Codenames

Schweigen ist das oberste Gebot! Das ist nicht nur das Leitmotiv der Mafia, sondern ebenso von Geheimagenten. Nur die Geheimdienstchefs kennen die Identitäten aller Agenten. Mit Hilfe kurzer knapper Tipps müssen sie ihrem Ermittlerteam Informationen zu den Codenamen-Karten der Agenten übermitteln. Das schnellere Team gewinnt.
Auf dem Tisch werden zum Spielbeginn 25 willkürliche Begriffe in einem 5x5 Raster ausgelegt. Das sind die Codenamen. Es werden zwei Teams gebildet. Jedes Team bestimmt ihren Geheimdienstchef. Beide Chefs setzen sich an die eine Seite des Tisches, die Ermittlerteams dürfen sich gegenüber Platz verschaffen. Dann wird ein Code gezogen und nur für beide Teamchefs gut sichtbar aufgestellt. Der Code zeigt ebenfalls ein 5x5 Raster und legt fest, welcher Codename zu welchem Team gehört. Das wissen aber nur die Teamchefs. In Kombination mit den Begriffskarten auf dem Tisch, sind so die Positionen der Agenten klar bestimmt. Abwechselnd müssen die Geheimdienstchefs nun ihrem jeweiligen Team Hinweise geben, welche Codenamen zu ihnen gehören. Es ist erlaubt einen Hinweis oder Überbegriff zu nennen, der auf mehrere Codenamen zutrifft. Aber Vorsicht mit Hinweisen für mehrere Karten: Man weiß nie ob die Ermittler genauso verknüpft denken wie der Teamchef und dem Hinweis die richtigen Begriffe zuordnen. Das Team, das zuerst alle seine Agenten gefunden hat, gewinnt. Stolpert man beim Raten über unbeteiligte Zuschauer oder Agenten des Gegnerteams, verliert man seinen aktiven Zug. Zeigt man versehentlich auf den Attentäter, hat man die Runde direkt ganz verloren!

Ausstattung
Der Karton ist außreichend groß, fast schon zu groß. Die Anleitung sehr leicht zugänglich und mit vielen Spielvariationen ergänzt - sehr gut! Das Spielmaterial selbst ist gut verarbeitet und schön illustriert. Lediglich die Begriffe hätten leichter beidseitig lesbar sein können.

Spieletester

02.01.2016

Fazit

Selten war ein Spiel für mich so schnell verstanden und dabei doch so unglaublich reizvoll und denkintensiv wie Codenames. Der Spielleiter bemüht nahezu durchgehend seine grauen Zellen, um mit einem Schlagwort möglichst viele Agentenbegriff richtig zu umschreiben, ohne dass dabei zeitgleich Zivilsten oder Feindagenten mit involviert werden. Das Ermittlerteam steht immer wieder vor der gleichen Frage: „Welche Begriffe hat er nun wirklich genau umschrieben?“ „Meinte er mit ‚Kalt‘ Moskau oder doch eher Stahl?“

Beide Parteien werden durchgehend geistig gefordert und auch wenn das Spiel strikt nach Regeln nahezu non-verbal ablaufen soll, blieb der Spielspaß in der Runde nicht aus. Selten hatte ich zu einem Spiel so leichten Zugang und war doch so sehr gefesselt und geistig beansprucht, wie bei Codenames. Durch den einfachen Aufbau und die kurze Spielzeit bei immer anderen Spielerfahrungen, hat es einen sehr hohen Wiederspielwert – ich find’s super!

Anmerkung für desillusionierte Hobbymathematiker: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Karten einer Partie absolut identisch wiederholen, liegt bei ca. 4,97 x 10^-97. Für genügend Abwechslung sollte gesorgt sein!
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 8
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 17,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Grafiker: Filip Murmak
Genre: Denken
Zubehör:

1 deutsche Anleitung
8 rote Agenten Karten
8 blaue Agenten Karten
1 Doppelagenten Karte
7 unbeteiligte Zuschauer Karten
1 Attentäter Karte
ca. 200 beidseitig bedruckte Begriff Karten
40 Code Karten
1 Plastikclip, um den Code aufzustellen
1 Sanduhr

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