In einer zerstörten Welt ringen zwei Völker um die Vorherrschaft auf schwebenden Inseln – den letzten Rückzugsorten, die auf dem zerfallenen Planeten noch Leben ermöglichen.
Landomy ist ein Duellspiel, in dem die Spieler versuchen, durch clever gewählte Aktionen auf möglichst vielen der neun Inseln die Mehrheit an Luftschiffen zu erlangen und damit die Kontrolle über das Gebiet zu sichern.
Spielkonzept
Das Grundprinzip wirkt zunächst überschaubar: Schiffe einsetzen, Schiffe bewegen und dadurch Kämpfe auslösen oder einen radioaktiven Sturm heraufbeschwören, um eine Insel für kommende Züge zu blockieren. Die eigentliche Raffinesse steckt jedoch darin, wo und wie diese Aktionen ausgelöst werden – und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
An den Seitenflächen des 3×3 Inselrasters liegen zwölf Anlegestellen, an denen Aktionskarten platziert werden können. Dabei bestimmen zwei Elemente das Geschehen: Einerseits die Insel, an deren Seite die Karte angelegt wird – sie gibt vor, welche Art von Aktionen durchgeführt werden. Andererseits die Karte selbst, die festlegt, auf welchen Inseln diese Aktionen erlaubt sind. Je nach Anlegeseite verschieben sich demnach auch die aktivierten Inseln. Pro Zug dürfen drei Aktionen ausgeführt werden, doch der Haken: Die zweite davon steht stets dem Gegenspieler zu. Dieses Wechselspiel erzeugt einen spannungsgeladenen Balanceakt zwischen eigenen Vorteilen und gezielter Störung des Gegners.
Spielgefühl
Einmal gespielte Aktionskarten bleiben bis zum Spielende liegen, wodurch die taktischen Möglichkeiten nach und nach enger werden. Die Partie endet spätestens, wenn nur noch zwei freie Anlegestellen verbleiben.
Da nur wenige Luftschiffe im Umlauf sind, kippen die Mehrheiten auf den Inseln häufig von Runde zu Runde. Besonders heiß umkämpft ist meistens die zentrale „Kristallinsel“, deren Kontrolle oft erst in den letzten Runden entschieden wird. Die größte Herausforderung besteht darin, die Aktionskarten so zu legen, dass der eigene Nutzen überwiegt – trotz der zunehmend eingeschränkten Spielräume und der ständigen Gefahr, dem Gegner unbeabsichtigt eine starke Aktion zu eröffnen.
Spieletester
Fazit
Über das Spielprinzip von Landomy lässt sich sicher diskutieren. Die grundlegende Spielidee ist innovativ, gleichzeitig ist der Spielverlauf für ein Strategiespiel vergleichsweise schwer vorhersehbar und für ein kurzes Zwischendurch-Spiel zu anspruchsvoll – das wird je nach persönlicher Vorliebe unterschiedlich bewertet werden.
Ein Punkt fällt jedoch deutlicher ins Gewicht: Viele kennen wohl aus dem Arbeitsalltag das Gefühl, dass nach einem langen Meeting stattdessen auch eine kurze E-Mail gereicht hätte. Übertragen auf Landomy bedeutet das: Das Spielbrett wird mit neun magnetischen Kunststoffstützen bestückt, auf denen die ebenso magnetisch gehaltenen “schwebenden“ Inseln platziert werden. Diese Konstruktion ist optisch ansprechend und das physische Spieldesign ist zweifellos hochwertig, trägt jedoch absolut nichts zum eigentlichen Spielerlebnis bei (genaso wie der pinke Kristall).
Vor diesem Hintergrund entsteht der Eindruck, dass vor allem die rein kosmetischen Elemente das Spiel unnötig aufblähen und den Großteil des Schachtelvolumens ausmachen. Die spielrelevanten Komponenten sind dagegen eher klein und würden problemlos in einer deutlich kompakteren Schachtel Platz finden. Dadurch wirkt die Materialpräsentation klar überdimensioniert im Verhältnis zur eigentlichen spielmechanischen Tiefe.
Plus
- Ansprechendes Design
- Innovative Spielidee
Minus
- Deutlich überdimensioniert
- Strategiespiel ohne Vorhersehbarkeit
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Details
1 Spielbrett
9 Inseln (magnetisch)
9 Kunststoffstützen
13 Aktionskarten
1 Monitoring Board
1 Kristall
2 Radioaktive Stürme
2 "x"-Token
1 Regelbuch
16 Würfel
24 Luftschiffe
Statistik
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