Samsara

Wer mit taktisch klugen Spurwechseln den Weg zum Zielfeld einschlagen kann, der ist bei Samsara, dem neuen Spiel von Gerhards Spiel und Design, genau richtig. Auf einem wie gewohnt sehr hochwertigen Holzbrett befinden sich mehrere Vertiefungen, die gemeinsam eine Kreisbahn aus 24 Doppelfeldern bilden. Die beiden Spuren haben dabei entweder runde oder eckige Formen, in denen jeder Spieler jeweils sechs Spielsteine in der eigenen Startposition platziert. Ein eigenes Zielfeld und eine Zählleiste runden das überaus gelungene massive Buchen-Spielbrett ab.

Jeder Spieler versucht nun, möglichst als erster sechsmal mit einem Spielstein das eigene Zielfeld zu erreichen. Wer am Zug ist, wirft die beiden Würfel und zieht nacheinander jeweils einen beliebigen Spielstein die entsprechenden Felder im Uhrzeigersinn weiter. Er muss dabei beide Würfelwerte jeweils komplett ziehen, darf aber auch beide Würfe mit nur einem Spielstein und auch über ausliegende Steine ziehen.

Soweit so gut und scheint nichts wirklich Neues oder Innovatives zu sein – aber mit einer besonderen Zugtechnik kommt ein ganz wichtiges Element ins Spiel: der Spurwechsel. Bewegt sich ein Stein während seines Zuges eigentlich immer auf einer der beiden Bahnen, kann es am Anfang und am Ende eines Zuges zu einem Spurwechsel kommen. Landet man mit dem letzten Schritt seines Zuges auf einem besetzten Feld, darf man die Spur wechseln, sofern das Nachbarfeld frei ist. Ist ein Doppelfeld besetzt, darf zu Beginn eines Zuges sofort mit einem der Steine die Spur gewechselt werden. Da diese Regeln auch unmittelbar vor den Zielfeldern gelten, können geschickte Spurwechsel auch schon mal sicher geglaubte Zieleinläufe vereiteln.

Ein Spielstein, der mit genauem Würfelwurf das Zielfeld eines Spielers erreicht hat, bleibt weiter im Spiel und wird sofort auf das erste freie Doppelfeld der gegenüberliegenden Seite entsprechend der Form (rund oder eckig) des Zielfeldes gelegt. Der erfolgreiche Spieler markiert mit seinem Wertungsstein den gewonnenen Punkt und wer als erster das mittlere Feld der Zählleiste erreicht hat, gewinnt.

Spieletester

12.10.2014

Fazit

Samsara ist wieder mal mehr als gelungen zu bezeichnen, so wie es von Spielen der kleinen Holzmanufaktur aus dem Westerwald erwartet wird. Das qualitativ und haptisch anspruchsvolle Spielbrett erhöht zusätzlich den Spielreiz, der durch die vielen taktischen Möglichkeiten eines Spielzuges von Partie zu Partie wächst. Da sämtliche Spielsteine von beiden Spielern bewegt werden dürfen, sind nicht sofort alle Möglichkeiten auf einen Blick zu erkennen - erst nach mehreren Runden kommt man so langsam in die taktischen Tiefen dieses reizvollen Spieles. Autor Thomas Weber ist es gelungen, mit seinem ewigen Kreislauf „das Rad des Lebens“ auf ein Spielbrett zu bannen. Kein Spielstein geht verloren und ist ständig im Spiel und in Bewegung. Wer eben noch verzweifelt hinten lag, steht nach wenigen taktischen Zügen plötzlich wieder ganz vorne, weil der Gegner nicht aufgepasst, seine eigenen Möglichkeiten übersehen oder einfach die falschen Zahlen gewürfelt hat. Natürlich ist das Würfelglück wie bei jedem Spiel mit diesen „Zugweitenermittlern“ nicht zu leugnen, doch hält es sich bei Samsara in Grenzen und ist nicht unbedingt spielentscheidend.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 48,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2014
Autor: Thomas Weber
Genre: Glück
Zubehör:

1 Spielbrett aus massiver geölter Buche 12 Spielsteine 2 Wertungssteine 2 Würfel 1 Spielanleitung

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