Seven Swords

Seven Swords ist nicht auf Deutsch erhältlich. Die Spielanleitung gibt es in Englisch und Spanisch.

Die lange Zeit der Vorbereitung hat ein Ende. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem sich die Dorfbewohner für eine neue Attacke vor der Banditenbande wappnen. An ihrer Seite kämpfen sieben mutige Samurai für den Sieg gegen die wilden und hungrigen Banditen. Jahrelang wurde das Dorf von ihnen terrorisiert. Sie haben die Vorräte geplündert, ihre Schätze geraubt und sogar die Dorffrauen verschleppt. Doch dieses Mal sollen ihre Taten bestraft und vergolten werden - oder doch nicht?

Seven Swords ist ein Spiel für zwei Spieler, die Banditen treten gegen die Samurai und das Dorf an. Während die Samurai versuchen das Dorf vor den Banditen zu schützen, befiehlt der Banditenboss seinen Ganoven das Dorf zu stürmen und die Vorräte und Schätze zu rauben.

Spielvorbereitung:

Sobald entschieden wurde, wer die Samurai und wer die Banditen spielt, wird das dazugehörige Spielzubehör verteilt. Der Banditen-Spieler bekommt alle Banditenplättchen, die sieben Aktions-Areal-Karten und eine eigene Aktionsanzeigetafel. Insgesamt gibt es drei verschiedene Banditenarten: die "normalen" Banditen (8 Stück), jene mit Pfeil und Bogen (6 Stück) und die berittenen Banditen (6 Stück). Jede Banditensorte hat eigene Werte für Verteidigung, Bewegung und Angriff. Die Werte werden jeweils auf den einzelnen Spielfiguren angezeigt, zusätzlich gibt es für jede Art auch eine eigene Spielkarte, auf welcher diese Werte nochmals zur Übersicht vermerkt sind. Von jeder Banditenart gibt es auch die Veteran-Ausführung, zu erkennen an einem braunen Ring rund um das Plättchen. Die Veteranen sind stärker im Angriff und besser in der Verteidigung als der jeweilige Standardbandit.

Der Samurai-Spieler bekommt wesentlich mehr Spielmaterial: Die sieben Samurai-Karten legt der Spieler mit der roten Seite nach unten vor sich ab und die kleinen runden Aktionsmarker griffbereit daneben hin. Es gibt drei unterschiedliche Aktionsmarker - jeweils sieben Stück für Angriff (rot), Bewegung (blau) und Befehle (grün). Zu jeder Samurai-Karte gibt es die passende Samurai-Spielfigur. Diese werden beliebig im Dorf platziert - je ein Samurai pro Dorfareal. Dann verteilt der Samurai-Spieler folgendes Zubehör in beliebiger Reihenfolge auf dem Spielfeld: fünf Versorgungsfässer, fünf Wohnhäuser, fünf Lagerhäuser, vierzehn Bogen-Plättchen und sechs Palisaden. Schließlich legt der Samurai-Spieler seine fünf Aktions-Plättchen vor sich hin.

Das Spielbrett hat zwei Seiten für mehr Abwechslung. Auf welcher der beiden Seiten gespielt wird, spielt aber sonst keine Rolle. Darauf ist das Dorf abgebildet, welches in sieben Areale aufgeteilt ist und sechs Eingänge hat. Die Versorgungsfässer, Wohnhäuser und Lagerhäuser haben eigens dafür vorgesehene Felder. Die Samurai und Banditen bewegen sich auf den gleichen Spielfeldern. Zusätzlich findet man am Spielfeldrand eine Rundenanzeige, die Banditenkosten und eine Aufschlüsselung der Werte der Banditenkarten und zu welchem Areal sie dazu gehören könnten. Aber dazu mehr im Spielablauf.

Spielablauf:

In jeder Runde beginnt der Banditen-Spieler, erst wenn alle Aktionen gespielt wurden, kommt der Samurai-Spieler an die Reihe. Hat dieser alle seine Aktionen gespielt, beginnt eine neue Runde mit dem Banditen-Spieler.

Der Banditen-Spieler legt eine seiner Aktions-Areal-Karten ab und erhält so viele Aktionen, wie auf der Karte vermerkt sind. Dabei ist es wichtig, dass der Banditen-Spieler die Rückseite der Karten verdeckt lässt, da der Samurai-Spieler das darauf abgebildete Areal nicht sehen soll. Zusätzlich erhält er so viele Aktionen, wie die Anzahl der Aktionsplättchen auf den Samurai-Karten ist und auch die nicht genutzten Aktionen des Samurai-Spielers. So kann es schon einmal vorkommen, dass der Banditen-Spieler über zwanzig Aktionen in einem Zug zur Verfügung hat. Er kann damit folgende Spielzüge "bezahlen":

- Für eine Aktion kann ein "normaler" Bandit ins Spiel gebracht werden.
- Zwei Aktionen kostet ein Bandit mit Pfeil und Bogen.
- Drei Aktionen kostet ein berittener Bandit.

Banditen werden ins Spiel gebracht, indem sie auf die Aufmarsch-Felder außerhalb des Dorfes aufgestellt werden. Sie müssen zunächst die Palisaden überwinden, bevor sie das Dorf betreten können.

- Für fünf Aktionen kommt ein Veteran-Bandit ins Spiel.
- Für sechs Aktionen ein Veteran-Bandit mit Pfeil und Bogen.
- Sieben Aktionen kostet ein berittener Veteran-Bandit.

