Brick Like This!

Sechs Runden haben wir Zeit, die maximale Punktzahl im Team zu holen! Ein knackiges Zeitlimit im Nacken erklärt einer, während die übrigen mit LEGO-Steinen versuchen, die korrekte Form nachzubauen. Schwierige Formen gewähren mehr Punkte, doch wir riskieren dabei auch eine Nullrunde.

Ablauf & Mechaniken

Zunächst werden spielerzahlabhängig unterschiedlich viele Teams gebildet. In jedem Team gibt es dann eine klare Rollenverteilung: Einen Anweiser und einen Bauarbeiter. Der Anweiser sieht eine Formkarte und beschreibt sie ohne zu zeigen. Die Bauarbeiter bauen parallel mit dem begrenzten Steinpool. Aus vier Aufgabenstapel wählt das Team vorab eine Schwierigkeit (die Stapel stehen für aufsteigende Steinanzahl und Punktewert). Sobald ein Team fertig ist, dreht es die Sanduhr um und alle anderen haben nur noch rund dreißig Sekunden, um nachzuziehen. Läuft die Sanduhr ab, wird gewertet und die nächste Runde vorbereitet. Nach exakt sechs Runden steht ein Siegerteam fest.

Die Varianz kommt über zwei Stellschrauben: Erstens die Wahl der Schwierigkeitsstufe – wir entscheiden also bewusst zwischen „sicher“ und „riskant“. Zweitens die optionalen Herausforderungskarten, die Regeln wie „Augen schließen“, „ohne Farben“ oder „ohne Zahlen“ ins Spiel bringen und die Kommunikation ordentlich aufmischen. Für Familienpartien lassen wir sie meistens weg, für Partyrunden bringen sie genau das nötige Tempo und Chaos.

Spielfluss & Besonderheiten

Die Runden sind kurz, die Abstimmung und genaue Beschreibung entscheidet über alles. Wir lernen, klare Referenzen zu finden („zwei mal zwei Noppen, schräg nach links, dann koppeln“) und mit wenig Vokabular präzise zu werden. Die Steinanzahl ist knapp kalkuliert, das heißt, falsch platzierte Teile kosten Zeit. Deshalb lohnt sich vor dem ersten Griff eine Sekunde für die Struktur. Mit mehr Teams entsteht echter Wettlauf, denn der erste fertige Bau setzt die restlichen Teams unter Sanduhr-Druck. Die Modelle wiederholen sich dank 92 Karten kaum, und über die Wahl der Stapel regulieren wir den Schwierigkeitsgrad pro Runde sehr fein.

Spielvarianten

Wer möchte, spielt als Turnier: sechs Runden Basis, dann drei Partien mit Herausforderungskarten. Alternativ können wir kooperativ spielen und einfach eine möglichst hohe Punktzahl forcieren.

Spieletester

22.11.2025

Fazit

LEGO geht immer! Wenn wir aber gar nicht wissen, sondern uns auf die gesprochene (oder in dem Fall "geschriene") Anleitung unseres Teampartners verlassen müssen, wirds einen (großen) Zacken schwieriger.

Das macht in beiden Rollen Spaß. "Spaß" ist sowieso ein gutes Stichwort. Das ist der Hauptaspekt von Brick like this. Klar, viel Punkte erreichen und den Sieg holen ist auch cool, aber überhaupt mal das Richtige Konstrukt zu bauen, fühlt sich schon richtig befriedigend an. Und natürlich kommt hier wie bei vergleichbaren Spielen der Klassiker zu Tragen: "Links davon eine Lücke und dann das nächste Teil!" "ÄÄÄäää.... MEIN oder DEIN Links" ;-)

 

Insgesamt weniger pompös wie Monkey Palace, aber dafür auf positive Art wesentlich chaotischer und direkter. Sowohl als Party, als auch als Familienspiel geeignet.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • herrliches Chaos
  • beide Rollen spielen sich sehr unterschiedlich
  • Herausforderungskarten geben Extra-Kick
  • Schwierigkeitsgrad gut individuell auswählbar

Minus

  • auf Dauer zu wenig Abwechslung

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 8
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 24,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Lego
Autor: Luca Bellini
Zubehör:

48 Legosteine

92 Formkarten

20 Herausforderungskarten

1 Anleitung

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