Revoltaaa

Die Welt hat schon viele Kämpfe erlebt: Athen gegen Sparta, Cowboys gegen Indianer, Gargamel gegen die Schlümpfe… Aber Enten gegen Roboter wäre mir noch nicht untergekommen. Bis jetzt, denn nun halte ich Revoltaaa in Händen.
Enten (rote Karten) treten in einer Art Stichspiel gegen Roboter (blaue Karten) an. Es gewinnt jene Farbe den Stich, die den höheren Gesamtwert aufweisen kann. Gleichstände sind dabei durchaus möglich, dann entscheidet der neutrale Stapel über die Siegerfarbe. Aber wer erhält den Stich? Dazu müssen wir uns einen Stich näher ansehen.

Jeder Spieler hat am Spielbeginn elf Karten erhalten, weitere elf Karten liegen in einem neutralen Stapel aus (der neutrale Stapel ist optional, es gibt auch eine Spielvariante in der er weggelassen wird). Die oberste Karte des Stapels wird aufgedeckt, anschließend wählt jeder Spieler eine seiner Handkarten aus. Wenn alle gewählt haben, deckt man die Karten auf und ermittelt die Siegerfarbe. Es gewinnt jener Spieler den Stich, der in der Siegerfarbe alleinig die niedrigste Karte gespielt hat (Kartenwerte gibt es von Null bis Fünf). Gewinner des Stichs kann durchaus auch der neutrale Stapel sein.
Beispiel: Es wurden die Kartenwerte 0, 2, 2, 4 und 5 gespielt => Die Null gewinnt. Wurden hingegen 1, 1, 3, 3 und 4 ausgespielt, so eliminieren sich die beiden Einser und die beiden Dreier => Die Vier gewinnt.

Es wird so lange gespielt, bis eine der beiden Farben ihren vierten Stich gemacht und somit den Kampf gewonnen hat. Doch welcher Spieler hat die Nase vorn? Das wissen wir nach einer kleinen Zählung: Jeder Stich in der Siegerfarbe zählt für seinen Besitzer einen Punkt. Außerdem erhält man pro verbliebener Handkarte in der Siegerfarbe einen Punkt. Der Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.
Wegen des Glücksanteils empfiehlt es sich, mehrere Runden zu spielen und die Punkte zu kumulieren.

Spieletester

24.02.2016

Fazit

Die ersten Runden Revoltaaa enden eher in Ernüchterung, da man versucht taktisch zu spielen aber kläglich versagt. Oder wie es eine Mitspielerin nach der ersten Partie fragte: "Kann man das überhaupt taktisch richtig spielen?". Standardfehler der Anfänger: Eine niedrige Karte ausspielen und auf den Stich hoffen. Da die hohen Werte die gewinnende Stichfarbe triggern, haben niedrige Karten vernachlässigbaren Einfluss. So wird es zum reinen Glücksspiel, ob man bzw. welche Farbe einen Stich macht oder nicht; ganz abgesehen davon, dass man bei einem Gleichstand leer ausgeht.

Auf Stiche zu spielen ist nur mäßig klug für die Endwertung: Maximal sieben Stiche werden gespielt, vier davon gehen in die Wertung. Erfahrungsgemäß macht ein einzelner Spieler nicht mehr als zwei von ihnen. Da ist es viel punkteträchtiger, wenn man sich bei den am Rundenende vier bis sieben übrig bleibenden Handkarten auf eine Farbe konzentriert. Mir bleiben lieber die niedrigen Karten einer Farbe übrig, während ich ihr mit hohen Karten zu Stichen verhelfe; auch wenn die meist an die Mitspieler gehen werden.

Die Empfehlung „Man sollte mehrere Runden spielen und die Punkte addieren“ kann ich voll und ganz unterschreiben; zumal eine einzelne Runde nur wenige Minuten in Anspruch nimmt.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • unverbrauchtes Thema


Minus

  • taktisch für Anfänger ganz schwer einzuschätzen
  • entweder man gewinnt haushoch oder verliert total


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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 10 bis 30 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Playthisone
Autor: Reiner Knizia
Genre: Karten, Taktik
Zubehör:

66 Spielkarten,
1 Spielanleitung

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