Gods of Rome

Rom ist vom Weg abgekommen und die Götter sind gespalten, aber du kannst ihren Ruhm wiederherstellen. Besuche Tempel, um den Segen der Götter zu erlangen, greife Feinde an und vertreibe sie aus deinen Gebieten, gewinne neue Mitglieder für deinen Stamm und verteile sie auf die Länder, auf denen du Gebäude errichten kannst. 

In Gods of Rome, einem kompetitiven "Area-Control"-Spiel mit "Action Activation"- Elementen, musst du dein Volk dazu bringen, der auserwählte Stamm zu werden, der alle vereint und das Imperium wieder zu alter Stärke führt.

Hier wird nicht über eine bestimmte Rundenanzahl gespielt. Es wird solange gespielt, bis die 3 Kontrollpunkte auf der Gunstleiste ausgelöst wurden. An den Kontrollpunkten wird die Gunst in Siegpunkte umgemünzt und der Spieler mit den meisten Siegpunkten ist der Sieger.

Nach dem etwas langwierigen Aufbau von Gods of Rome, wählt jeder Spieler im ersten Spielzug eine der römischen Fraktionen. Die Fraktionen werden jeweils von einem anderen Gott angeführt. Diana, Febo, Jupiter, Neptun und Venus stehen zur Verfügung. Dazu erhält jeder Spieler die 12 Aktionsscheiben und 4 Tempel der dazugehörigen Farbe, die er neben sein Tableau legt. Danach wird auch schon der erste Zug ausgeführt.

Wenn man am Zug ist, hat man verschiedene Möglichkeiten:

Den Tempel eines Gottes besuchen - Man erhält einen Segensmarker, mit dem man später im Spiel eine verbesserte Aktion ausführen kann, und platziert einen Meeple in der Farbe dieses Gottes auf dem Spielbrett, an einem farblich passenden Ort.

Ein Kartenfeld aktivieren - Lege einen Aktionsstein auf eines der Aktionsfelder auf seinem Spielertableau, um eine der Basisaktionen, Wachstum, Reisen oder Angriff auszuführen. So werden weitere Meeple zum Spielbrett hinzugefügt, Meeple bewegt oder Gegner angegriffen. Wenn man einen Segensmarker in derselben Farbe wie der Ort hinzufügt, an dem die Aktion stattfindet, kann eine verbesserte Aktion ausgeführt werden. So bekommt man, zum Beispiel bei der verbesserten Wachstumsaktion, eine neue Karte mit 2 Aktionen für das Tableau, statt der einen, auf dem Tableau aufgedruckten Aktion und man darf einen Tempel errichten. Tempel zählen als eine Einheit können aber nicht bewegt werden.

Gebiete werten - Hier werden nun die kontrollierten Gebiete gewertet, aber nur, wenn man in dieser Runde auch den entsprechenden Gott in seinem Tempel besucht hat. Spezielle Zielkarten die im Spiel ausliegen, werden ebenfalls gewertet. Danach werden alle Spielsteine von den Aktionsfeldern und den Tempeln zurückgeholt. Sollte man auf der Gunst-Leiste einen der Kontrollpunkte erreichen oder überschreiten, erhält man als erster Spieler die höchste Punktzahl. Danach erhalten alle anderen Spieler, Punkte basierend auf ihrer Position auf der Gunstleiste und werden dann zum Kontrollpunkt nachgezogen.

Nachdem der dritte Kontrollpunkt von jedem Spieler gewertet wurde, wird noch eine Schlusswertung durchgeführt. Die erzielten Punkte von jedem Kontrollpunkt auf der Gunstleiste werden noch addiert und der Spieler mit den meisten Punkten, ist der Sieger von Gods of Rome.

Durch asymmetrische Fraktionen und einen Experten-Modus, ist auch nach mehreren Partien noch für Abwechslung gesorgt. Im Solo-Modus kämpft man gegen Patronus um die Vorherrschaft. Patronus wird durch das Werfen eines Würfels gesteuert, ist also sehr vom Glück abhängig.

Spieletester

24.04.2024

Fazit

Gods of Rome macht einen tollen Ersteindruck mit seinen knalligen Farben, Göttern, vielen Meeple und der schön illustrierten Karte auf dem Spielplan. Auch das zahlreiche Material macht einen guten Eindruck. Nach dem ersten bekanntmachen mit den Regeln waren noch einige Fragezeichen, wie den das ganze jetzt funktionieren soll. Tempel besuchen um dort Aktionsscheiben zu hinterlegen und Meeple auf den Spielplan zu bekommen. Die sind aber nicht unbedingt in deiner eigenen Farbe. Aber damit man auch werten kann, muss man den Tempel besucht haben und auch Felder in dieser Farbe mit seinen Meeple kontrollieren. Felder von seiner eigenen Gottheit und in der Farbe kann man jedoch nicht werten. Für das Wachstum, das Reisen und den Angriff sind auch nur wenige Aktionen über und wenn man nicht aufpasst sind alle Tempel besetzt und man kann keine Aktionen mehr machen und muss werten. Aber hat man auch die richtigen Tempel besucht?

Also bei uns ist da leider, auch wenn wir langsam in das Spiel gefunden haben, kein richtiger Spielfluss und Spielspaß aufgekommen. Zu oft wurden Fragen gestellt, lange überlegt wie man jetzt etwas genau machen muss, damit man bei der Wertung wirklich alles so stehen hat, wie man es gerne möchte. Und dann kommt da jemand und stellt dir einen Meeple ins Feld und alles ist dahin. Dann muss man doch nochmal eine Aktion machen und die Wertungsphase hinauszögern und hoffen, dass nicht wieder etwas Unvorhergesehenes passiert. 

Der Solo-Modus ist ein nettes Gimmick aber wäre für mich kein Grund, das Spiel wieder auf den Tisch zu bringen. Das Spiel ist konfrontativ und glänzt daher auch eher mit lebendigen Mitspielern.

Wer mit konfrontativem Area-Control, einem etwas verkopften Worker-Placement und einem, durch die möglichen Verbesserungen, interessanten Aktionsmechanismus etwas anfangen kann, sollte sich das Spiel auf alle Fälle näher ansehen. Ich denke, es ist sicher kein Spiel, dass man immer wieder mit neuen Spielern spielen kann und sollte.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • schönes Artwork
  • asymmetrische Fraktionen als Variante
  • Solo-Modus
  • Regelwerk in Deutsch, Englisch und Portugiesisch

Minus

  • sehr grübellastig
  • sehr konfrontativ

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 bis 90 Minuten
Preis: 39,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2023
Verlag: PYTHAGORAS
Grafiker: Miguel Coimbra
Genre: Area Control
Zubehör:

1 Spielplan
50 Holzfiguren
20 Holztempel
60 Aktionsscheiben aus Holz
4 Tableaus
20 Segensplättchen
10 Ernteplättchen
5 Götterfiguren
12 Aktionskarten
8 Zielkarten
5 Götterkarten
1 Würfel

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