The Lie

The Lie ist ein Stichspiel, bei dem man sich die eigene Hand zusammenstellen darf. Doch Achtung: Nur Farbe ODER Zahl sind bekannt.

Die Karten lügen

Zu Beginn jeder Runde liegen alle Karten mit ihrer neutralen Seite nach oben in der Tischmitte. Diese zeigt jeweils eine Zahl von eins bis vier in einer von vier Farben. Jetzt nehmen alle gleichzeitig Karten aus der Mitte, bis jede Person 14 Karten auf der Hand hat. Der Haken: Die Karten lügen. Nur eines der beiden Merkmale stimmt, also entweder die Farbe oder die Zahl. Das andere Merkmal ist, ganz dem Titel entsprechend, gelogen.

Reihenfolge ist alles

Sobald alle Karten aufgenommen wurden, darf die Reihenfolge auf der Hand nicht mehr verändert werden. Gespielt wird in Stichen, immer in einer bestimmten Farbe. Die höchste gespielte Zahl gewinnt den Stich - wer nicht drüber gehen kann, muss passen. Interessant wird es durch die Möglichkeit, Karten zu kombinieren. Bis zu drei Karten, die direkt nebeneinander auf der Hand stecken und dieselbe Farbe haben, dürfen zu einer höheren Zahl zusammengerechnet werden. Dadurch wird man nicht nur schneller Karten los, sondern erhöht auch die Chance, den Stich zu gewinnen. Im Lauf der Partie lassen sich immer wieder Karten derselben Farbe zusammenbringen, weil die Karten dazwischen gespielt werden und damit verschwinden.

Spieletester

09.08.2026

Fazit

Interessante Idee - mittelmäßiger Spielspaß

Beim Regelstudium hat The Lie bei mir durchaus Interesse geweckt. Einige Ideen wirken frisch und ungewöhnlich. Vor allem, dass die Reihenfolge der Handkarten nicht verändert werden darf und nur gleichfarbige Karten gespielt werden können, die direkt nebeneinander liegen, sorgt zunächst für einen spannenden Ansatz.

Leider entfaltet sich daraus in der Praxis für mich aber kein wirklich spaßiges Spielerlebnis. Schon in der Phase des Kartenaufnehmens hatte ich oft das Gefühl, nur bedingt Einfluss auf die eigene Situation zu haben. Meist nimmt man einfach Karten mit möglichst hohen Werten und hofft anschließend auf ein brauchbares Blatt. Die eigentliche Stichphase spielt sich zwar solide, fühlt sich aber ebenfalls recht eingeschränkt an. Oft fehlt die Möglichkeit, aktiv etwas zum eigenen Vorteil zu drehen oder clevere Spielzüge vorzubereiten. Dadurch wirkt vieles eher zufällig als strategisch planbar.

In Summe für mich als mehr "The Luck" als The Lie.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • kreatives Konzept

Minus

  • Spielspaß lässt zu wünschen übrig

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Preis: 10,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2026
Verlag: Kosmos
Grafiker: Noelina Jimenez
Genre: Karten , Stichspiel
Zubehör:

96 Karten

1 Regelheft

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