliche Möglichkeiten abdecken.
Richtig toll atmosphärisch ist die gesamte Box gestaltet und dazu gibt es auch noch einen stabilen, faltbaren Kartonsockel, auf dem die Siege der einzelnen Häuser dargestellt werden können; denn sind wir doch mal ehrlich: wer spielt denn bloß eine einzige Partie Codenames?
Spieletester
Fazit
Acht Punkte für Gryffindor
Ein magisches Spielerlebnis zu dem man erstmal gar nicht allzu viel sagen muss, denn das Grundkonzept deckt sich praktisch vollkommen mit dem des klassischen Codenames, diesbezüglich könnt ihr ja auch gern in unser Review dazu reinschnuppern. Demnach wollen wir hier unsere Meinung zu den neuen Aspekten geltend machen:
Insgesamt ist diese Sondervariante von Codenames echt gut gelungen: viele neue, allesamt interessante und spaßige Inhalte fügen sich dem klassischen Ablauf reibungslos hinzu und können aber auch genauso gut einfach weggelassen werden, falls man mehr Lust auf den üblichen Ablauf hat. Sämtliche Zusätze bringen dabei ganz neue Grübelaspekte und Strategien mit auf den Tisch und das sowohl mit Begrifflichkeiten als auch Bildern. Dazu gesellt sich eine thematisch passende und allseits vorhandene, wirklich hübsche Gestaltung sämtlicher Inhalte bis hin zum Box-Inlay. Da wurde reichlich Fanservice geleistet!
Doch selbst in einem strahlenden Universum wie dem von Harry Potter gibt es Schattenseiten, doch fallen diese hier eher mager aus. Nur ganz vereinzelt trifft man auch mal auf weniger Franchise-nahe Begriffe wie „wetten“, was aber insgesamt echt gar nicht schlimm ist. Klar sollte aber auch sein, dass dieses Spiel quasi nur für Personen ist, die auch zumindest die Filme kennen oder sich anderweitig etwas tiefer mit der Materie befasst haben, ansonsten sind (zumindest die Variante mit den Begriffen) die einzelnen Partien wohl eher ein Krampf als ein lustiges Erlebnis. Oft leider etwas schwierig aber auch, man benötigt für jede Partie zumindest vier Spieler, wobei man in einer netten Runde mit Müh und Not auch mal zu dritt zurechtkommen könnte, indem ein Spieler einfach die Rolle beider Vertrauensschüler übernimmt.
Und damit: "Missetat begangen"!
Plus
- gut umgesetzte Sondervariante von Codenames
- extrem variable Spielmöglichkeiten durch Häuser mit Fähigkeit & sowohl Begriffen als auch Bildern
- thematisch schöne Gestaltung praktisch sämtlicher Materialien - da springt das Fan-Herz deutlich höher
Minus
- vereinzelt auch wenig Franchise-nahe Begriffe
- klarerweise: nur etwas für Harry Potter-Fans
- es werden zumindest vier Spieler benötigt
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Details
1 Regelheft (16-seitig)
1 Hauskompendium (4-seitig)
1 Werbeflyer (4-seitig)
1 Plastikaufsteller für die Lageplan-Karten
1 (faltbarer) Pappaufsteller mit Sanduhren
1 Schlossplättchen (zur Fixierung des Pappaufstellers)
1 sprechender Hut-Plättchen
1 Argus Filch-Plättchen
1 (doppelseitiger) Schlüssel-Marker
2 (doppelseitige) Schlangen/Spott-Marker
2 (doppelseitige) Schlussfolgerungs-Marker
3 (doppelseitige) Kräuterkunde-Marker
4 (doppelseitige) Hausbanner (je 1 pro Farbe)
6 verschlossene Tür-Plättchen
36 Hausplättchen (je 9 pro Farbe)
36 Sanduhr-Marker (je 9 pro Farbe)
4 Fähigkeitskarten (je 1 pro Farbe)
8 Kräuterkarten
72 Lageplan-Karten
198 Wort- und Bildkarten (doppelseitig)
Statistik
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