Die Veteranen werden günstiger, wenn gleichartige Banditen bereits am Feld sind.

- Die Bewegung eines beliebigen Banditen kostet eine Aktion.
- Ein Angriff kostet ebenfalls eine Aktion.
- Um ein aufgedecktes Fass aufzusammeln, benötigt der Bandit auch eine Aktion.

Wie weit der Bandit gehen darf und wie stark seine Angriffsstärke ist, steht auf den einzelnen Banditen vermerkt.

Greift ein Bandit an, so kommen die Würfel ins Spiel. Der Banditen-Spieler würfelt mit so vielen Würfeln, wie Banditen angreifen. Vom Würfelwert wird noch die Angriffsstärke jedes Banditen abgerechnet bzw. dazu gezählt. Das Ergebnis bildet die Gesamtangriffsstärke des Banditen-Spielers. Ziel des Banditen-Angriffs kann ein Samurai, ein Lagerhaus, eine Palisade oder ein Versorgungsfass sein. Die Angriffsstärke muss mindestens genauso hoch wie oder höher als die Verteidigungsstärke des Angriffsziels sein. Gewinnt ein Bandit gegen ein Lagerhaus, so darf er es gleich vom Spielfeld nehmen und zu seinen Siegpunkten zählen. Ein Samurai muss zwei Mal erfolgreich bekämpft werden, bis er stirbt und vom Spielfeld genommen wird. Das Versorgungsfass muss zunächst erfolgreich bekämpft werden und dann von einem Banditen aus dem Dorf raus transportiert werden, bevor es zu den Siegpunkten des Banditen zählt.

Ist der Samurai-Spieler am Zug, muss er sich für eines seiner Aktions-Plättchen entscheiden und erhält so viele Aktionen wie auf der Vorderseite zu sehen sind. Danach dreht er das Aktionsplättchen um. Dort stehen ebenfalls eine Anzahl an Aktionen und zusätzliche Befehle vermerkt, die in Verbindung mit diesem Aktionsplättchen steht. Beispielsweise müssen zu Beginn des Zuges alle Aktionsmarker von den Samurai-Karten entfernt werden. Dann setzt der Samurai-Spieler seine Aktionen:

- mit einem Angriffs-Plättchen kann er einen Angriff (mit oder ohne Bogen) ausführen,
- mit einem Bewegungs-Plättchen kann er eine Bewegung ausführen,
- mit einem Befehls-Plättchen einen Befehl an die Dorfbewohner oder die Palisaden geben oder eine Palisade wieder aufrichten.

Das Spiel endet, sobald die 18. Runde gespielt wurde oder sobald alle Samurai getötet wurden. Sobald der letzte Samurai getötet wurde, gewinnt der Banditen-Spieler, unabhängig von den Siegpunkten. Sollte es bis zur 18. Runde kommen, werden die Siegpunkte verglichen. Jedes Versorgungsfass, Lagerhaus und jeder eigens getötete Samurai bringt dem Banditen-Spieler am Ende Siegpunkte. Der Samurai-Spieler zählt die im Dorf übrig gebliebenen Versorgungsfässer, Lagerhäuser sowie alle Areale, in denen sich kein Bandit befindet. Wer mehr Siegpunkte hat, gewinnt das Duell.

Spieletester

09.03.2014

Fazit

Die Regeln von Seven Swords wirken am Anfang umfangreicher, als sie tatsächlich sind. Die grundsätzlichen Spielregeln sind schnell gemerkt. An dieser Stelle muss ein kleines Manko angemerkt werden: Bei so vielen Aktionen und unterschiedlichen Kosten wäre es durchaus sinnvoll gewesen, Übersichtskarten mit den Aktionen zu machen. Uns blieb nichts anderes übrig, als jedes Mal in der Spielanleitung danach zu blättern. Aber diese Kleinigkeit mindert keineswegs den Spielspaß. Ansonsten spielt sich Seven Swords flüssig. Die Anleitung bietet viele Beispiele und ist gut gegliedert. Die Regeln sind einfach formuliert, man benötigt keine ausgezeichneten Englisch-Kenntnisse dafür. Seven Swords ist ein taktisches Spiel, dessen Spielzüge gut geplant werden wollen. Sowohl der Samurai- als auch der Banditen-Spieler sollten ihre Züge gut überlegen. Etwas enttäuschend ist es dann, wenn das Würfelglück einem nicht die benötigten Stärkepunkte liefert. Dennoch ist das Spiel nicht nur für Taktik-Fans ein sehr empfehlenswertes Spiel.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 2
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 40,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Gen-X Games
Genre: Taktik
Zubehör:

1 beidseitig bedruckter Spielplan 6 Würfel 7 Samurai-Karten 7 Samurai-Figuren 7 Aktions-Areal-Karten 5 Samurai-Aktionsplättchen 7 Angriffsplättchen 7 Befehlsplättchen 7 Bewegungsplättchen 6 Palisaden 1 Rundenmarker 14 Bogenplättchen 8 "normale" Banditen + 4 Veteranen 6 Banditen mit Pfeil u. Bogen + 3 Veteranen 6 berittene Banditen + 3 Veteranen 3 Versorgungsfässer 5 Lagerhäuser 5 Wohnhäuser 1 Aktionsanzeigetafel (Banditen-Spieler) 1 Spielanleitung

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