1906 San Francisco

Am frühen Morgen des 18. April 1906 wurden die Bewohner San Franciscos von einem schweren Erdbeben aus dem Schlaf gerissen. Die dadurch verursachten Feuer sorgten für weitere massive Zerstörungen in der Stadt. 

Als Folge verloren damals mehr als 3.000 Menschen ihr Leben und Hunderttausende wurden obdachlos.

Nach dem ersten Schock begann in der Stadt an der Bay Area der rasche Wiederaufbau. Als Bauunternehmer sind wir in den Jahren nach der großflächigen Zerstörung aktiv. Wir entfernen Schutt, erwerben Bauplätze, errichten Häuser und entwickeln die Stadtinfrastruktur neu. 

Fluch und Segen

Das kleine Biberstein Spiel kommt ohne großes Spielbrett aus, stattdessen verwenden wir bis zu acht Karten, um die Grundstücksflächen der Stadt mit unterschiedlich großen Bauplätzen darzustellen. Vorteil ist dadurch sicherlich der geringere Platzbedarf, allerdings verrutschen die glatten Karten ständig.

Einige Bauplätze sind noch mit den Überresten der zusammengestürzten ursprünglichen Häuser bedeckt. Um hier bauen zu können, muss erstmal der Schutt weggräumt werden, was den Bauunternehmer Zeit und Geld kostet.

Um die ausgelegten Karten der Stadt werden insgesamt sechs Aktionskarten platziert, auf denen pro Runde die Bauunternehmer reihum ihren Spielstein einsetzen, um diverse Aktionen auszuführen. Je Feld entscheidet man sich entweder für die Geldeinnahme oder für die verbundene Aktion. Statt die des Feldes auszuführen, darf man auch jedes der anderen Aktionen auf der Karte wählen, zahlt dann allerdings je nach Entfernung zum eigenen Spielstein zusätzlich 2$ je Feld. 

Als Aktionen können wir Gebäude errichten, Baugenehmigen, zusätzliches Material und Ausschreibungen bekommen, die Stadt entwickeln und Schutt entfernen. Teilweise kostet dies Geld und zum Gebäudebau benötigt man grundsätzlich eine Baugenehmigung. Nutzt man gleich zwei Genehmigungen für zwei Gebäude, erhält man zusätzlich eine Stadtentwicklungskarte, wenn zwei gleich Symbole auf den Karten sichtbar sind.

Eine Runde, sprich ein Jahr ist um, sobald alle ihren Spielzug auf der sechsten Karte gemacht haben. Dann wandert der Jahresmarker weiter und alle bekommen Einkommen und den Jahresbonus. Das Spiel endet, sobald einer seine achtes Gebäude errichtet hat oder nach sieben Spielrunden der Jahreszeiger das Jahr 1915 erreicht. In einer Endwertung bekommen alle für erfüllte Ausschreibungen Siegpunkte, ebenso für den eigenen Fortschrittsmarker und für je drei Geld. Es gewinnt der Bauunternehmer, der erfolgreich die meisten Punkte gesammelt hat.

 

Spieletester

Fazit

In San Francisco 1906 versuchen wir die Stadt nach dem schweren Beben wieder aufzubauen. Wir konkurrieren um die günstigsten Baugrundstücke und die Erfüllung der ausliegenden öffentlichen und privaten Ausschreibungen. Dabei haben wir immer auch unseren Marker auf der Fortschrittstafel im Blick, mit dem wir möglichst weit nach oben und den rechten Rand kommen wollen, um hier satte Siegpunkte abzusahnen.

Bei jedem Zug muss man abwägen, ob man sich eine lukrative Aktion sichert und somit in der Spielreihenfolge nach hinten rutscht oder lieber etwas weniger kassiert und dafür beim nächsten Zug eher an der Reihe ist. Das hängt natürlich auch von den eigentlichen Aktionen ab, die auf der nächsten Karte angeboten werden. Nicht immer sind sie in der aktuellen Lage lukrativ, also kann man sich auch mal getrost nach vorne setzen.

Immer etwas Geld auf Vorrat zu haben ist ein wichtiger Faktor, um sich auch mal eine Aktion weiter vorne kaufen zu können. Wer die dynamische Zugfolge geschickt und vorausschauend plant, ist sicherlich im Vorteil, zumal der Glücksanteil sich hier verschwindend gering anfühlt.

Die Idee mit dem variablen Spielplan aus zusammengesetzten Karten statt eines sperrigen Spielbrettes ist löblich und irgendwie zum Markenzeichen des Biberstein Spiele Verlages geworden, doch die glatten Karten und das kleinteilige Material ist nichts für Grobmotoriker. Hier verrutschen dauernd die Karten und auch auf der Fortschrittstafel muss man ständig Vorsicht walten lassen.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • mit Solo-Variante
  • kompakte Spielschachtel
  • interessanter geschichtlicher Hintergrund
  • eingängige Regeln und Ablauf

Minus

  • ständiges Verrutschen der dünnen und glatten Karten
  • friemelige Spielermarker

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45 Minuten
Preis: 32,95 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Grafiker: Pedro Soto
Zubehör:

1 Jahrestafel

1 Jahresmarker (Cable Car)

18 Schuttmarker

30 Geldmarker

4 Fortschrittsmarker

4 Aktionssteine

32 Gebäude

1 Fortschrittstafel

99 Karten

1 Spielregel

 

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