Vor sage und schreibe 25 Jahre gab es schon einmal ein Gnümies Spiel. Damals hat Spieletest-Gründer Arno 'Die Gnümies wollen eine Party feiern' getestet und das Ergebnis war mittelprächtig. Ob es das neue Kartenspiel in der Gnümies Welt besser macht, zeigt unser Test.
Die Gnümies sind eigentlich schon recht alt. Ende der 90er Jahren erblickten die ersten Gnümies die Welt. Bald gab es ein Gnümies Brettspiel von Amigo und die ersten 3D Sammelfiguren. Doch nach 2004 war es ruhig um die putzigen Wesen. Erst 20 Jahre später greift Markus Mergard tief in die Tasche und stampft ein ganzes Sonnensystem mit Gnümies raus.
Ein ganzes Sonnensystem für die Gnümies
Über 200 einzigartige Wesen warten auf uns, entdeckt zu werden. Die Spielschachtel ist prall gefüllt mit Karten und überwältigt uns ein bisschen beim Sichten. Das dazugehörige Buch muss man vorab nicht gelesen haben aber hilft die Welt besser zu verstehen und in ihr hineinzutauchen.
Jedes Wesen wurde ohne Einsatz von KI per Hand gezeichnet und das Spiel wird in Deutschland hergestellt. Das ist durchaus besonders, da die meisten Brettspiele in Asien produziert werden.
Jede Person erhält einen Gnüm-Charakter und die gleiche Lebensräume, wo wir später die gezogenen Wesen anlegen. Mit dem Charakter tippen wir auf Rot oder Grün. Zeigt der Farbwürfel die getippte Farbe, dann gibt es eine Karte. Die Person, die würfelt bekommt immer eine Karte. Diese Karten sind meisten Wesen, die bestimmte Lebensräume brauchen und die wollen wir geschickt anlegen.
Jedes Wesen bringt Knubbelpunkte und bei drei in einem Lebensraum können diese zu einem Gnümpunkt getauscht werden oder man hofft darauf bis fünf Knubbelpunkte zu kommen, um diese für zwei Gnümpunkte zu tauschen. Schießt man aber über die fünf Knubbelpunkte raus, gibt es gar nichts und die gesammelten Karten werden abgeworfen.
Dann kommt ein Häh
Planet der Gnümies spielt sich recht solitär bis eine Häh-Karte aufgedeckt wird. Da kommt dann auch der Spielplan ins Spiel und etwas Interaktion. Es entsteht ein Duell zwischen zwei Spielern, wo eine Gnümpunkte-Karte vom Wesen Häh geklaut oder mit etwas Glück wieder zurückgeholt wird. Quasi ein Mini-Spiel im Spiel. Durchaus witzig aber bietet kaum taktische Möglichkeiten.
Gespielt wird bis die achte Baumkarte aufgedeckt wird und das kann ganz schön lange dauern. Mit fast einer Stunde muss man schon rechnen. Auch wenn es nicht in den Regeln steht, funktioniert es gut, wenn man kann sich darauf einigt, dass man bei weniger Baumkarten das Spiel beendet. Die Person mit den meisten Gnümpunkten gewinnt.
Spieletester
Fazit
Die Welt der Gnümies ist gigantisch groß. Über 200 Lebewesen sind witzig illustriert und mit Liebe zusammengestellt worden. Planet der Gnümies lädt zum Entdecken ein und ist für die ganze Familie geeignet. Obwohl die Kernmechanik durchaus seinen Reiz hat, ist das Spiel als Ganzes nicht ganz rund. Für die geringe Spieltiefe dauert Planet der Gnümies zu lange und wenn man die Welt mal durchspielt, fehlt der Wiederspielwert.
Wer in die Welt der niedlichen und witzigen Gnümies mit dem Buch eintauchen möchte, findet mit dem Spiel Planet der Gnümies eine gute Ergänzung. Als reines Kartenspiel flaut der Spielspaß aber recht schnell ab. Vor allem das ständige Würfeln hätte man besser lösen können.
Trotzdem sind wir gespannt, was Markus Mergard mit den Gnümies noch vor hat. Zu diesen Wesen kommen weitere Spiele, Bücher und digitale Inhalte. Wir freuen uns und vielleicht kommt dann eine Perle, die uns auch spielerisch überzeugt.
Plus
- lädt zum Entdecken ein
- witzige Inhalte
- Buch als Ergänzung
Minus
- lange Spieldauer für geringe Spieltiefe
- wenig Interaktion
- ständiges Würfeln
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Details
296 Karten (kein Witz)
5 Spielfiguren
3 Würfel
1 Würfelfeld
1 Spielanleitung
Statistik
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