Wir kleiden unsere halbnackten Bergsteiger Stück für Stück ein, kontern Schneebälle und Yetis mit Zelten und rufen im richtigen Moment „Everest!“, wenn Outfit und Timing passen. Wer zuerst komplett ausgerüstet ist und punktestark sammelt, steht am Gipfel.
Was ist das Ziel?
Wir versuchen die höchste Punktzahl für unseren Gipfelstürmer zu erzielen. Das gelingt, indem wir ihm möglichst warme Kleidung und Spezial-Items anziehen.
Wie spielt es sich?
Wir haben pro Zug genau eine Wahl: ein Kleidungs- oder Spezialteil anlegen, eine Aktionskarte ausspielen oder die Hand verbessern und dann wieder auf drei Karten nachziehen. Kleidung wird als Stapel direkt auf die Körperteile gelegt, nur die oberste Karte zählt. Wichtig sind vor allem die Vier-Punkte-Teile, denn sie sind unzerstörbar gegen Schneeball, Yeti und Blizzard. Andere Effekte können uns massiv ausbremsen, indem sie Körperteile sperren, Ausrüstung klauen und mehr. Sobald auf allen sechs Körperkarten mindestens eine Ausrüstungskarte liegt und wir nicht von Hypothermie blockiert sind, dürfen wir „Everest!“ rufen und drei Bonuspunkte kassieren, dann wird gewertet.
Tempo, Tischgefühl, Varianz
Der Ablauf ist nach einer Runde klar. Während wir punkteträchtigere Ausrüstung anlegen, kommt das eigentliche Drama und die Spielwürze aus den Aktionskarten. Für Familien gibt es die lockere Einsteiger-Variante ohne Blizzard und Lawine. Vielspieler und Gruppen mit Schadenfreude drehen das Deck voll auf und leben „Hey, das war meine Jacke“ in vollen Zügen. Das Chaos nimmt mit wachsender Gruppengröße zu, wobei Everest Go! in allen Konstellationen gut spielbar ist.
Spieletester
Fazit
Everest Go! erzeugt insgesamt einen flotten Ausrüstungsverbessern-Fluss mit „Ha, nimm das!“-Würze: Wir planen Kleider-Ketten, halten Konter bereit und hoffen, nicht im falschen Moment die Stiefel zu verlieren.
Außer dem einmaligen Setting bietet Everest Go! wenig Innovation. Wir rüsten uns aus, um mehr Punkte als die anderen zu haben, und blockieren die übrigen Mitspieler, damit diese weniger Punkte haben. Das Prinzip und das Artwork tragen über zwei bis drei Runden, reichen aber nicht aus, um aus Everest Go! einen Dauerbrenner zu machen.
Plus
- schönes Ausrüstungssystem
- guten Artwork
Minus
- nach wenigen Runden verfliegt der Charm
- wenig Innovation
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Details
24 Charakterkarten
48 AusrüstungskKarten
32 Aktionskarten
2 Spezial-Item-Karten
1 Anleitung
Statistik
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