Pi mal Pflaumen

Pi mal Pflaumen? Irgendwie hatte ich den Spruch anders im Kopf. Die Einleitung der Anleitung verrät uns jedoch, wie dieser Titel zustande gekommen ist und führt uns dazu in das 17. und 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit lebten Leonard Euler, der sich als berühmter Mathematiker die Zahl Pi verdient machte und Maria Sibylla Merian, die als Naturforscherin und Künstlerin die Natur detailgetreu wiedergab. Ihr Stil findet sich in den wunderschönen Illustrationen des Spiels wieder. Und ungefähr aus dieser Zeit stammt auch der Spruch "Pi mal Daumen"…

Von der Puppe zum Schmetterling

Pi mal Pflaumen ist ein Kartenspiel, dessen Ziel es ist, in drei Phasen verschiedene Obstkarten so zu kombinieren, dass man die meisten Punkte erzielt. Dazu werden zu Beginn die Obstkarten nach der Rückseite sortiert und in drei Stapel gelegt (Phase 1: Raupe, Phase 2: Puppe, Phase 3: Schmetterling). Anschließend werden die Karten der ersten Phase gleichmäßig an alle Spieler ausgeteilt.


Zu Beginn spielt, wie bei einem klassischen Stichspiel, jeder eine Karte aus. Nun wird entschieden, welcher Spieler sich zuerst eine Karte von den ausgespielten nehmen und vor sich ablegen darf. Derjenige, der die höchste Karte gespielt hat, darf zuerst ziehen. Reihenfolgekarten sollen dabei helfen sich zu merken, wer wann zugreifen darf. Der Spieler, der die Karte mit dem niedrigsten Wert gelegt hat, muss die letzte Karte nehmen, darf sich dafür zusätzlich eine Pflaumenkarte (diese besitzt keinen Wert) nehmen.

Einige Obstkarten bieten Sonderaktionen:
Entweder erlauben sie dem Spieler sich drei Pi-Karten zu nehmen (diese können in beliebiger Anzahl jederzeit zur ausgespielten Karte dazu gelegt werden und addieren zur aufgedruckten Zahl den Wert 3,14), einem anderen Spieler eine Karte, die vor ihm abgelegt ist, zu stehlen, den Wachhund vor sich abzulegen (dieser verbietet anderen Spielern eigene abgelegte Obstkarten zu stehlen) oder sie zeigen Punkte für bestimmte Kartenkombinationen an. Um die Kombinationen zu erfüllen und die Punkte dafür zu erhalten,  lege ich die geforderten, vor mir offen liegenden, Obstkarten in die Schachtel. Die Karte mit der Sonderaktion lege ich neben mir ab. Die Punkte der abgelegten Karten werden nach der dritten und letzten Phase addiert.

Sind alle Karten der ersten Phase verteilt, werden die mit den Puppen auf der Rückseite ausgeteilt und das Spiel wird wie gewohnt fortgesetzt. Sind diese Karten alle verteilt, werden die Karten der dritten und letzten Phase ausgeteilt. Die Obstkarten können quer durch die Phasen kombiniert werden. Die gesuchten Kartenkombinationen werden jedoch mit jeder Phase aufwendiger, aber auch mehr wert. Sind alle Karten verteilt, endet das Spiel und die Punkte werden zusammengezählt. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt Pi mal Pflaumen.

Spieletester

Fazit

Auffällig an Pi mal Pflaumen sind die wunderschönen Illustrationen, die an die Studien von Maria Sibylla Merian angelehnt sind. Das Spielprinzip an sich ist kreativ und macht Spaß, wobei es viele verschiedene Strategien gibt vorzugehen. Entweder man legt jede kleinste mögliche Kombination ab und erhält mehrere kleine Punktwerte oder sammelt viele Karten, um dann wertvolle Kombinationen abzulegen. Ich habe bis heute bei jeder Runde etwas anderes ausprobiert, kann mich jedoch noch nicht entscheiden, welche Strategie am lukrativsten ist. Die Reihenfolgenkarten sind eher unnötig. Im Normalfall schafft man es sich zu merken, welcher Spieler welchen Kartenwert ausgespielt hat. Die Pi-Karten sind ein netter Gag und erlauben einem auch mit einer niedrigeren Zahl zuerst eine Karte aus der Mitte auszuwählen.

Insgesamt ist Pi mal Pflaumen ein wirklich hübsches Spiel, das gerne öfter gespielt wird.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • wunderschöne Illustrationen
  • mehrere mögliche Spieltaktiken

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 40 Minuten
Preis: 10,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Pegasus Spiele
Genre: Karten
Zubehör:

119 Spielkarten
2 Anleitungen (deutsch, englisch)

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