Parado

Kooperation ist angesagt.
Wer schon mit dem Verlag Sunny Games zu tun hatte dachte es sich schon.
Kinder ab vier Jahren sind zur Kostümparty eingeladen. Die Spieler verkleiden sich aber nicht selbst sondern mehrere Kartonkinder und zwar mit einer lustigen Mischung aus verschiedenen Kleidungsstücken und Accessoires. Wenn die Kinder fast fertig verkleidet sind kommen die Gäste und es beginnt die lustigste Parade (so auch der Spieltitel), die ihr je gesehen habt.

Das Spiel selbst ist wirklich einfach.
Mit den beiden Farbwürfeln würfeln, zwei Kleidungsstücke (Kopf, Körper, Beine) der entsprechenden Farbe nehmen und vom Kopf abwärts die Kinder zusammenbauen sprich verkleiden. Ist ein Kind fertig bekommt es noch zwei lustige Accessoires aus der kleinen Schatzkiste und wartet auf die große Parade. Der Spieler selbst arbeitet sogleich oder ab dem nächsten Spielzug an der nächsten Verkleidung.

Insgesamt sollen zwölf Kinder verkleidet werden. Von jeder Farbe gibt es jeweils zwei Köpfe, zwei Körper und zwei Beine. Damit sind Fehlwürfe lange Zeit recht unwahrscheinlich. Zudem wird als Fehlwurf nur bezeichnet wenn für beide Würfelfarben kein Körperteil genommen und als Faschingsverkleidung verwendet werden kann. Der kooperative Aspekt, man darf erwürfelte Teile an andere Spieler weitergeben wenn man will oder einen Teil selbst nicht brauchen kann, ist in Parado eigentlich unterrepräsentiert.

Gegen Ende des Spiels, wenn manche Farben schon komplett leergeräumt sind, werden Fehlwürfe immer wahrscheinlicher. Für jeden wird einer der sechs Gästesessel umgedreht und einer der zur Parade geladenen Ehrengäste trifft damit ein. Sind alle sechs VIPs da bevor das letzte Kind fertig maskiert ist wird die Parade leider abgesagt.
Sonst stolziert jedes Kind an der Ehrenloge vorbei, stellt sich kurz vor und erwähnt auch die beiden Accessoires gebührend.
"Ich bin die starke Edith, mag Schmetterlinge und habe einen Krokodilschwanz. Außerdem habe ich eine liebe aber schlimme Katze namens Steely, die leider grade eben einen Haufen machte. Pfui, Steely!"

Spieletester

03.03.2015

Fazit

Das kindgerechte Material aus dickem Karton mit freundlichen Darstellungen gepaart mit der einfachen Spielregel ermöglicht den spielerischen Einstieg in die Welt der kooperativen Spiele. Bewusste Zusammenarbeit ist zwar nicht ernsthaft möglich, durch die erlaubte Weitergabe von Kleidungsstücken (auch der Kopf wird als solches bezeichnet) wird dennoch das Bewusstsein für das gemeinsame Spiel geweckt. Durch die Vorstellungsrunde während der Parade wird zudem die sprachliche Kompetenz der Spieler gefördert. Insgesamt ein netter Zeitvertreib für kleine Spieler. Kleine Anmerkung: Die deutsche Spielregel verschweigt das Würfeln am Beginn des Spielzugs. Schade, etwas mehr Sorgfalt bei der Übersetzung muss einfach sein!
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 14,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Sunny Games
Autor: Jouke Korf
Grafiker: Tamara Havik
Zubehör:

36 Kleidungskarten (12 Kopfkarten, 12 Körperkarten, 12 Beinkarten), 6 Gäste (knuddelige Kuscheltiere auf ihren Stühlen), 30 lustige Accessoires, 1 Kleidertruhe, 2 Farbwürfel, Spielanleitung

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