Am Rande einer wilden Landschaft legen naturbegeisterte Fotografen weite Strecken zurück und zeigen unendliche Geduld, um Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu verewigen.
Auf geht´s in die Wildnis
Heute sind wir also mal konkurrierende Fotografen, die in der Wildnis umherstreifen, immer auf der Suche nach dem einen Shot, der ein Panorama mit der größten Artenvielfalt von Flora und Fauna zeigt. Und wenn es nicht schon müßig genug wäre, durch unwegsames Gelände zu stapfen, sind wir auf Bewegungsschablonen für unseren nutzbaren Pfad angewiesen und sollen dann auch noch vorher die Brennweite unserer Kamera richtig einschätzen. Alles gar nicht so einfach, zumal dann auch noch der Hintergrund unserer Fotos mittels Sichtachse passen muss.
Unsere Landschaft breitet sich auf einem achteckigen Spielbrett mit fünf verschiedenen Geländetypen aus. In jedem der Gelände können wir bis zu drei verschiedene Tier- und drei Blumenarten, sowie die seltenen Mammutbäume finden. Bis auf die Tiere ist alles im Plan aufgedruckt. Die Tiere werden in kleine Öffnungen in ihrem jeweiligen Lebensraum gesteckt und stehen somit etwas hervor.
Am Horizont der jeweiligen Geländeart werden Panoramakarten gelegt, dazwischen finden wir Zielkarten von eins bis fünf. Über eine Startkarte wird ein Sonnenaufgang mit der Verteilung der Tiere im Gelände festgelegt. Die Pfad- und Fotoschablonen werden bereitgelegt und jeder Fotograf bekommt zwei Spielfiguren der gewählten Farbe.
Zwei Schablonen zeigen den Weg zum Sieg
Gespielt wird reihum und wer am Zug ist, führt immer drei Aktionen hintereinander aus, bevor der nächste dran ist. Zunächst steht die Wahl einer Pfad- und Fotoschablone an. Während die eine für die Durchführung einer kleinen Wanderung genutzt wird, dient die Fotoschablone Blickwinkel und Entfernung für das aufzunehmende Foto. Man sollte also schon ganz genau wissen, von wo aus man ein Foto schießen möchte und was dabei zu sehen sein soll. Genaues Abschätzen von Entfernungen und räumliches Sehen sind hier der Schlüssel zum Erfolg.
Die zweite Aktion ist dann die eigentliche Wanderung durch die Wildnis. Unserer Fotografenfigur wird die gewählte Pfadschablone an die Füße gesteckt und im Gelände ausgerichtet. Andere Fotografen und Tiere dürfen dabei nicht im Wege stehen. Hat man sich festgelegt, wohin man gehen möchte, wird die zweite Figur an das Ende des Pfades gestellt und die Fotoschablone ebenfalls am Fuß angebracht. Damit kann jetzt der Bereich erfasst werden, der abgelichtet werden soll.
Zu guter Letzt wird jetzt die eigentliche Fotoaufnahme gemacht. Alles was komplett mit der Schablone abgedeckt ist, wird fotografiert und in Form von Plättchen aus dem Vorrat genommen. Die Mittelachse der Fotoschablone bestimmt zusätzlich den Hintergrund des gemachten Fotos. Vom entsprechenden Stapel wird die oberste Panorama-Karte genommen und vor sich abgelegt. Liegt die Sonne darauf, bekommt man zusätzlich ein Sonnenplättchen. Spätere Hintergründe werden immer rechts oder links angrenzend angelegt, möglichst mit harmonierenden Landschaften in Farbe und Szenerie.
Die gewonnenen Plättchen werden nun auf der Hintergrundkarte auf die Zielpunkte gelegt. Was zuviel ist, kommt zurück in den allgemeinen Vorrat. Auch später gewonnene Plättchen dürfen hier nicht mehr platziert werden. Zusätzlich können alle offen ausliegenden Ziele erfüllt werden, was am Ende bis zu fünf verschiedene sein können. Die beiden Schablonen werden jetzt vor sich abgelegt und die fotografierten Tiere werden in ein anderes Gelände versetzt. Danach macht der nächste Fotograf seinen Zug.
War jeder einmal dran, startet die nächste Runde mit dem Umdrehen des nächsten Zieles und dem Weiterwandern der Sonne. Nach fünf Runden wird Redwood mit der Schlusswertung entschieden. Hier gibt es Harmoniepunkte für unterschiedliche Tierarten und deren Anzahl, harmonische Verbindungen der Panoramen, Mammutbäume und Blumen. Wer eine Sonne hat, bekommt vier Punkte, wer mehr hat zwei Minuspunkte, ebenfalls gibt es Minuspunkte für jeden nicht abgedeckten Zielpunkt auf den Panoramen. Wer die meiste Harmonie sammeln konnte, gewinnt.
Spieletester
Fazit
Redwood besticht durch sein Optik und der überragenden Tischpräsenz. Es ist ein Spiel, bei dem es auf die Einschätzung von Bewegungen und Blickwinkeln ankommt. Ein gutes räumliches Sehen ist hier zwingend notwendig, wenn man siegreich sein möchte. Allerdings ist die Handhabung etwas fummelig und unsere Fotografen können trotz Neopren-Unterlage leicht auf dem Spielplan verschoben werden, somit definitiv nix für Grobmotoriker.
Wer Interesse an Varianten hat, der kann den Teammodus ausprobieren oder den Schweren Modus, bei dem die Panoramen mit der schwarzen Seite genutzt werden. Diese sind deutlich anspruchsvoller, da hier bestimmte rote Zielpunkte nur durch Plättchen abgedeckt werden dürfen, die mit vorgeschriebenen Fotoschablonen gemacht wurden oder ganz bestimmte Tiere. Auch für Blumen gelten andere Bedingungen, da sie nur noch im Dreier-Set gewertet werden. Zu guter Letzt kann Redwood auch als Solospiel auf den Tisch kommen.
Plus
- tolle Spielidee
- begeisterndes Material
- Interaktion
- mehrere Modi wollen ausprobiert werden
Minus
- Handhabung friemelig
- hat seinen Preis
- milchige Fotoschablone nicht durchlässig genug, um alles Fotografierbare zu erkennen
Kommentar verfassen
Details
1 Spielplan
8 Fotografen
8 Neoprenuntersätze
1 Kamera
1 Sonnenmarker
7 Pfadschablonen
7 Fotoschablonen
7 Tiermarker
42 Tierplättchen
60 Blumen
8 Sonnenplättchen
56 Harmonieplättchen
12 Mammutbäume
5 doppelseitige Sonnenaufgänge
20 Ziele
32 Panoramen
1 Wertungsbogen
1 Schnur
1 Anleitung
Statistik
Derzeit findest Du auf spieletest.at
7967 Gesellschaftsspiele-,
1678 Videospielrezensionen
2331 Berichte.