Grundstein von Metropolis

In diesem einfach zu lernenden Städtebauspiel versucht ihr, innerhalb von drei Jahren zum geachteten Architekten von Metropolis aufzusteigen. Dabei müsst ihr zum richtigen Zeitpunkt passende Grundstücke auf dem gemeinsamen Stadtplan kaufen, um dann dort eure Gebäude zu errichten.

Wir schlüpfen also in die Rolle von Stadtplanern, die auf einem noch leeren Raster die nächste Megacity aus dem Boden stampfen. Wer hier an eine friedliche Aufbausimulation glaubt, irrt sich gewaltig – hinter der schicken Fassade verbirgt sich ein knallharter und konfrontativer Verdrängungswettbewerb um den wertvollsten Baugrund.

Simples Spielprinzip

Eine gewisse Eleganz kommt durch die einfachen Zugmöglichkeiten zustande, denn man hat nur die Wahl zwischen Kaufen, Bauen oder Kassieren.

  • Der Motor des Spiels ist sicherlich das Kaufen von Grundstücken, die in Form von Baugrund-Karten, Blaupausen genannt, in der Auslage liegen. Wer über genügend Barmittel verfügt, der kann sich bestens bedienen, bekommt die gewünschte Karte und legt sofort einen eigenen Marker auf das entsprechende Baufeld des Spielplans. Fortan wird einem niemand mehr das Grundstück streitig machen können.
  • Das eigentlich Bauen ist dann nur noch Formsache und verursacht auch keine weiteren Kosten. Man muss nur noch entsprechend zusammenhängende Flächen für den Grundriss eines Gebäudes besitzen, um die Marker dann gegen das entsprechende Bauplättchen auszutauschen.
  • Durchatmen ist beim Einkommen angesagt. Dann bekommt man ein Grundgehalt und Geld für entsprechende Gebäude, die bereits errichtet wurden.

Drei Wertungen

Die Gebäude sind in drei Kategorien unterteilt, die unterschiedliche Boni einbringen. Während Wohraum die eigene Bevölkerung wachsen lässt, generieren Gewerbegebäude zusätzliches Einkommen. Verwaltungsgebäude wiederum bringen die dicken Siegpunkte, wenn sie klug platziert wurden und entsprechende Nachbargebäude vorweisen können. Diese müssen dann auch nicht immer die eigenen sein. Vor allem aber die Bevölkerungswertung hat es in sich, denn hier bekomme ich auch Punkte, wenn ein anderer mehr Wohnraum geschaffen hat und auf der Bevölkerungsleiste vor mir steht.

Zu Spielbeginn wurden die Blaupausen in drei Stapel aufgeteilt. Immer wenn ein Stapel leer ist, wird eine Zwischenwertung ausgelöst. Nach der dritten Wertung gewinnt, wer die meisten Siegpunkte, sprich das höchste Ansehen, errungen hat.

 

Spieletester

Fazit

Grundstein von Metropolis ist sehr simples Bauspiel mit wenigen Regeln, einfachen Spielzügen - aber manchmal auch wenigen Entscheidungsmöglichkeiten. Ein wahrnehmbarer Glücksfaktor ist nicht von der Hand zu weisen, da man dem Kartenangebot praktisch wehrlos ausgeliefert ist und oftmals das nehmen muss, was im Angebot ist. Und wenn die lieben Gegenspieler dann auch noch entsprechende Felder blockieren, ärgert man sich doppelt.

Mir fehlte auch ein wenig die Möglichkeit, bereits reservierte Felder einem Gegenspieler streitig zu machen. So ist man oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, ohne reagieren zu können. Der Kampf um die Bauplätze ist zwar konfrontativ, durch die Auslage der entsprechenden Baukarten fühlt man sich aber auch gespielt.

Paradox ist auch die Tatsache, dass die Reservierungsmarker dreidimensional sind, während die eigentlichen Gebäude lediglich durch platte Pappmarker dargestellt werden - ein echtes Städtebaufeeling kommt so nicht wirklich auf.

Der Reiz des Spieles liegt sicherlich in der Sichtbarkeit des Fortschritts. Zu Beginn wirkt der Spielplan karg, doch nach und nach füllt sich das Raster mit Gebäuden, die sich gegenseitig beeinflussen. Es entsteht eine Dynamik, bei der man ständig abwägen muss: Baue ich für mich selbst oder blockiere ich lieber den Mitspieler, der gerade an einem monumentalen Wolkenkratzer arbeitet?

Wer Legespiele mit wenig Downtime und zugänglichen Regeln und Abläufe mag, der wird mit Grundstein von Metropolis sicherlich seine Freude haben - bei mir hinterließ es eher gemischte Gefühle.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfache Regeln und Abläufe
  • konfrontativ durch den Kampf um Bauplätze
  • belohnende Aktionen
  • kaum Downtime

Minus

  • Doppellayer-Tableaus wölben sich
  • Städtebaufeeling kommt nicht auf

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 52,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Zubehör:

1 zweiseitiger Stadtplan

81 Blaupausenkarten

1 Wertungstableau

4 Gebäudetableaus

1 Tableau Grundstücksmarkt

8 Wertungsmarker

32 Grundstücksmarker

1 Bauleitungsmarker

68 Münzen

4 Übersichtskarten

1 Anleitung

 

 

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