Dork Tower

Dork Tower ist ein Brettspiel für 2-6 Personen, das sich besonders an Liebhaber des Fantasy- und Comicgenres richtet, aber prinzipiell sollten alle Monsterjäger ihren Spaß daran haben.

Comicautor John Kovalic hat die Hauptprotagonisten seines mit dem Origins Awards ausgezeichneten Kultcomics „Dork Tower“ ins Liverollenspieloutfit schlüpfen lassen... und nun müssen sie den bösen Zauberer im Magierturm besiegen um das Spiel zu gewinnen.

Jeder Spieler erhält einen Charakter, der zu Beginn des Spieles noch keine zusätzliche Ausrüstung hat. Jeder Charakter hat eine bestimmte Punktanzahl „Stärke“ bzw. „Bewegung“. Bewegung gibt an, wie viele Felder sich der kleine Held bewegen darf, Stärke zeigt uns mit welchem Kraftaufwand er Monster aufmischen kann.

Ziel des Spieles ist es, wie bereits erwähnt, den bösen, mächtigen Magier im Zaubererturm zu besiegen. Natürlich kann man nicht einfach in den Turm hineinmarschieren und zuschlagen.... vorerst müssen einmal Erfahrungspunkte und Ausrüstung gesammelt werden.

Erfahrungspunkte bekommt man in der Regel, wenn man auf Monster trifft. Und auf Monster trifft man quasi bei jedem Schritt. Tritt man des Nachts in den Wald muss man mit mehr Monstern rechnen als tagsüber auf der Ebene. Ganz gefährlich sind folglich natürlich Dungeons und die Schattenlande – hier lauern besonders viele Monster! Besiegt man ein Monster, kriegt man Erfahrungspunkte, Geld und eventuell sogar ein magisches Artefakt bzw. eine Spruchrolle. Falls man zufälliger- oder geplanterweise auch gleich noch einen Quest erledigt fällt die Belohnung sogar höher aus!

Ausrüstung, sofern man sie nicht bei einem Monster findet, das man heroisch besiegt hat, bekommt man in den Städten. Hier kann man Ausrüstung kaufen oder auch verkaufen, wenn man einen alten schäbigen Helm loswerden will, weil man ganz einfach einen besseren gefunden hat.

Falls ein Monster sich einmal als zu stark erweist, kann man glücklicherweise immer noch die Beine in die Hände nehmen... zumindest in den meisten Fällen.

Sobald man mit Erfahrungspunkten in die zweite Stufe aufgestiegen ist und sich stark genug fühlt kann man den mächtigen Zauberer Z’Mindrik herausfordern.

Dork Tower ist ein lustiges Spiel für Liebhaber des Genres. Obwohl das Hauptziel eigentlich das Ausmerzen des bösen Zauberers ist, fehlt es dem Spiel nicht an gemeinen Details, die auch den Spielgegnern das Leben schwer machen können. So kann man z.B. Flüche loslassen (die sich allerdings auch als Bumerang erweisen können, wenn ein Erdbeben z.B. ALLE Städte des Reiches verwüstet) oder fiese Dinge mit den mühsam errungenen Ausrüstungsgegenständen der anderen Spieler anstellen „Deine Rüstung wird schwerelos und fliegt davon... du verlierst sie“ oder ähnliches sorgen für so manch verbissenen Kampf zwischen den Spielern – auch wenn sie sich gegenseitig eigentlich nichts tun können und unter Umständen sogar so manch nettes Tauschgeschäft zustande kommen kann.

Zu wünschen lässt – wie so meist bei Steve Jackson Games – die äußerst billige Ausstattung des Spieles. Ein Papierspielplan, ein Kartonturm und Plättchen als Spielfiguren sind für den nicht ganz niedrigen Preis nicht unbedingt angemessen zu nennen. Allerdings machen die lustigen Dork Tower Figuren dieses Manko wieder wett! Liebhaber und begeisterte Fans können sich (zu einem ebenfalls ziemlich happigen Preis) immerhin die passenden Dork Tower Zinnfiguren zulegen um damit gefährlichen Monstern nachjagen.

Die Spieldauer ist schwer einzuschätzen, da sie abhängig ist vom Mut und von der Stufe der Spieler. Zu frühes Eindringen in den Turm kann das Spiel ziemlich in die Länge ziehen, da zumindest dieser eine Charakter dann alles an Ausrüstungsgegenständen und Erfahrungspunkten verliert und erst wieder ausgebaut werden muss. Natürlich hat auch die Fiesheit der anderen Spieler starken Einfluss darauf wie schnell das Spiel zu Ende geht. Man möchte zwar selbst den bösen Zauberer besiegen, aber es spricht ja nichts dagegen eben diesem zu helfen wenn gerade ein anderer Spieler verbissen gegen den hinterlistigen Magier kämpft... In etwa liegt die Spieldauer durchschnittlich bei den angegebenen 1 – 2 Stunden.

Die (englische) Spielanleitung lässt keine Fragen offen.


Spieletester

16.01.2005

Fazit

ein witziges, relativ glücksabhängiges Spiel, das besonders durch das Thema besticht und einige nette neue Ideen aus dem Ärmel zaubert. Für Strategen und Grübler allerdings eher nicht zu empfehlen da wahrscheinlich zu anspruchslos.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2003
Genre: Glück
Zubehör:

1 Spielregel 2 Würfel 56 Spielkarten 6 Charakterblätter viele Monstermarker Erfahrungspunkte Geld

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7280 Gesellschaftsspiele-,
1658 Videospielrezensionen
2220 Berichte.