Phoenix

Der Phönix aus der Asche - davon hat wohl schon jeder mal gehört. Der Vogel verbrennt, um aus der Asche neu aufzuerstehen. Wir helfen ihm, ein buntes Federkleid zu bekommen.

Spielaufbau

Vor dem Spieler liegt ein anfangs kahler Phönix, sowie ein Nest mit zwei zufällig aus den Beuteln gezogenen Federunter- und zwei Federoberteilen. Ein weiteres, neutrales Nest liegt in der Tischmitte. Federteile haben eine der Spielerfarben, oder sind Joker. Außerdem zeigen fast alle Teile eines oder mehrere Symbole.

Jeder Spieler bekommt einen zufälligen Reihenfolgechip. Die Reihenfolgechips zeigen auf der weißen Seite eine der Ziffern ein bis vier, auf den schwarzen Seiten ein Ziffern zwischen fünf und acht. Vorder- und Rückseite ergeben dabei die Summe 9.

Spielablauf

Es gibt keine fixe Spielerreihenfolge, gespielt wird nach den Reihenfolgechips, die vor den Spielern liegen. Ein Zug besteht darin, dass man den Reihenfolgechip auf ein noch freies Nest legt, und sich ein dort liegendes Federteil nimmt. Dabei wird der Chip auf die schwarze Seite gedreht, wenn man sich am eigenen Nest bedient. Bei allen anderen Nestern legt man die weiße Seite nach oben (so ist es gedacht, wird von der Spielanleitung aber umständlich und missverständlich erläutert).

Das genommene Federteil muss man sofort in seinen Phönix einbauen. Im Prinzip darf man an jeden der acht vorhandenen Plätze anlegen, allerdings muss es immer zuerst ein Unterteil geben, ehe man ein Oberteil anstückeln kann.

Waren alle an der Reihe, nimmt jeder den bei seinem Nest liegenden Reihenfolgechip, ohne dessen Seite zu wechseln. Wer keinen Chip bei sich hat, nimmt den vom neutralen Nest in der Mitte.

Wertung

Sind alle Phönixe komplett belegt, wird gewertet. Jede Feder bringt Punkte. Aber wie viele? Sind Federober- und -unterteil gleichfarbig, gibt es Punkte. Ist es die eigene Farbe, sind es  ein paar Punkte mehr. Und ist es eine komplette Joker-Feder, bringt es ganz viele Punkte.

Egal wie die Federn aussehen, die aufgedruckten Symbole bringen auf jeden Fall Punkte.
Und dann ist da noch etwas, das Punkte bringt: Symmetrie! Es gibt einen Bonus, wenn die Feder links am Phönix genau so aussieht wie die Feder auf der rechten Seite auf gleicher Höhe.

 

Spieletester

23.02.2026

Fazit

Selten haben ich ein so großartig illustriertes Spiel gesehen. Die Vögel haben sogar individuelle Formen! Letzteres hat der Verlag vermutlich teuer bezahlt (unterschiedliche Stanzformen), obwohl es dem Spielablauf nichts bringt und auf den ersten Blick auch gar nicht auffällt.

Die Spielregeln von Phoenix sind im Handumdrehen erklärt und auch für Kinder gut verständlich. Jedoch darf man die taktische Tiefe nicht unterschätzen. Es gilt ständig, Entscheidungen zu treffen. Grübler können die Spieldauer in die Länge ziehen.

Ich empfehle Phoenix eher für die geringen Spielerzahlen. Warum? Ganz einfach: Je mehr Spieler teilnehmen, desto mehr Nester und Federteile kommen ins Spiel bzw. liegen aus. Es wird immer einfacher, die benötigten Teile zu bekommen, um z.B. komplette Federn zu bilden. Jeder schafft ein recht optimales Federkleid, wodurch die erreichten Punktezahlen sehr ähnlich sind. Einzig die Phase gegen Spielende ist umkämpft, da man nur noch wenige Teile punkteträchtig verwenden kann. Der Spielerreihenfolge kommt nun eine entscheidende Rolle zu. Aber selbst die ist kein Allheilmittel: Da nicht alle Teile ins Spiel kommen, kann man einfach nur Pech und daraus einen Nachteil haben. Bei den eher knappen Spielausgängen kann das die Entscheidung bringen, ohne dass irgendein Spieler mit seinen Entscheidungen speziell auf den Verlauf eingewirkt hätte.

Spielen hingegen weniger Spieler, ist die zufällige Verteilung der ins Spiel kommenden Federteile mehr oder weniger asymmetrisch, wodurch es herausfordernder wird, auf komplette Federn zu spielen. Dadurch wird die Wertung spannender und die Symbole auf den Federn erfahren eine stärkere Gewichtung.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • wunderbare Illustrationen
  • Ansteigende Spannung gegen Ende hin: Man kann nur noch wenige Teile gut brauchen, entsprechend gibt es einen Kampf um die Spielerreihenfolge.

Minus

  • wird etwas langweilig, wenn viele Spieler teilnehmen (man bekommt im Prinzip alles, was man braucht)
  • relativ hohe Wahrscheinlichkeit für Gleichstände, speziell bei vielen Teilnehmern
  • Was aus dem Sack gezogen wird, kann über Sieg oder Niederlage entscheiden, ohne dass die Spieler gegensteuern können.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 bis 30 Minuten
Preis: 26,90 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Lubee Édition
Grafiker: Martin Maigret
Genre: Taktik
Zubehör:

4 Phoenix-Tafeln
42 Feder-Vorderteile
42 Feder-Hinterteile
5 Nester-Tafeln
4 Reihenfolgechips
2 Beutel
1 Wertungsblock
1 Spielanleitung

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