Pan´s Island

Der nervige Captain Hook, Erzfeind von Peter Pan, hat die Verlorenen Kinder entführt. Peter und seine Freunde machen sich auf die Suche und empfangen diverse Visionen, die ihnen den Weg weisen sollen. 

Auf dem großen bunten Spielplan, der beidseitig bedruckt ist, finden wir einen Inselplan von Nimmerland. Dort treibt Captain Hook sein Unwesen und hält die verlorenen Kinder gefangen. Die Gegenspieler sind Peter Pan und seine Freunde, die es als kleine Pappauftsteller gibt. Alle bekommen jeweils ein Notizbuch mit einer verkleinerten Inselkarte und einer Folie, die bestimmte Bereich der Insel verdecken und mit roten Kreisen mögliche Aufenthaltsorte des Captain Hook markieren. Auf dieser Karte markiert jeder Spieler den Standort eines der verlorenen Kinder, was allerdings vor den anderen geheim gehalten wird. Immer der jeweils rechte Spieler muss dann dieses Kind finden.

Kindersuche mit Visionen 

Um dem Suchenden einen Hinweis auf den Standort eines der Kinder zu geben, werden Visionskarten am eigenen Spielertableau angelegt. Sie geben Landmarken und Entfernungen vom jeweiligen Standort eines Spielers vor. Und da diese Karten halt nicht immer genauestens passen, gibt es noch eine Handabdruckleiste. Je weiter links eine Karte platziert wird, desto genauer ist die Angabe auf der jeweiligen Karte zu deuten. Eine zusätzliche Leiste zeigt den Gefahrenwert an und somit die Wahrscheinlichkeit, nach einer möglichen Bewegung der suchenden Spielfigur auf den Bösewicht zu treffen. Gibt es fünf dieser unangenehmen Begegnungen, haben die Spieler verloren. Gleichzeitig gewinnen sie, wenn vier der verlorenen Kinder gerettet sind.

Wurden die Visionen gesendet und die Gefahr durch Captain Hook eingeschätzt - alle Spieler spielen hier gleichzeitig - werden reihum Aktionen auf der Insel ausgeführt. Entweder bewegt sich eine Spielfigur über die Schablone, schlägt an Ort und Stelle ein Lager auf und ist dadurch vor Hook geschützt oder sucht nach den verlorenen Kindern. Hierzu wird wie beim Lager mit einer runden Schablone eine Kontur gemalt. Wurde innerhalb dieser Markierung tatsächlich ein Kind gefunden, tauscht der tippgebende Spieler die Inselkarte in seinem Notizbuch aus und markiert einen neuen Standort eines der Kinder. Während seiner Aktion können die Protagonisten auch die jeweiligen einzigartigen Fähigkeiten ihrer Figur nutzen.

Variante

Im Abenteuer-Modus kommen noch zusätzliche Karten hinzu. Für jede gewonnene Partie gibt es eine zufällige negative, für jede verlorene eine positive Abenteuerkarte, die dem entsprechenden Umschlag beigefügt wird. Fortan werden zu Beginn einer Partie alle Karten aus diesem Umschlag genommen und deren Auswirkungen gelten dann jeweils für das aktuelle Spiel. Und in diesem Modus können auch die Spezialfähigkeiten verwendet werden, wenn die Karte "Das magische Pulver" schon im Spiel ist.

 

Spieletester

02.08.2024

Fazit

Pan´s Island ist ein Deduktionsspiel mit sehr hohem Glücksanteil. Die Regel ist leider nicht so verständlich geschrieben, dass jeder sofort den Sinn und die Abläufe versteht. Trotzdem haben wir hier ein solides Familienspiel mit ansprechendem Material. Leider verwischen die Markierungen der Filzstifte recht schnell, so dass es immer wieder zu Schmierereien sowohl auf dem Spielplan, als auch auf der Folie des Notizbuches kommt.

Man muss doch ziemlich viel raten und interpretieren, um die Visionskarten so zu deuten, wie es vom ausspielenden Spieler gemeint ist. Auch der Gefahrenmarker von Captain Hook ist eher schwammig, zumal die Gefahreneinschätzung zu viele Unbekannte enthält. Wer weiß schon vorher, in welche Richtung und wie weit sich einer der Helden bewegen wird. Da ist doch ziemlich viel Raterei angesagt, was aber in reinen Familienrunden sicherlich akzeptabel ist. Und dass Captain Hook nur als unterschwellige Gefahr mitspielt und niemals physisch wirklich auftaucht, ist für eine Hauptperson irgendwie schade.

Etwas mehr Pepp kommt beim Abenteuermodus ins Spiel. Hier hat der Autor allerdings darauf gebaut, dass die Spielgruppe eher siegreich ist, denn es gibt sechs negative und nur vier positive Karten. Die entsprechenden Auswirkungen können eine Partie dann ganz schön durcheinanderwirbeln, vor allem, wenn mehrere Karten beachtet werden müssen.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • ansprechendes Material
  • in zwei Modi spielbar
  • solides Familienspiel

Minus

  • recht hoher Glücksanteil
  • Stifte verwischen sehr leicht

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 45 bis 60 Minuten
Preis: 43,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2023
Autor: Marc Paquien
Grafiker: Jérémie Fleury
Zubehör:

1 doppelseitiger Spielplan

1 Bewegungsschablone

1 Erkundungsschablone

32 Entfernungsvisionskarten

43 Richtungsvisionskarten

1 Kartenhalter

12 transparente Notizbuchhüllen

6 doppelseitige Nimmerlandkarten

1 Startmarker

1 Anleitung

Spielermaterial (5x)

- 1 Tableau

- 1 Figur

- 1 abwischbarer Stift

- 1 Gefahrenmarker

- 1 Notizbuchrückseite

- 1 Übersichtskarte

Abenteuer-Modus

- 10 Abenteuerkarten

- 1 Umschlag

 

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