Borealis, der hohe Norden. Ein hartes Terrain, auch für Forscher: Schneelandschaft, Eis und eiskaltes Wasser. Wer wählt die besten Transportmittel? Wer erholt sich am besten in den Camps? Und vor allem: Wer schießt die besten Fotos von der Fauna?
Dieses Spiel ist nur in englischer Sprache erhältlich. Ziel- und Aufgabenkarten tragen kurze Texte, das restliche Spielmaterial (außer natürlich der Spielanleitung) ist sprachneutral.
Spielablauf
Jeder Spieler hat einen Spielplan mit drei Ablagefeldern. Jedem Ablagefeld ist ein Feld mit Forscherfiguren, sowie eine Fortschrittsleiste zugeordnet. Links und rechts der drei Forscherfelder, sind Camps abgebildet.
Anfangs stehen auf jedem Forscherfeld drei Figuren mit unterschiedlichen Farben. Reihum wählen die Spieler eine Tierkarte aus ihrer Hand und legen sie auf eines ihrer Ablagefelder. Hierbei gilt: Am dazugehörigen Forscherfeld müssen farblich passende Forscher stehen. Was farblich passend ist, gibt jede Tierkarte vor. Die Karte sagt auch, in welche Richtung sich die beiden Forscher bewegen müssen. So wandern die Forscher von Feld zu Feld und/oder in eines der Camps.
Passend abgelegt?
Anschließend überprüfe ich, ob meine Karte ein Transportmittelsymbol trägt, das auf der nächsten Stufe der dazugehörigen Entwicklungsleiste abgebildet ist. Wenn ja, darf man Flaggenstein vorrücken.
Eventuell habe ich durch das Ablegen eine der Aufgabenkarten erfüllt? Dann darf ich mir Siegpunkte nehmen.
Nun darf ich noch eine Karte nachziehen, dann ist der nächste Spieler an der Reihe.
Genug geschlafen!
Reale Polarnächte sind lang, sie können Monate dauern. Wie lang unsere Forscher im Camp des Spiels verweilen, können wir selbst bestimmen. Um sie zurückzuholen, muss ich auf das Spielen einer Tierkarte verzichten. Nach ihrem Schlaf, wandern die Forscher aus den Camps als Gruppe auf eines der Forscherfelder. Außerdem bekomme ich für jeden von ihnen einen Punkt. Zusätzlich darf ich auch noch Handkarten abwerfen und neue ziehen.
Genug geforscht
Hat ein Spieler an ein Ablagefeld die siebente Karte angelegt, wird die Runde noch zu Ende gespielt. Dann kommt die große Wertung. Ich habe die während des Spiels gesammelten Punkte für Forscher aus Camps und Aufgabenkarten, dazu kommen noch Punkte für Gruppen gleicher Tierarten, die ich auf die Ablagefelder gelegt habe. Hinzu kommen Punkte für Zielkarten, die ich am Spielende erfüllt habe, sowie Punkte für manche Tierkarten selbst. Wer in der Addition das höchste Ergebnis vorweisen kann, darf sich als Sieger feiern lassen.
Spieletester
Fazit
Es braucht nur eine Handvoll Spielregeln, um Borealis zu beschreiben. Entsprechend kann innerhalb weniger Minuten losgespielt werden! Was man dann daraus macht, bleibt einem selbst überlassen. Eher aus dem Bauch heraus spielen? Oder jede Entscheidung auf die Goldwaage legen? Es gibt ja viele Punktequellen: Gleiche Tiere auf einem Ablageplatz, Leistenfortschritt durch die Symbolreihenfolge auf einem Ablageplatz, Zwischen- und Endzielkarten... Alles kann man nicht erfüllen, insofern darf man keine Angst vor Kompromissen haben und sollte sich schon vorab überlegen, welche Wertung die meisten Punkte bringen können bzw. welche in Kombination überhaupt möglich sind.
Das Spielmaterial ist schön, mit ordentlichen Plättchen, Karten und Holzspielsteinen. Die Karten sind vielfältig und wunderbar illustriert. Der Wertungsblock garantiert, dass man keine der vielen Wertungsarten vergisst.
Mir gefällt das Spiel außerordentlich gut: Es gibt viele taktische Möglichkeiten, trotzdem zermartert man sich nicht komplett den Kopf. Als Zielgruppe würde ich fortgeschrittene Familienspieler sehen. Weniger geeignet ist es für Personen, die viel direkte Interaktion mögen; die gibt es hier nämlich nicht.
Plus
- schnell erklärt
- viele taktische Möglichkeiten
- vielfältige Illustrationen
Minus
- Denker können das Spiel in die Länge ziehen
Kommentar verfassen
Details
4 Spielpläne
100 Tierkarten
12 Zielkarten
10 Wertungskarten
36 Forscherfiguren
12 Flaggensteine
1 Startspielermarker
48 Punktechips
4 Übersichtskarten
1 Wertungsblock
1 Spielanleitung
Statistik
Derzeit findest Du auf spieletest.at
7999 Gesellschaftsspiele-,
1678 Videospielrezensionen
2335 Berichte.