Carcassonne Goldrausch

Carcassonne goes Wild West!
Straßen wurden bereits zu Flüsschen, verwandelten sich in Stege und mutieren nun zu Eisenbahnschienen.
Städte wurden zu Wäldchen, verwandelten sich in Inseln und mutieren nun zu Bergen mit Goldvorkommen.
Meeples wurden bereits als Wegelagerer, Ritter, Mönch oder Bauer, als Sammler, Fischer oder Jäger, als Gefolgsmann, als Entdecker, Räuber oder als Seemann, als Bananenpflücker, Muschelsammler, Fischer oder Händler eingesetzt.
Und einmal mehr ist Umschulung angesagt.
Ein Cowboy, in seiner job description steht "reiten, Lasso werfen und Kühe hüten" und er hat demnach ja auch nichts anderes gelernt, kann hier wahlweise als Eisenbahner, Goldgräber, Händler oder Farmer eingesetzt werden.
Das haut dem Whiskyfass den Boden aus.

Geschätzte Fortgeschrittene, sowohl als Spieler als auch als Leser von Rezensionen, die Grundregeln von Carcassonne werden als bekannt vorausgesetzt.
Die Details machen den Unterschied aus und um diese geht es ab nun.

Es entstehen Eisenbahnstrecken, Berge, Prärieflächen und Städte, auf welchen die Spieler ihre Cowboys einsetzen können. In den Bergen wird nach Gold gesucht, auch in Claims, die einem selbst nicht gehören. Auf Bergplättchen mit Nuggetsymbolen werden verdeckt entsprechend viele Schürfplättchen gelegt. Wächst der Berg so wächst zumeist auch der Stapel der verdeckten Schürfplättchen. Zur Sicherheit sollte man einen "Claimmanager" mit dem Handling der Schürfplättchen betrauen. Hat man sein Zelt an Ort und Stelle im goldverminten Gebirge und setzt keinen Cowboy in seinem Zug ein, darf man sich das oberste Schürfplättchen unter den Nagel reißen. Zelte verschiedener Spieler dürfen auf einem Goldberg stehen.

Fertiggestellte Eisenbahnstrecken, Berge und Städte werden gewertet.
Eisenbahnstrecken werden wie Wege gewertet, eine einzige Lokomotive verdoppelt den Wert der Strecke, mehrere Züge heben die Verdoppelung wieder auf.
Ein fertiggestellter Berg bringt dem Mehrheitseigentümer Gold in Form der Schürfplättchen, die sich trotz fortwährender Plünderung durch Zeltbesitzer noch dort befinden. Zudem bekommt er pro Nuggetsymbol einen Siegpunkt. Gibt es mehrere gleichberechtigte Bergbesitzer werden die Schürfplättchen gerecht verteilt, die Nuggetpunkte bekommt jeder.
Eine Stadt wird gewertet wenn jede von ihr ausgehende Eisenbahnstrecke abgeschlossen ist. Jede Strecke bringt dann drei Punkte.
Die Prärie wird analog zur Wiese erst am Spielende gewertet. Die Farmer dürfen sich also vom Zeitpunkt ihres Einsatzes bis zur Schlusswertung im weichen Präriegras auf's Ohr hauen. Dann kommt es auf die Anzahl der indianischen Zeltlager (zwei Punkte) und der Wildpferdherden (vier Punkte) rund um das Bett im Kornfeld an.
Auch unfertige Berge, Eisenbahnstrecken und Städte werden gewertet.
Zuletzt addiert jeder Spieler die Punkte seiner Schürfplättchen und freut sich wenn die anderen die wertlosen Schotterplättchen erwischt haben.

Spieletester

27.04.2015

Fazit

Natürlich funktioniert die Transformation des Geschehens in den Wilden Westen ganz vorzüglich. Damit ist natürlich aber auch klar, dass der Goldrausch außer den Zelten nicht viel Neues bietet. Ihre Funktion, mit denen der entstehende Berg portionsweise ausgebeutet wird, gefällt uns aber schon recht gut. Braucht man Carcassonne Goldrausch? Natürlich nicht. Macht es Spaß? Natürlich schon. Breaking News: In "Carcassonne Essen" (Erscheinungstermin 8.10.2015) werden die Meeples als Spieleautor, Redakteur, Rezensent oder Spiele-Nerd in den Messehallen eingesetzt. Mehr Details sind noch nicht bekannt. Geschrieben am 1.April 2015
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 45 Minuten
Preis: 25,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Hans im Glück
Grafiker: Christof Tisch
Genre: Legen
Zubehör:

72 Landschaftskarten (darunter 1 Startkarte mit anderer Rückseite), 25 Cowboys aus Holz (je 5 in 5 Farben), 5 Goldgräberzelte (je 1 in 5 Farben), 1 Wertungstafel, 63 Schürfplättchen, Spielregel

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