Habt auch ihr in der Schule das Käsekästchen-Spiel gespielt? Auf kariertem Papier zieht man Linien, um Kästchen zu umschließen. Dieses Prinzip wurde weiterentwickelt und ist jetzt unter dem Namen Keksekästchen erhältlich.
Die Aufgabe
Jeder Spieler hat eine Spielplantafel mit quadratischen Kästchen. Somit hat jedes Kästchen vier Seiten, die mit einem Strich belegt werden können. In jedem Kästchen ist ein Keks zu sehen, es gibt diverse Arten von ihnen.
Auf gewissen Kästchen legt man anfangs Zahlenchips ab. Diese gibt es von zwei bis zwölf. Im Spielverlauf würfeln wir mit zwei Würfeln, addieren, und werden am Kästchen mit dem entsprechenden Chip tätig. Ich darf so viele umrandende Linien malen, wie der Chip angibt!
Würfelwahrscheinlichkeiten
Die Chips zeigen Zahlen von zwei bis zwölf, was eben die Summen zweier Würfel sein können. Aber neben den Zahlen gibt es auch Striche! Wie wahrscheinlicheren Summen von 5 bis 9 haben eine Linie, 4 und 10 haben zwei Linien... 2 und 12 vier Linien. Ihr könnt euch vermutlich schon denken, was das bedeutet: Wird eine Zahl mit z.B. drei Linien gewürfelt, darf man an drei Seiten des Kästchens eine Linie zeichnen.
Zu wenig Platz?
Speziell gegen Ende des Spiels kann es passieren, dass es bei einem Kästchen gar nicht mehr so viele freie Linien gibt, wie man malen dürfte. Solche überzähligen Chip-Striche kann man sammeln und später 3:1 gegen Striche an beliebiger Stelle des Spielplans tauschen. Das ist sehr hilfreich, um Kästchen abzuschließen (also sie komplett zu umrahmen), ohne dass die richtige Zahl gewürfelt werden muss.
Chips bewegen
Ich darf die Position von Zahlenchips verändern, um bessere Chancen auf einen Abschluss zu haben, und/oder um neue Kästchen zu erschließen. Ich kann sie aber auch komplett vom Spielplan entfernen! Warum sollte ich das tun? Ganz einfach: Um anzuzeigen, dass ich eine Aufgabe erfüllt habe. Solche Aufgaben sind z.B. "Schließe drei Keksfelder gleicher Farbe ab" oder "schließe eine komplette Reihe oder Spalte ab". Je früher ich das schaffe, desto mehr Punkte erhalte ich. Wird später die Zahl einer abgegebenen Scheibe gewürfelt, bekommt man einen Strich für die 3:1-Sammlung.
Es gewinnt, wer als Erster die vorgegebene Zahl von Siegpunkten erreicht.
Spieletester
Fazit
Keksekästchen wird auf abwischbaren Spielplänen gespielt. Sowohl die, als auch die dazugehörige Wertungsleiste, sind doppelseitig. Variiert wird die Anzahl der Kekse pro Sorte, somit auch die Siegpunkte, die es pro Sorte zu gewinnen gibt. Die Tafeln sind aus dicker, stabiler Pappe.
Wo man einen Strich machen darf, hängt natürlich vom Würfelglück ab. Ist Keksekästchen ein reines Glücksspiel? Mitnichten! Man kann die Zahlenchips taktisch klug legen, womit die Siegchancen massiv erhöht werden. Außerdem kann ich ja beobachten und mich auf Kategorien stürzen, die bei den anderen Spielern noch nicht weit fortgeschritten sind.
Das Spiel dauert länger, als ich erwartet hätte. Es braucht ein wenig, bis es ins Schwung kommt und die ersten Kästchen abgeschlossen werden. Erste Wertungen gibt es in der alternativen Spielvariante (unterschiedliche viele Kekse pro Sorte) tendenziell früher als im Standardspiel mit gleich verteilten Kekssorten. Ist die erste Wertung getan, bleibt die Sache bis zum Schluss spannend.
Wer ein schnell erlerntes, nett illustriertes, und mit oder ohne taktischen Überlegungen zu spielendes Spiel sucht, sollte Keksekästchen mal genauer unter die Lupe nehmen.
Plus
- solide Spielausstattung
- eingängige Spielregeln
- spannend bis zum Schluss
- mit und ohne taktischen Überlegungen spielbar
Minus
- braucht einige Zeit, bis es in Fahrt kommt
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Details
5 Spielpläne (doppelseitig)
1 Aufgabenplan (doppelseitig)
5 Stifte (abwischbar)
2 Würfel
55 Zahlenchips
1 Spielanleitung
Statistik
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