A Way Back Home

Wir ziehen Kristalle aus unseren Beuteln, entzünden Laternen und legen in Zura leuchtende Pfade zu alten Orten. Wer seine Züge klug timt und den Beutel rechtzeitig leert, ruft das Spielende aus und steht bei der Wertung vorn.

Wie spielt es sich?
Wir wählen im Zug genau eine von zwei Aktionen: Entweder ziehen wir drei Kristalle und legen bis zu zwei passend auf die nächsten freien Felder unserer farbigen Pfade (übrige wandern in den gemeinsamen Vorrat), oder wir holen alle Kristalle einer bestimmten Farbe aus dem Vorrat in den Beutel. Joker sind flexibel, zählen im Vorrat aber als eigene Farbe. Ziel ist es, auf mehreren Pfaden möglichst weit in die hohe Pluszone vorzustoßen – ohne zu überziehen, denn am Ende kippt die Punkteausbeute wieder ins Negative.

Kreuzungsfelder mit zwei Farben lassen uns doppelt profitieren, weil wir hier nur einen Kristall brauchen und dadurch flexibler sind. Sobald ein Spieler seinen Beutel geleert hat und bei mindestens einem Pfad genug Kristalle gelegt wurden, sodass er dafür keine Minuspunkte erhält, kann er das Ende ansagen. Alle übrigen Spieler machen noch je einen Zug, dann wird addiert. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Wichtig ist also, nicht stumpf „alles zu legen, was geht“, sondern die Beutelzusammensetzung aktiv zu managen, um die Chance auf die „richtige“ Farbe zu erhöhen.

Fluss, Varianz, Tischgefühl
Die Partien laufen von Anfang an flott: ziehen, legen, Vorrat checken, wieder ziehen. Wir können gleichmäßig mehrere Pfade vorantreiben oder wenige pushen – müssen aber aufpassen, weder zu weit auf einem Pfad zu marschieren noch im niedrigen Mittelbereich hängen zu bleiben. Der gemeinsame Vorrat sorgt für sanftes Table-Reading: Wir planen, wann wir welche Farbe zurückholen, und ob wir jetzt sichern oder noch eine Runde warten – mit dem Risiko, dass uns jemand die Farbe wegschnappt, aber auch mit der Chance auf mehr Kristalle. Mit Erfahrung wächst die Taktikschicht: Jokerfenster gezielt nutzen, Beutel grob mitzählen, Engpässe im Vorrat beobachten und das Ende ansagen, wenn die eigene Lage passt.

Die Rückseite der Spielertableaus bringt optionale Charakterplättchen ins Spiel, die die Vorratsaktion variieren und kleine Zielreize setzen.

Spieletester

17.03.2026

Fazit

A Way Back Home hat mich anfangs ehrlicherweise wenig überzeugt – Kristalle ziehen und anlegen klingt nicht gerade innovativ. Am Tisch macht es dann aber mehr Spaß, als gedacht. Ich kann nicht einfach einen Pfad stumpf bis zum Ende laufen (Minuspunkte!), also reduziere ich gezielt die entsprechende Farbe im Vorrat, pushe Wege über Kreuzungen und nutze in der B-Variante die zusätzlichen Plättchen für weitere Kniffe.

Unterm Strich ist A Way Back Home ein solides Push-your-Luck-Spiel: kein Überflieger, kein Fehlkauf – gesundes Mittelmaß mit Tendenz nach oben.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • schnell erklärt
  • Beutelmanagement mit Push-your-Luck Element
  • Variante B mit zusätzlichen Charakteren

Minus

  • in keiner Kategorie herausragend
  • zu wenig innovativ, um langfristig zu begeistern

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 bis 20 Minuten
Preis: 25,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Agie Games
Grafiker: Andrea Alemanno
Zubehör:

120 Kristalle in 6 verschiedenen Farben

4 doppelseitige Spielbretter

4 Beutel mit Kordelzug

6 Charakterkarten für Spielbrett „B“

1 Anleitung

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