Chroma ist ein Spiel entlang des Farbkreises, bei dem durch geschicktes abglegen der Karten wunderschöne Farbverläufe entstehen.
Wer gerne mit Farben hantiert und nach einem Spiel sucht, das schnell verständlich, aber trotzdem nicht ganz so einfach zu spielen ist, wird mit Chroma definitiv auf seine Kosten kommen. Hier geht es darum, Farbkarten in einem Raster so anzulegen, dass möglichst perfekte Farbverläufe entstehen. Das bringt nicht nur Punkte beziehungsweise Vorteile im Spiel, sondern sorgt auch für einen richtig farbenfrohen Spieltisch.
Das Spielmaterial
Chroma ist eines dieser Spiele, das mit wirklich einfachem Material auskommt und trotzdem ein kniffliges Spielgefühl erzeugt. Insgesamt gibt es 100 quadratische Farbkarten, die jeweils genau eine Farbe und manchmal ein Sondersymbol zeigen. Diese Karten sind das Herzstück des Spiels und müssen nach bestimmten Regeln an die bereits ausliegenden Karten angelegt werden. Ziel ist es, die eigenen Karten möglichst vor allen anderen loszuwerden.
Das wichtigste Hilfsmittel ist dabei der Farbkreis. Er zeigt genau, welche Farbe an welche andere Farbe angelegt werden darf. So dürfen zum Beispiel alle hellen Farben an Weiß angelegt werden, Rot und Blau passen zu Violett und so weiter. Sich hier anfangs einen guten Überblick zu verschaffen, ist gar nicht so leicht, weil es doch erstaunlich viele Kombinationen gibt. Die meiste Zeit knobelt man also daran herum, wo die eigenen Karten am besten hinpassen, damit möglichst viele Seiten zur bestehenden Auslage passen.
Belohnungen für schönes Anlegen
Wer Karten so legt, dass sie an mehreren Seiten zum bestehenden Muster passen, wird belohnt. Bei drei passenden Seiten darf man zum Beispiel einen weiteren Zug ausführen und eine Karte mit der Rückseite als Joker, also als "Chroma", irgendwo am Spielfeld anlegen. Dadurch wird man die eigenen Karten schneller los und kann gleichzeitig taktisch die nächsten Züge vorbereiten.
Gewonnen hat, wer zuerst alle eigenen Karten losgeworden ist. Das kann je nach Partie sehr unterschiedlich lange dauern. Manchmal ist nach fünf Minuten schon wieder alles vorbei. Zusätzlich gibt es noch zwei Sondereffekte, die das Anlegen erschweren können. Ein Schloss-Symbol sorgt zum Beispiel dafür, dass Mitspieler an eine bestimmte Karte nicht mehr anlegen dürfen.
Spieletester
Fazit
Bunter Spielspaß - allerdings nicht für jeden
Für mich ist Chroma durchaus empfehlenswert, vor allem wegen der schönen Farbverläufe, die im Laufe einer Partie entstehen und den Spieltisch immer bunter wirken lassen. Um wirklich gute Züge zu machen, muss man sich allerdings ordentlich konzentrieren. Gerade bei Spielern, die gerne länger überlegen, könnte eine Sanduhr daher vielleicht keine schlechte Idee sein.
Die Altersangabe ab acht Jahren passt meiner Meinung nach nur bedingt. Auch wenn wir ausschließlich in Erwachsenenrunden getestet haben, wirkt Chroma kognitiv durchaus fordernd. Vor allem das ständige Mitdenken bei möglichen Farbkombinationen kann schnell anspruchsvoll werden.
Die Sonderkarten bringen zwar etwas zusätzliche Abwechslung ins Spielgeschehen, nach mehreren Partien hintereinander spielt sich Chroma aber doch recht schnell ein wenig gleich. Trotzdem ist das Gesamtpaket gelungen und vor allem für alle interessant, die Freude an kniffligen Legespielen mit ungewöhnlichem Thema haben.
Plus
- schön und farbenfroh
- einfaches Grundprinzip und trotzdem nicht zu einfach
Minus
- längere Wartezeiten
- hohe Konzentration notwendig
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Details
100 Spielkarten
6 doppelseitige Farbkreise (Übersichtskarten)
1 Regelheft
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